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 Christian Klaproth (441 Einträge) November 2017 





   Tischgespräche
  Kategorie Unsere Zwillinge, erstellt am 25.02.2011 von Christian Klaproth
 
 
Ab und zu ist mein 4jähriger Sohn in der Stimmung, richtig tiefschürfende Unterhaltungen zu führen. So auch neulich, als er mir mit seinen Worten wiedergab, was er im Kindergarten über Ernährung und Verdauung gelernt hatte. Im Kern ging es um die Frage, warum Kinder so gerne Naschen. Über dem Ganzen schwebte der pädogogische Zeigefinger der Ermahnung, nicht zu viel Süßes zu essen. Das so zum Hintergrund.

Mit der Verdauung ist das nämlich so: Vom Mund aus nach unten, also innen im Körper lang, verlaufen mehrere Schläuche. Und jeder dieser Schläuche transportiert was anderes. Ein Schlauch ist für das Trinken, einer für das Essen und einer für das Naschen, wenn man mal Naschgefühle bekommt. Einige Leute haben auch noch mehr Schläuche. Für Nudeln, für Kartoffeln und für Fleisch. Wenn man nun das unbändige Verlangen nach Süßkrams hat, dann fordert der Naschen-Schlauch nach Input. Gibt man ihm aber zu viel, kann das im Schlauch stecken bleiben und sich dort ansammeln. Wenn der weiter wächst kann er irgendwann platzen. Und dann muß man brechen. Ich denke, bei den letzten Ausführungen hat mein Sohn die Erklärungsversuche aus dem Kindergarten um ein paar eigene kreative Ideen erweitert.

In der Tat konnte ich das beschriebene Phänomen - zumindest anhand äußerer Symptome - selbst schon beobachten, was mir meine Frau auch noch in Dekaden unter die Nase reiben wird. Einmal, während der Adventszeit, war ich mit meinem Sohn einkaufen. Im Supermarkt lief ein Nikolaus herum, der hatte zwei Säcke dabei. In einem Sack waren Orangen, im anderen Schoko-Nikoläuse. Jedes Kind durfte sich aus einem der Säcke ein Teil rausnehmen. Natürlich hat mein Sohn zu dem wohlduftenden vitaminarmen Schoko-Nikolaus gegriffen. Was soll ich Euch sagen? Ich erlebte das bis dahin mit Abstand entspannteste Einkaufen, das ich mit meinem Sohn je erlebt habe. Kein Herumrennen und Verstecken, kein Regale Ausräumen, kein Weinen oder Wutgebrüll. Bis kurz vor der Kasse hörte ich nix, außer dem wohligen Schmatzen einer schokoverschmierten Schnute und dem leisen Knistern der Schoko-Nikolaus-Folie.

Kurz vor der Kasse fiel Sohnemann dann ein, daß er ja durstig wäre. Da sein 100g-Schoko-Nikolaus bis auf die an Händen und Mund befindlichen Reste komplett verspeist war, bestand die latente Gefahr eines Schreianfalls, sollte dem Wunsch nach einem Getränk nicht unmittelbar und sogleich nachgekommen werden. Ein Wasser wurde rigoros abgelehnt. Stattdessen sollte es eines dieser 200ml-Zuckerwässerchen in einer schmalen, weichen Plastikflasche sein, das an so einem Plastik-Drehverschluß geöffnet wird. Kein Problem. Gefordert, geliefert. Und in fast einem Zug geleert.

In der Form gestärkt - Sohn wurde langsam scheinbar müde - wurde das Absolvieren des Kassenbereiches sowie die Verstauung von Einkäufen und Nachwuchs ins Auto zu einem Kinderspiel. Zu Hause angekommen erwartete uns schon die Mama und konnte kaum glauben, daß es ein wirklich entspanntes Einkaufen gewesen sein soll. Ich berichtete von dem tollen Nikolaus der noch viel tollere Schoko-Nikoläuse verteilt hatte. Und noch in dem Moment, als meine Frau Luft holte, um zu fragen, wo denn der Rest der Schokolade sei, weil ich dem Jungen ja nicht etwa einen ganzen Schoko-Nikolaus habe essen lassen, platze meinem Sohn der Süßkram-Schlauch, und die braun-flüssige Süß-Sauer-Soße ergoß sich über den Küchenboden. Wieder was gelernt.
 
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Piratiges Zelten
Hausmänner-Report
DAS EXPERIMENT

 
   Piratiges Zelten
  Kategorie Privat, erstellt am 12.08.2010 von Christian Klaproth
 
 
Kurz vor Beginn der Phase 2 von DAS EXPERIMENT und somit auch kurz vor Ende meines diesjährigen Urlaubs, sagte der Wetterbericht eine regenfreie Nacht voraus, die ich dazu nutzte, das meinem Sohn gegenüber versprochene Verprechen zu halten, und mit ihm eine Nacht im Garten zu zelten. Kurzerhand und weil das Thema so trendy ist, wurde daraus eine Piratenübernachtung. Und zu einer Piratenübernachtung zählt neben dem Zeltaufbau und den sonstigen Vorbereitungen natürlich auch Stockbrot am Lagerfeuer. Aber gehen wir das alles mal der chronologischen Abfolge nach durch.

Am frühen, frühen Nachmittag, quasi am späten Mittag, also so gegen 13:00 Uhr, wenn ich mich richtig erinnere, wollte sich der Vater an den komplizierten, langwierigen und Nerven aufreibenden Aufbau der wasserdichten Schlafplatzumhüllung machen. Um 13:15 Uhr stand das doofe Ding. Zelte sind heutzutage auch nicht mehr das, was sie während meiner Bundeswehrzeit noch waren. Mein letztes Biwak liegt nun schon laaaaaange zurück, aber den Zeltaufbau hatte ich etwas fummeliger in Erinnerung. Harte Kerle, wie wir sind, haben wie die Isomatten weggelassen. Weichei, wie ich nunmal bin (ja sorry, bin Informatiker und kein Safariveranstalter), habe ich den Zeltboden mit Matrazen ausgelegt. Federkern. Gemütlich.

