| | Der "Depp-des-Tages-Preis" geht an........ Michaela
Kategorie Privat, erstellt am 11.08.2009 von Michaela Klaproth
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Ich fass es nicht.
Gestern sitzen wir bei doch recht angenehmen Wetter im Garten. Wir, das sind Sohn, ich, Freundin nebst deren Tochter.
Ich hüpfe wieselflink rein und raus und mache -wegen der fiesen Wespen- die Türe immer schön hinter mir zu.
Da fällt mir ein, daß ich ja noch die Wäsche aufhängen muss und sprinte in Richtung Tür...
Jahaaaa, der Riegel hat sich selbständig umgelegt und ich bin ausgesperrt. Ein kurzer Check ergab: 4 Becher mit Trinken, ein Autoschlüssel und eine Packung Kekse. Das reicht nicht, bis Gatte kommt.
Also erst einmal geprüft, ob man irgendwo "einsteigen" kann. Nö... Was also machen? Handy lag ja auch drin.
Ich bin also rüber zur Nachbarin, habe mir deren Handy geschnappt und meinen Mann angerufen, der sich dann ("Superpapa"-mäßig) auf den Weg machte.
Derweil versuchten Freundin und ich den Griff des gekippten Fensters mit allerlei Tricks umzulegen, keine Chance. Sohn brach in Tränen aus, die Mamas sollen doch bitte aufhören, der Papa sei ja schließlich unterwegs und DER würde uns dann reinlassen. Ach? Und wie? Ja, der Papa schafft das. Dumm nur, daß der Riegel der Haustüre auch vorgelegt war, weil Niklas ja den Schlüssel drehen kann und eine Flucht des daheim inhaftierten ausgeschlossen werden sollte.
Papa kam also an, griff beherzt die Steine vor dem Kellerfenster und zerlegte den Einbruchschutz (hahaha) innerhalb kürzester Zeit. Anschließend schlängelte er sich elfengleich durch das wirklich schmale Fenster und ließ uns rein.
Unnötig zu erwähnen, daß Sohn in Papas Arme flog und dieser der Held des Tages war *seufz*
Als ob es nicht schon schlimm genug gewesen wäre, sind wir dann auch noch nach Düsseldorf zum Autohaus gefahren. Auf dem Weg vom Büro zum Autohaus fuhren wir (Nik und ich) Christian nach. Ich (Depp halt) sag noch zu Nik: "Pass mal gut auf, wo der Papa lang fährt, wir müssen da hinterher" Und dann fährt Christian so knapp nach rechts, obwohl wir auf der linken Spur waren, daß ich mit der Familienkutsche nicht mehr nach kam und nach links musste. Soweit kein Problem, ich habe ja ein Navi, dachte ich mir noch...
Ja, genau. Denkste. Navi funktionierte nicht, weil es einfach zu alt war. Die Straßen waren teilweise gar nicht mehr verzeichnet und ich irrte durch Düsseldorf. Irgendwann blieb ich mit dem schon wieder weinenden Nik einfach stehen und zitierte völlig entnervt meinen Gatten herbei, der dann -schon wieder unter Einsatz seiner Gesundheit- durch Düsseldorf joggte, weil er kein Taxi fand.
Sohn war untröstlich, der Papa ist weg, der kommt nicht wieder, wir kommen hier NIE (!!!) wieder raus, der findet uns nicht.
Als jedoch der Papa wieder bei uns war, war Sohn glücklich. Nicht nur, weil "Superpapa" wieder da war und uns gerettet hat (*hmpf*), hatte ich ihm doch in meiner Verzweifelung ein Happy Meal versprochen.
Ich war froh, als ich im Bett war.
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