| | Nature strikes back!
Kategorie Privat, erstellt am 13.07.2008 von Christian Klaproth
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Die Natur schlägt eines Tages zurück, sagt man ja gerne, um Umweltsündern ein schlechtes Gewissen zu machen und sie einzuschüchtern, aber meistens passiert dann doch nichts. Ich bin mir nach meinen letzten Beobachtungen gar nicht mehr so sicher, ob nicht unser Haus innerhalb der hiesigen Flora und Fauna zu einem Primärziel erklärt worden ist.
Dass es hier in Mönchengladbach (ich nenne es mittlerweile liebevoll Monsun-City) keinen normalen Regen gibt, das haben wir nun schon mehrfach mitbekommen. Entweder es ist trocken, oder aber es regnet sprichwörtlich wie aus Eimern, so dass innerhalb kürzester Zeit die Straßen (und unser Garten) zentimetertief unter Wasser stehen.
Flora: Seit geraumer Zeit wächst in unserem Garten (und auch entlang von Terasse und Hof) Unkraut, dass dem Namen schon nicht mehr gerecht wird. Unheimlichkraut müsste es heissen. Es wächst schnell, es ist widerspenstig, es ist stachelig, UND es ist grün!! Mittlerweile haben wir uns sogar schon einen Butangas-Brenner zugelegt, um dem Kraut ein Ende zu setzen.
Fauna Teil 1: Nun ist aber auch die Tierwelt drauf und dran, uns zu zeigen, wo es lang geht. Letztens wollte ich ein an unserer Haustür hängendes braunes Laubblatt entfernen. Im letzten Moment musste ich innehalten, weil es aussah, als würde sich das Blatt mit Beinen am Gitter des Fensters unserer Eingangstür festhalten. Mein Gott, es waren Beine!!!. Was da saß, entpuppte (hehe, wörtlich) sich zu einer gigantomanischen Terror-Motte. Ich schwöre, ich habe in meinem Leben zuvor noch nicht eine so große Motte gesehen. Die Flügelspannweite betrug sicherlich 15 cm, und der Körper (*schüttel*) war bestimmt 2 cm dick!! Und bevor Fragen kommen: Nein, ich habe es nicht mit einer Fledermaus verwechselt. Jedenfalls lies sich dieses Tier nicht durch gutes Zureden durch den geöffneten Briefkastenschlitz davon überzeugen, eine andere Haustür zu blockieren. Heldenmutig griff meine Frau zum Telefon und rief die Nachbarin um Hilfe, die das Tier mit blossen Händen weggepflückt und in ihren Garten gesetzt hat.
Fauna Teil 2: Heute, der Kampf gegen die fiesen Wusel-Ameisen. Seit einigen Tagen beobachten wir im Erdgeschoss vermehrt Ameisen-Vorkommen. Zuerst fielen sie uns an der Milchbar der Jungs auf. Mööp. Alarm. Dies ist ein flascher Ort für eine Ameise! Fachmännisch verfolgen wir die Ameisen-Strasse, die sich mittlerweile gebildet hat, zur unteren Ecke der Wohnzimmertür. Unter dem Holzrahmen kommen sie her! Also flink nach draussen geschaut, und siehe da: Eine noch fettere Ameisen-Strasse erstreckt sich über unsere Haus-Fassade. Prompt habe ich mit Silikon einige offene Löcherchen geschlossen. Und keine 5 Minuten später gab es aussen an der Wohnzimmertür einen Stau! Schnell noch ein Gemisch aus Honig und Hefe an die Wand geklatscht, und siehe da? Ameisen am Ballermann (siehe Foto). Big Party. Koma-Saufen. Soll auch alles sein, nur nicht bei uns im Haus. Bedenklich finde ich nur meine Beobachtung, dernach die Ameisen Nahrung die Hauswand hochgetragen haben. Wäre ihr Nest im Boden, dann sollten sie Leckereien nach unten tragen. Warten wir mal die nächsten Tage ab. |
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