So stand nun unser Zelt über mehrere Stunden in der prallen Nachmittagssonne und heizte sich ordentlich auf. Am frühen Abend machten wir uns dann eine kleine Feuerstelle und backten unser Stockbrot, dessen Teig wir zuvor in mühsamer Handarbeit geknetet haben. Frage meiner Frau: "Sag mal, muss man so ein Feuer nicht vorher anmelden?" Ich: "*schluck* Ähm... Nja... wäre ja nur halb so piratig, wenn man sich dafür eine Genehmigung holen würde." Nachdem wir die halbe Nachbarschaft zugeascht hatten, haben wir das Feuerchen schnell gelöscht. Aber das Stockbrot war sehr lecker!

Während es sich die Mama auf der Couch im Wohnzimmer 5 Meter von uns entfernt beim Abendprogramm mit Duftkerzen, Kaltgetränk und Knabbergebäck gemütlich machte, bezogen Papa und Sohn die saunaähnliche Schlafstätte. Sohn ordnete nochmal einen Schlafsackwechsel an, über den ich zu diesem Zeitpunkt nicht ganz unglücklich war: Meinen dicken, flauschigen Winterschlafsack wollte er gegen seinen etwas dünneren, durch meine Frau festivalerprobten Schlafsack austauschen. Gesagt, getan. Nachdem dann auch die Atzenmusik der Atzenparty bei den Atzennachbarn vier Häuser weiter verklungen war, konnte auch ich voller Vorfreude des schönen Morgens ins Traumland entgleiten.

Irgendwo zwischen dem Zeltaufbau und meinem nächtlichen Erwachen, muss mir ein Fehler unterlaufen sein: Es war plötzlich total unschön (sohnkompatibler Ausruck für Scheiße) kalt im Zelt. An der Zelthautinnenseite hatten sich kleine Kondenswasserrinnsale gebildet, die langsam den Zeltboden fluteten. Weil ich mich vor Schreck aufgesetzt habe und mit dem Kopf an der Zeltinnenseite entlangstriff, hatte ich entsprechend nasskalte Haare. Sohnemann ging es in seinem dicken Schlafsack prima, hat ganz friedlich geschlafen. Ich bin noch einige Male vor Kälte aufgewacht, um mir den Schlafsack bis unter die Nase zu ziehen.

Am nächsten Morgen haben wir uns dann durch den Keller ins Haus geschlichen. Sohn hat friedlich gespielt und Papa hat sich erstmal bei Kaffee und Decke auf der Couch aufgewärmt. Sohn fand das alles sehr spannend und möchte das gerne wiederholen. Papa auch. Aber am Klimamanagement müssen wir noch arbeiten.

Und am Ende nochmal für diejenigen, die meine Live-Berichterstattung via  Twitter verpasst haben, die Tweets der Zeltaktion:
  • Tonight's the night! Der Schlafplatz für die heutige Nacht ist schonmal vorbereitet.  http://twitpic.com/2c2alw
  • Ich bin ja ein bißchen Weichei, oder? Aber wir haben nur eine Iso-Matte. :)  http://twitpic.com/2c59ut
  • Für Papa gibt's noch Nacht-Entertainment auf PSP. Sohns Buch hat nicht auf's Foto gepasst. *g*  http://www.twitpic.com/2c59ut
  • Die angeblichen 2 Meter Zelt-Länge sind aber großzügig geschätzt. Ausstrecken Fehlanzeige.
  • Juchu. Nacht im Zelt überlebt. :-)
  • Erstmal einen Kaffee. Oh Zivilisation, Du hast mich wieder! Auch wenn ich heute Nacht nur 5 Meter entfernt von Dir geschlafen habe.
  • Zweiter Kaffee. Ich danke Sid Meier für die Erfindung der Zivilisation! Merke jetzt erstmal, wie mit die Knochen schmerzen.
  • Man sollte Herrn Kondens für die Erfindung seines Wassers in den Kerker stecken. Das Zelt war voll... VON INNEN! Alles nass!!
  • Kaffee Nummer 3. Kurz vor acht. Nu is aber Schluß. Jetzt wird die Mama geweckt, damit wir gemeinsam frühstücken können.
  • Kaffee Nummer 4. Frühstück beendet, ich könnte mich jetzt schlafen legen. Sohn putzmunter. Gleich wird das Zelt abgebaut.
 
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Hausmänner-Report
DAS EXPERIMENT
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Tischgespräche
 
   Impressionen einer Piratenparty
  Kategorie Unsere Zwillinge, erstellt am 29.06.2010 von Christian Klaproth
 
 
Um es gleich vorweg zu nehmen und den politisch geneigten Leser vom Weiterlesen irrelevanter Informationen abzuhalten: Hier geht es nicht um den Piratenparteitag, sondern um einen der wichtigsten Tage im Leben meines Sohnes. Seinem Geburtstag. Inklusive Piratenparty. Doch beginnen wir den Tag doch einfach mal morgens, kurz vor dem Aufstehen.

