| | Warum, wieso, weshalb? und weitere Neuigkeiten des Nachwuchses.
Kategorie Privat, erstellt am 25.03.2009 von Michaela Klaproth
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Nach nunmehr 2 ausgesprochen fröhlichen Tagen mit Niklas stelle ich mir die Frage, warum Kinder trotzen. Wenn das Kind sprechen kann, körperlich fit und in der Lage ist sich gewissermaßen sogar selbst zu versorgen, WIESO wirft es sich schreiend auf den Boden und heult ganze Sturzbäche?
Ich verstehe es nicht. Nicht jetzt und vermutlich auch in 100 Jahren nicht. Vermutlich verstehen die Kinder das auch selbst, das macht es allerdings nicht wirklich leichter.
Nun gibt es ja mehrere Theorien, die unter Müttern kursieren.
1. Je heftiger die Trotzphase, desto angenehmer ist die Pubertät! Dann würde ja Hoffnung bestehen, weil die Phasen, die unser Sprössling ab und an durchlebt nahezu unglaublich sind.
2. Die Trotzphase geht nahtlos in die Pubertät über.
3. Die Trotzphase endet frühestens mit dem Auszug des Kindes in die eigene Wohnung, häufig noch nicht einmal dann.
Ob das nun zutrifft, werden wir wohl noch herausfinden. Ich hoffe auf die erste Theorie, wappne mich aber für die beiden anderen.
Umso schöner sind allerdings die dann folgenden Tage, wenn Niklas glücklich und zufrieden ist. Er ist dann so lieb, süss und aufmerksam, daß man ihn nur knuddeln könnte. Aber auch hier gilt Niklas derzeitiger Lieblingssatz: "Nur gucken, nicht anfassen!" ;-)
Und um auch noch etwas anderes hervorzuheben: Niklas hat heute das erste Mal allein seinen Pantoffel angezogen. Die Socken zieht er seit etwa einer Woche alleine aus. Ich behaupte, daß er das schon viel früher konnte, allerdings zu faul war und ist. Laut Kindergarten kommt es aber von allein, weil die Kinder sonst zu lang warten müssen, bis sie in den Garten dürfen.
Laut Christian macht Niklas große Fortschritte, was das fleissige Trampolinhüpfen angeht. Er soll wohl schon richtig hoch springen können. Bedenkt man, daß ich mir noch vor einigen Wochen Sorgen gemacht habe, weil er nicht beide Füße gleichzeitig vom Boden bekam, ist das eine beachtliche Leistung.
Trotz aller Entwicklung hat er eins jedoch nicht verlernt: Er ist einfach ein furchtbar frecher Lausbub. Wenn er auf eine bestimmte Art lächelt, sieht man richtig, wie frech er ist. Ich kann dann gar nicht böse sein, weil ich so beeindruckt bin. Und wie meine Mutter bei mir, denke ich mir oft, wenn er wieder Unsinn macht: "Ach ja, das hast Du ja auch gemacht... Lass ihn mal"
Eine weitere Neuigkeit gibt es auch noch, die ich mit folgenden Worten ankündigen möchte:
Bedenkt, was Ihr Euch wünscht, es könnte in Erfüllung gehen.
Haben wir uns doch vor einigen Tagen und Wochen immer wieder einmal gewünscht, wir hätten doch die Möglichkeit gehabt, einmal im Familienbett zu schlafen, wurde uns der Wunsch gewährt. Am Montag hat es so extrem gestürmt, daß Niklas Angst in seinem Bett hatte und nach Asyl im elterlichen Bett verlangt hat. Um 01.00 Uhr etwa zog er also um. Das war okay. Er hat ganz gut geschlafen, auch wenn er geschnarcht und geschnauft hat (was er jedoch vehement bestreitet). Am gestrigen Abend hat sich Nik jedoch geweigert und wollte gleich ins Elternbett. Haben wir dann auch gemacht, weil es ja eigentlich ganz süß ist.
Hmhm... Von wegen. Eine schlimmere Nacht habe ich seit JAHREN nicht mehr erlebt. Das Kind hat sich auf MICH gelegt. Auf MICH! Als ob ich ein Kissen sei. Er hat sich dermaßen quer gelegt, daß Christian und ich je 20 cm Bett hatten, der Rest ging für ihn, Hundi, Schnuller und ähnliches Zeug drauf. Nachdem ich diverse Male noch geschlagen wurde (!!!) habe ich meinem Kind empört den Rücken zugedreht um endlich Schlaf zu finden. Was passiert? Das Kind verlangt danach, im eigenen Bett zu schlafen.
Pah!
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