06:00 Uhr - Aufwachen, aufhorchen, durchatmen. Sohn liegt noch im Bett und schläft.
06:05 Uhr - Sohn wecken. Bei der Insgedächtnisrufung der Bedeutung des heutigen Tages verstummt das - das morgendliche Schlafdefizit anprangernde - Knatschen.
06:06 Uhr - Papa schafft es, Sohn ausreichend lange hinzuhalten, so dass sich Mama mit Kamera den besten Winkel erheischend positionieren kann. Nebenbei werden noch Kerzen entzündet.
06:07 Uhr - Sohn betritt die Küche und läuft auf seinen Platz zu. Alles, wirklich alles, rund um die langersehnte rote Eisenbahn von Playmobil herum wird ausgeblendet.
06:09 Uhr - Die überraschend anwesende Oma kann ihn kurzzeitig in die Realität zurückholen. Danach muss die Eisenbahn auf dem im benachbarten Raum zusammengesteckten Schienenkreis bespielt werden.
08:00 Uhr - Sohn wird im Kindergarten abgeliefert, wo er direkt mit Glückwünschen in Empfang genommen wird. Später erfahren wir, dass es einen Stuhlkreis zu seinen Ehren gab.
08:30 Uhr - Papa und Mama stehen an Jonis Grab und lassen einen riesengroßen Clownskopf-Heliumballon steigen. Bei strahlend blauen Himmel lässt sich der Ballon noch recht lange sehen, bevor als kleiner schwarzer Punkt, nur noch sehr schwer zu erfassen ist.
09:00 Uhr - Zu Hause eingetroffen beginnen die Vorbereitungen auf Hochtouren.
09:05 Uhr - Beginn des Trampolin-Aufbaus.
11:45 Uhr - Abschluss des Trampolin-Aufbaus. Das ging erfreulich schnell und unkompliziert.
12:00 Uhr - Kurzer Wettercheck: Leicht diesig aber sonnig. Bestens!
12:10 Uhr - Papa stößt auf einen alten Piratenschatz im Garten und denkt sich, coole Aktion für die Kids. Schnell wird eine Schatzkarte angefertigt, etwas angeflämmt und per Wachssiegel versiegelt. Authentisch!
12:30 Uhr - Mittagessen. Davor und danach Deko, Deko, Deko. Frau pustet insgesamt 190 Luftballons auf.
14:30 Uhr - Papa macht sich bereit, Sohn samt einiger Gäste vom Kindergarten abzuholen.
14:55 Uhr - Papa ist froh, dass die Gruppenleiterin seinen verzweifelten Blick richtig gedeutet und ihm geholfen hat, die wilde Meute ins Auto zu verfrachten.
15:00 Uhr - Ankunft im Garten und Überraschungsflash bei Sohn. Da steht ja ein Trampolin.
15:01 Uhr - Sohn liegt weinend auf dem Trampolin, weil er vermutlich etwas umgeknickt ist.
15:20 Uhr - Alle Gäste sind eingetroffen und sitzen am Tisch, Sohn packt Geschenke aus. Platzregen setzt ein.
15:30 Uhr - Wir finden uns alle im Wohnzimmer wieder und dürfen Sohn beim Spielen mit der Eisenbahn zusehen.
15:35 Uhr - Der Regen hat nachgelassen und Papa ruft alle wieder raus.
15:40 Uhr - Endlich essen wir Kuchen.
16:00 Uhr - Papa wirft den Grill an, Kinder feuern mit Wasser-Waffen auf den Grill. Und auf Papa.
16:15 Uhr - Papa entwickelt den größten Respekt vor der Leistung der ErzieherInnen im Kindergarten.
16:30 Uhr - Erste Würstchen warten auf die Bräunung.
16:50 Uhr - Es gibt Piraten-Würste in Piraten-Brötchen mit Piraten-Soße. Lecker.
17:00 Uhr - Papa erzählt was von einem alten Piraten-Kapitän der einen Schatz im Garten versteckt hat. 5 Augenpaare hängen lautlos an seinen Lippen.
17:05 Uhr - Papa erfährt, dass Piraten für die Schatzsuche eine Schatzkiste und eine Piratenlupe benötigen.
17:10 Uhr - Nach ausgiebiger Diskussion rückt Papa eine Schatzkarte raus. Schnell scheint die "X-Markiert-Die"-Stelle gefunden zu sein, aber der Schatz ist gut getarnt.
17:12 Uhr - Bravo! Der Schatz ist gehoben und die Beute wird verteilt.
17:30 Uhr - Erste Mütter treffen zur Abholung der Zwergpiraten ein.
17:32 Uhr - Die Zwerpiraten entdecken das Trampolin, welches zuvor kaum sichtbar in der Mitte des Gartens stand.
18:30 Uhr - Das Trampolin wurde ausreichend behüpft und die letzten Gäste verlassen das Gelände.
19:00 Uhr - Der Sandmann ist geschaut und Sohn im Bett.
19:30 Uhr - Papa und Mama genehmigen sich ein Bier. Das haben sie sich nach dem anstrengenden Tag verdient.
20:00 Uhr - Mama hört ihr Bett nach ihr rufen und folgt dem lieblichen Sirenengesang.
20:30 Uhr - Papa schaut ein unterhaltsames wenn auch torarmes Portugal-Gegen-Spanien-Spiel und macht sich ein zweites Bier auf. Der alte Säufer.
20:45 Uhr - Sohn scheint die Erlebnisse des Tages im Traum zu verarbeiten und ruft wirres Zeug.
20:50 Uhr - Als Papa vom Trösten wieder ins Wohnzimmer kommt, sitzt an der Stelle, wo kurz zuvor noch ein leckeres, kühles Bier stand, eine schwarze Katze und schaut unschuldig vom Tisch hinunter.
21:00 Uhr - Papa ist der Katze dankbar, dass sie ihm hilft, seine Alkohollust zu zügeln, wischt den Boden und geht frustriert ins Bett.

Aber es war ein richtig toller Geburstag. Meint zumindest Sohn. Und der muss es wissen.
 
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Börsdi Tuju
Halbzeit der Legislaturperiode
29.06.2006, Ein Jahr danach...
Niklas und Jonas sind da!!!

 
   Feta oder heute?
  Kategorie Unsere Zwillinge, erstellt am 26.04.2010 von Christian Klaproth
 
 
Das vergangene Wochenende lud mit seinem sonnenscheingetränktem Wetter förmlich zu Gartenarbeit, erstem zaghaften Planschen und natürlich Grillen ein. Nachdem wir unser ausgehobenes Gemüsebeet am Samstag endlich (ENDLICH!) mit schätzungsweise 40 40-Liter-Säcken Universalerde zugeschüttet haben und neben Erdbeeren nun auch jede Menge anderes Zeugs gepflanzt haben, hatten wir uns ein entspanntes Grillen auch redlich verdient. Mit ausreichend Warnhinweisen versehen (siehe Bild) brutschelten dann Würstchen und Fleisch vor sich hin.

Für Sohnemann ist es eine aufregende Zeit, kann er doch mit seinen fast vier Jahren endlich den Spielturm samt Rutsche und Schaukel vollumfänglich nutzen. Erfreulicherweise hat er dabei bereits eine Sicherheit erlangt, die es seinen Eltern erlaubt, auch dann ruhig sitzen zu lassen, wenn er seitwärts liegend die Buckelrutsche passiert.

Leider ist der gute Nik was den Gebrauch der deutschen Sprache angeht noch nicht ganz so sattelfest, wie auf der Rutsche. Insbesondere ein kleiner Sprachfehler bereitet uns im Moment Sorge und Schmunzelattacken zugleich. Schwierigkeiten bereitet ihm die Aussprache von "sp", oder besser geschrieben "schp". Stattdessen verwendet er ein "f". Aus spielen wird also ein fielen, aus Spaß ein Faß, usw. Auch Versuche, es deutlich vorzufrechen... 'tschuldigung... vozusprechen, erweisen sich als unfruchtbar. So wird aus einem "sch-p-ielen" ein "p-ielen sch".

Unweigerlich komisch wird es, wenn Söhnchen das gesprochene "f" für sich in ein "sp" verwandelt und seinen Vater die durch die Mutter aus der Küche zwecks Salatzubereitung beauftragte Frage zuruft: "Papaaaa? Ist Du Feta? ... Feta? Oder heute?".
 
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Ernsthafte Unterhaltungen
Eifgram

 
   Musica Flatulencia
  Kategorie Unsere Zwillinge, erstellt am 29.03.2010 von Christian Klaproth
 
 
Mit zunehmendem Alter und fortschreitender Entwicklung entdeckt Söhnchen immer mehr die Musik für sich und freut sich ein Loch in den Strumpf, wenn er den Text mitsingen kann. Er ist stolz wie Oskar, wenn er zwei bis drei Textzeilen vorsingen kann. Dabei ist es fast noch schöner, ihn dabei zu erwischen, wie er singt, wenn er nicht weiss, dass jemand zuhört. Wenn nämlich jemand zuhört oder noch schlimmer, wenn er mal auf Kommando eine kleine Passage zum Besten geben soll, dann werden gewisse Schlüsselwörter der Texte durch "Pupsi" ersetzt. Bisweilen kommen auch noch andere Körperaustöße dazu. *yieehk*

Wahrscheinlich gibt es im Kindergarten ein paar begnadete Texter. Hier mal das Best-Of der Top of the Pups:
  • Können wir das schaffen? Ja, wie schaffen das! Bob der Pupsi...
  • Stubbs der kleine Oster-Pupsi...
  • Ich bin Pupsi, das kleine Krokodil...
  • Sankt Martin ritt durch Pupsi und Ka-ka...
  • Benjamin, du lieber Pupsi-Pupsi...
  • Sandmann, lieber Pupsi, es ist noch nicht soweit...

Meistens enden diese Songs in einem Gacker-Flash. Beim Interpreten. Und auch bei den Zuhörern.
 
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Ernsthafte Unterhaltungen
Bei den Dinos...
Teilungsmuffel
Eifgram
Mama, ist Dir langweilig?
Niklas und Jonas sind da!!!

 
   Ernsthafte Unterhaltungen
  Kategorie Unsere Zwillinge, erstellt am 11.03.2010 von Christian Klaproth
 
 
Mit zunehmendem Alter entwickeln Kinder in ihrer Weltanschauung Ängste und Sorgen, die es fachmännisch und -fräulich ernstzunehmen gilt. Auch wenn es auf beiden Seiten der Bettkante Tränen gab, möchte ich Euch doch die folgende Unterhaltung mit meinem Sohn nicht vorenthalten, die im Nachhinein betrachtet recht unterhaltsam ist.

Zur Zeit interessiert sich mein Sohn sehr stark für das Universum, die Sterne und die Planeten, sowie auch deren Begleiter, die Monde. Die Frage, wo die Sonne nachts ist, konnte er mir selbstverständlich sofort erklären: Sie steckt im Mond drin. Deshalb leuchtet der Mond nachts ja auch. Die Ungläubigkeit, die sich in meinem Gesicht abgezeichnet haben muss, konnte er durch einen wissenschaftlichen Beleg wegwischen. Er griff zu seinem Plüsch-Kuschel-Mond und zeigte mir, dass dieser auf der Rückseite ein kleines Geheimfach hat, in das man einen kleinen Stern stecken kann. Dort kriecht die Sonne abends also rein und kommt dort morgens ganz langsam wieder heraus. So logisch, so einfach.

Im weiteren Verlauf unserer Astronomie-Revue kamen wir auf die Mondoberfläche zu sprechen. Diese ist durch Meteoriten-Einschläge ganz schön durchlöchert. Plötzlich war Sohnemann ganz aufgeregt und erzählte mir, er habe Angst rauszugehen, weil ihm dann ja ein Meteorit auf den Kopf fallen könne. Meine Erklärungsversuche von wegen Mond und keine Atmosphäre und verglühenden Meteoriten in der Erdatmosphäre kann ich vielleicht in ein paar Jahren nochmal starten. Akut verschlimmerte es das Problem nur: Nun hatte er nicht nur Angst, dass ihm ein Meteorit auf den Kopf fallen können, nein, dann würde er ja auch noch brennen.

Ich versicherte ihm, dass es nicht vorkommen wird, dass ihm auf der Erde ein Meteorit auf den Kopf fallen wird. "Ja, aber WENN..." ist ein gern und häufig angewandtes Stilmittel. Als auch meine höchstwissenschaftlichen Erklärungen nicht mehr fruchteten, griff ich den Satz auf, und sagte, ja wenn mir denn ein brennender Meteorit auf den Kopf fallen würde, dann wäre ich tot und würde in den Himmel kommen. Dann würde ich Joni wiedertreffen. "Und wenn mir und Dir und Mama ein Meteorit auf den Kopf fällt, dann sind wir alle im Himmel." Das konnte ich nur bejahen.

Nach einer kurzen Bedenkzeit sagte Nik dann mit leicht weinerlicher Stimme: "Aber dann ist ja unser Haus leer." Auch das musste ich bejahen. Nun brach es förmlich aus ihm heraus und Kummer und Sorge zeichneten sich in seinem tränenüberströmten Gesicht ab: "Aber wenn das Haus leer ist, dann kommt ein Dieb und nimmt mein Spielzeug mit. Und wenn ich wieder zurückkomme ist mein Spielzeug weg und dann bin ich traurig." Drama, Drama. Ich erklärte ihm, dass man aus dem Himmel nicht wieder zurückkehren würde, wenn man gestorben ist. Und da kam es wieder, das hypothetische Stilmittel: Ja Papa, aber WENN ich wieder zurückkomme und die Spielsachen weg sind, DANN bin ich traurig. Okay. Ich nahm seine Sorge ernst und tröstete ihn noch ein bißchen. WENN wir gehen, und beabsichtigen wiederzukommen, DANN schliessen wir nämlich auch alles ab. Da war er dann doch beruhigt. :)
 
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Bei den Dinos...
Teilungsmuffel
Eifgram
Mama, ist Dir langweilig?
Niklas und Jonas sind da!!!
Folgebeiträge...
Musica Flatulencia
Feta oder heute?
 
   Bei den Dinos...
  Kategorie Unsere Zwillinge, erstellt am 10.03.2010 von Christian Klaproth
 
 
Am letzten Wochenende fand ein Papa-Sohn-Ausflug statt. Das Ziel war die  Dinosaurier-Sonderausstellung im Museum Koenig in Bonn. Und um das vorwegzunehmen: Die Fahrtzeit von etwas über einer Stunde hat sich wirklich gelohnt. Zwar ist Sohnemann noch nicht wirklich ein Museumsgänger im klassischen Sinne, aber er hatte jede Menge Spaß, und ist das Kind gesund, freut sich der Mensch. Oder so ähnlich. Schautafeln waren von geringem Interesse, stattdessen wurde Papas Ausdauer einer Belastungsprobe unterzogen, denn das dreistöckige Museum sind wir fünfmal abgelaufen.

Ausgestellt sind dort in Bonn rund ein Dutzend Dinos und 5 Dino-Eier (Zitat Sohn: Guck mal, Schildkröten!), mal als Skelett, mal als "lebensechtes" Modell. Bereits im Vorfeld hatte ich meinem Sohn erklärt, dass die Dinosaurier schon vor Millionen von Jahren ausgestorben sind, und die dort im Museum zu sehenden Dinos nicht echt sind. In der Ausstellung zeigte er auch keinerlei Scheu. Im Gegenteil. Unter den strengen Augen der Museumswärter musste ich ständig aufpassen, dass er die Dinos nicht anfasst. Das ist nämlich verboten. Und obwohl Sohnemann nichts angefasst hat, wurde ich von einem brummeligen alten Museumsangestellten aufgeklärt, dass ein 7jähriger am Exponat Nummer 8 bereits einen Knochen abgebrochen hätte. Sehr aufschlussreich.

Das unumstrittene Highlight der Sonder-Ausstellung ist das im Innenhof des Museums aufgebaute beheizte Zelt. Dort steht das Skelett eines - aus meiner Erinnerung hätte ich ihn  Brontosaurus bezeichnet, aber dort war es eine andere Gattung - gigantisch hohen und langen Dinosauriers. Die Ausmaße lassen sich vielleicht ansatzweise erahnen, wenn man sich das Foto anschaut. Allein der Fuß ist mal so groß, wie mein Sohn. Für den kleinen Mann war das Zelt übrigens auch das Highlight, aber aus einem anderen Grund: Die kleinen Museumsbesucher dürfen dort in einem großen Sandkasten selber Archäologe spielen und ein Dino-Skelett freilegen. Und während ich viele Eltern mit ihren Kindern kommen und sehen kam, war mein Sohn der Dauergast in diesem Sandkasten.

Neben den Dinos bietet das Museum übrigens noch zahlreiche weitere beeindruckende Tiermodelle aus unterschiedlichen Klimazonen, wie z.B. der Antarktis oder der Savanne. Gruselig wurde es, als wir an einem etwa 100fach vergrößerten Modell einer Ameise vorbeikamen. Das war Sohnemann nicht geheuer. Dafür konnte er von dem riesigen gefräßigen Aligator nebenan nicht genug bekommen. :)

Alles in allem ein schöner Ausflug und als Ausflugsziel mit kleinen Kindern auch weiterzuempfehlen.
 
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Ernsthafte Unterhaltungen
Musica Flatulencia
 
   Teilungsmuffel
  Kategorie Unsere Zwillinge, erstellt am 09.03.2010 von Christian Klaproth
 
 
Es ist ernüchternd und amüsant zugleich, wenn Sohnemann zunächst einsichtig und lieb erscheint und dann kindlich naiv aber doch andersherum will. So geschehen letztens, während des Genusses eines mit Schokotröpfchen durchsetzten Stütchens, bei dem sich folgendes Gespräch zwischen Vater und Sohn zutrug:

Papa: Oh, was ist das denn leckeres?
Sohn (mit vollem Mund): Ein Fokobrötfen.
Papa: Mmmhm. Das sieht aber lecker aus. Schmeckt das gut?
Sohn: Ja. Papa, willst Du mal prodieren? (Sohnisch für "probieren")
Papa: Oh ja, sehr gerne! (Erwartungsvolles Ausstrecken der Hand...)
Sohn: Dann musst Du mich fragen, Papa.
Papa: Achso. Ja also dann. Darf ich von Deinem Brötchen etwas probieren?
Sohn: Nein.

Hmpf.
 
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Eifgram
Mama, ist Dir langweilig?
Kindermund...
Schleichende Entwicklung
Niklas und Jonas sind da!!!
Folgebeiträge...
Ernsthafte Unterhaltungen
Musica Flatulencia
 
   Eifgram
  Kategorie Unsere Zwillinge, erstellt am 04.03.2010 von Christian Klaproth
 
 
Die März-Bloggerei starte ich mal mit einer Quizfrage: Was ist ein Eifgram? Nun, soviel darf ich vorab verraten, es ist eine Wortschöpfung meines Sohnes. Tante  Goggel liefert für den Begriff gerade mal einen einzigen Treffer, der allerdings nicht wirklich zielführend ist, wenn es um die Beantwortung dieses Rätsels geht. Ich habe auch einige Zeit benötigt, bis ich dahinter gekommen bin, von was Sohnemann da ganz aufgeregt erzählt und ganze Lieder singt. Hier mal die Tipps, die den Begriff eingrenzen:
  • Im Spaceshuttle fliegt ein Eifgram mit.
  • Diesel 10 hat einen Eifgram.
  • Mit einem Autotür-Getränkehalter, einer abgewickelten Papp-Küchenrolle und einer gehörigen Portion Fantasie, kann man einen improvisierten Eifgram basteln.

Viel Spaß beim knobeln, die Lösung gibt es in ein paar Tagen. :)

Update: Haha, mittlerweile gibt es für den Suchbegriff Eifgram zwei Treffer.

Update 2: Wie in den Kommentaren mittlerweile zu lesen ist, lautet die Lösung des Rätsels "Greifarm".
 
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Mama, ist Dir langweilig?
Kindermund...
Von Lumpen und Laternen
Nackte Nachbarin und überzeugende Argumente
Kausalzusammenhänge
Niklas und Jonas sind da!!!
Folgebeiträge...
Teilungsmuffel
Ernsthafte Unterhaltungen
Musica Flatulencia
Feta oder heute?
 
   Mama, ist Dir langweilig?
  Kategorie Unsere Zwillinge, erstellt am 25.02.2010 von Christian Klaproth
 
 
Ach ja, wie ist das schön, die Welt durch Kinderaugen (zumindest annähernd, je nachdem, was sie verbal preisgeben) zu erleben. Neulich durfte ich einer Diskussion zwischen meinem Sohn und meiner Frau beiwohnen, in der es darum ging, was die Mama so macht, wenn der Krümel im Kindergarten ist.

Sonh: Mama, was hast Du gemacht, als ich im Kindergarten war?
Mutter: Ich war arbeiten.
Sohn: Und was noch?
Mutter: Danach bin ich nach Hause gefahren.
Sohn: Und was noch?
Mutter: Dann habe ich essen gekocht.
Sohn: Hmm.. und was noch?

Kinder haben ja so eine unglaublich rücksichtsvolle und schonende, aber auch hartnäckige Art, ihren Wissensdurft zu stillen. Entsprechend des Genervtheitsgrades eines Erwachsenen, könnte eine Taktik darin bestehen, den Wissenshunger durch Übersättigung zu stillen...

Mutter: Dann habe ich gegessen, die Spülmaschine ausgeräumt, wieder eingeräumt, Wäsche sortiert, die Waschmaschine gestartet, Staub im Wohnzimmer gewischt, die Böden gesaugt, den Küchenboden gewischt, die Spülmascheine erneut ausgeräumt, die Wäsche aufgehangen, eine neue Waschmaschinenladung gestartet und allgemein etwas aufgeräumt. Und dann habe ich Dich aus dem Kindergarten abgeholt.
Sohn denkt kurz nach und sagt dann: Hää? War Dir langweilig?

Herrlich.
 
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Kindermund...
Von Lumpen und Laternen
Nackte Nachbarin und überzeugende Argumente
Folgebeiträge...
Eifgram
Teilungsmuffel
Ernsthafte Unterhaltungen
Musica Flatulencia
 
   Kugelrund
  Kategorie Privat, erstellt am 21.01.2010 von Christian Klaproth
 
 
Mein Sohn muss sich anfangs auch gefragt, ob sein Vater am Rad dreht, als er damit begann, eine kleinen Schneeball durch den Garten zu rollen. Aber wir hatten uns nunmal vorgenommen, einen Schneemann zu bauen... und der besteht - wir wissen das - aus wohlgeformten Kugeln.

Leider liessen die Pappeigenschaften (nein, damit ist nicht die Kreativität oder die Kraft des Papas gemeint, sondern die Klebrigkeit) des Schnees bei saftigen Minusgraden zu wünschen übrig, und so dauerte es bestimmt eine halbe Stunde, bis die unterste Kugel des zukünftigen Schneemanns auch nur annähernd die Größe erreicht hatte, die sich der ehrgeizige Vater vorgestellt hatte. Sohnemann hatte unterdessen das Interesse am Bau des vor dem geistigen Auge schillernden Schneemannes verloren und rutschte mit deinem Schlitten durch den Garten. Ganz zu schweigen davon, dass er auch kein Ohr für die physikalischen Erklärungen des Vaters übrig hatte, der erklärte, dass unter der Last des Schneeballs, der Schnee unter der Kugel anschmilzt und doch pappt... egal.

Mittlerweile dämmerte es bereits, aber der Bau der zweiten Kugel war fast abgeschlossen. Der Kopf wurde dann in fast vollständiger Dunkelheit fertiggestellt. Nik fand es klasse, Papa wurde langsam kalt. Zumindest an Händen und Füßen. Der Rest war durch die Bewegung schön warm. Das Finishing fiel uns durch die großzügige Spende zweier Knöpfe und einer Möhre durch die Frau des Hauses recht einfach: Fertig war der Schneemann.

Am zweiten Tag seines - das darf ich vorwegnehmen - kurzen Daseins, bewies der Schneemann bei Tauwetter und leichten Plusgraden, echtes Stehvermögen. Trotz bedrohlicher Neigung, stand er noch zwei Tage, bevor - in uns erwacht eine unangenehme Vorahnung - nach einem kurzen Regen als erstes der Kopf fiel und sich in ein kleines weisses Häufchen verwandelte. Später folgten auch die Arme, die der letzjährige Weihnachtsbaum aufopferungsvoll zur Verfügung gestellt hatte.

Heute zeugt nur noch ein kleines Fleckchen dreckigen Schnees davon, welcher stolzer Schneemann einst dort stand. Nik ist sehr traurig, freut sich aber schon auf den nächsten Schnee. Und Papa hofft, dass dieser noch bis Weihnachten auf sich warten lässt.

Hier noch die passende Fotostrecke:  Schicksal eines Schneemanns
 
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Spuren im Schnee

 
   2010
  Kategorie Privat, erstellt am 04.01.2010 von Christian Klaproth
 
 
Ich wünsche allen Lesern meines Blogs ein frohes neues Jahr 2010, Ihr wisst schon, das Jahr, in dem wir  Kontakt aufnehmen. Das Jahr der lustigen  Agenda. Das Jahr, dessen zwanzigster Oktober vermutlich ein begehrter Hochzeitstag sein wird.

Auch wenn die traditionellen Jahresrückblicke, ähnlich wie Schokoladenweihnachtsmänner und -Osterhasen immer weiter vorverlegt werden, so blicke ich erst heute zurück auf das Jahr 2009, dem Jahr der Wirtschaftskrise, Abwrackprämie und Schweinegrippe. Und ich nutze meine exakt 60 Blog-Einträge, die während dieser Zeit entstanden sind, um mich - und Euch - an einige Geschehnisse zu erinnern.

Ein wirkliches Highlight, dass sich zu einem integralen und wunderbar akzeptierten Bestandteil unseres Lebens entwickelt hat, ist der Kindergarten, in den unser ständig " Warum?"-fragendes Söhnchen seit August geht. Vom ersten Tag an geht Nik gerne dorthin und hat auch schon richtig dicke Freundschaften geschlossen. Seitdem macht er auch meist verblüffende Entwicklungen und Fortschritte mit, die deshalb so faszinierend sind, weil sie nicht durch uns - also die Eltern - angestossen werden, sondern von "auswärts" kommen. Ganz deutlich bemerke ich das bei Liedern, die zwischendurch beim Spielen angestimmt werden. Da kommt es dann auch schonmal vor, dass der Tannenbaum nicht nur zur Winterzeit glüht. Und im selben Atemzug der Liedzeile wird man darüber aufgeklärt, dass das Lied zwar von Blättern spricht, der Baum aber Nadeln hat. "Wunderschöne Nadeln", wie Nik feststellte, als wir den diesjährigen Weihnachtsbaum gemeinsam geschmückt haben. Der Vollständigkeit halber sei auch noch erwähnt, dass in 2009 sowohl Schnuller als auch Windeln an den Nagel gehangen werden. Natürlich nur bildlich. Volle Windeln landeten natürlich immer im Windeleimer.

2009 war auch ein Jahr, in dem wir Joni sehr vermisst haben. Gerade Feierlichkeiten - wie der dritte Geburtstag der Jungs, zum ersten Mal ein Geburtstag ohne Joni - rücken den schmerzlichen Verlust immer besonders in das Bewusstsein zurück.

Das Anti-Highlight des Jahres 2009 war sicherlich die Erkenntnis, mit schätzungsweise 600 bis 1200  Untermietern unter einem Dach - genauer gesagt unter einem Dachbalken - zu wohnen. Gruselig, eklig, abartig. Hätten sich die Wespen nicht durch die Wand in unsere Wohnräume gefressen, hätten wir sicherlich nix von der Existenz eines Nestes erfahren und der Sommer wäre friedlich zu Ende gegangen. Aber so...

Hobbymäßig war 2009 ein recht desaströses Jahr, hat sich doch zunächst die Wii mit einem  Laufwerksschaden verabschiedet, später dann meldete die PS3 mit einem  gelben Licht, dass ihr Ende nah wäre und der Betrieb schonmal eingestellt wird. Inhaltlich ingegen, war 2009 für die PS3 ein hervorragendes Jahr: Mit  Killzone 2, inFamous, Fat Princess,  Uncharted 2 und Ratchet & Clank Future: A Crack In Time war so viel hochkarätiger Stoff vorhanden, dass die Zeit gar nicht für alles reichte. Und das waren "nur" die Exklusiv-Titel!

Zuletzt noch der Hinweis, dass ich - mittlerweile im Web 2.0 angekommen - auch  Twitter für mich entdeckt habe. Wer mir dort followen (auf deutsch: folgen) möchte, findet mich  hier.
 
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Frohe Weihnachten 2008?
2007 ... 2008
2006 ... 2007

 
   Kindermund...
  Kategorie Unsere Zwillinge, erstellt am 10.12.2009 von Christian Klaproth
 
 
Ich glaube, nun haben wir als Eltern endgültig unsere Autorität verloren - sofern wir sie denn jemals wirklich besessen haben und Niklas uns das nicht nur Glauben machen wollte.

Wir saßen also letztens abends zusammen im Wohnzimmer, um uns gemeinschaftlich vom Sandmann hochoffiziell den Traumsand in die Augen streuen zu lassen. Doch noch bevor es richtig dazu kam, verteilte Nik die in die Runde mitgebrachte Wäscheklammern, mit denen er zuvor gespielt hatte. Sein oberwitziger Vater - also ich - kam dann auf die glorreiche Idee, man könne sich die Wäscheklammer ans Ohrläppchen klippen.

"Christian!!!", pfiff es es mir scharf von meiner Frau entgegen. "Mach das nicht, Du bist doch ein Vorbild!". "Kistian ist kein Vorbild, er ist nua Papa! Nua!!", ergriff mein Sohn Partei für mich. Har-har. Triumphal grinsend und meinen Sohn auf meiner Seite wähnend, steckte ich mir die Wäschklammer an den Bart.

Vom Bart pflückte Sohnemann die Klammer weg, was mir kurzzeitig Schmerzen und eine entsprechende Lautäußerung verursachte und meinen Sohn zu der Aussage brachte: "Papa, Du bist doof." Gerade noch schmerzbenommen hole ich Luft, um auf's vehemenslichste zu widersprechen. Sowas sagt man aber nicht, wie kannst Du nur, ja hast Du denn gar keinen Respekt, geh mal vor'm Ende... die Palette der Sprüche, die  Katia Saalfrank tagtäglich zu hören bekommt, lag mir quasi auf der Zunge, geriet aber mit meinen Erkenntnissen nach  Gordon in Konflikt, was mich zu einem Moment der Innehaltung zwang.

Diesen kurzen Moment meiner perplexen Lethargie nutzte jedoch mein Sohn, um sich an seine Mutter mit der folgenden völlig ernsthaft und mit Bestätigung erwartender Betonung gestellten Frage zu wenden. "Du Mama, der Papa ist doch doof, oder?".

Da sah ich sie in meiner hilflosen Sprachlosigkeit sitzen: Weiße aufeinander gepresste Lippen, der ganze Körper bebend, die Wangen tränenüberflutet. Meine Frau. Im inneren Konflikt. Hin- und hergerissen. Auf der einen Seite die Mutter, die erzieherische Strenge, die das Kind zurechtweisen möchte, auf der anderen Seite das Gewissen, welches ermahnt, die Wahrheit zu sagen. Und so stand für diesen Abend fest: Ja, der Papa ist doof.

Hmpf.
 
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Schleichende Entwicklung
Vorweihnachtsstimmung
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Nackte Nachbarin und überzeugende Argumente
Kausalzusammenhänge
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Verblüffende Kinderlogik
Niklas und Jonas sind da!!!
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Mama, ist Dir langweilig?
Eifgram
Teilungsmuffel
 
   Schleichende Entwicklung
  Kategorie Unsere Zwillinge, erstellt am 04.12.2009 von Christian Klaproth
 
 
Es ist zur Zeit äußerst faszinierend, zu sehen, wie sich ein Kind entwickelt - speziell das eigene Kind - wenn es in den Kindergarten kommt und dort in Abwesenheit der Eltern Dinge lernt. Okay, da werden auch Sachen mit nach Hause gebracht, die auf Anhieb nicht bühnenreif sind, wie zum Beispiel das Zungerausstrecken. Aber Sankt-Martins-Lieder (stehen immernoch hoch im Kurs und werden zunehmend mit Melodie gesungen, aber nie auf Kommando), Abzählreime und der  Dosenkeksklau (auch bei  Jugendlichen beliebt) sind sehr erheiternd.

Dafür passieren aber auch so verblüffende Dinge, wie in folgender Situation: Seit Ende November hängen bei uns in der Küche zwei selbstbefüllte Adventskalender für die Männer (natürlich von der Mama befüllt, die wiederum einen Schatz der Zaren-Kalender einer edlen Schokoladenmarke einer täglichen Öffnung unterzieht). Diese Kalender haben einzelne, nummerierte Beutelchen. Aus Scherz sagten wir Sohnemann am ersten Dezember, er solle nun mal die Eins suchen. Sehr verblüfft waren wir, als er sie auch tatsächlich fand! Und nicht nur das. Er zeigte auch auf einen kleinen Porzellan-Weihnachts-Zug, in dessen Waggon ein Päckchen liegt, auf dem eine Eins steht. "Da steht wieder schon eine eins. Ja. Wieder schon. Mensch Maja, gibt's ja nicht." Ist schon süß der Kleine. Scheinbar hat er dieses ominöse Zahlenwissen aus dem Kindergarten. Sein "Mensch Maja", was wohl ein "Mensch Meier" sein soll, stammt auch daher. Das Auffinden anderer Zahlen klappt auch schon prima, vorausgesetzt, die sind nicht allzu verschnörkelt geschrieben, logo.

Bin mal gespannt, wie sich die "Türchensuche" gestaltet, wenn wir in den zweistelligen Zahlenbereich eindringen.
 
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Vorweihnachtsstimmung
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   Vorweihnachtsstimmung
  Kategorie Privat, erstellt am 23.11.2009 von Christian Klaproth
 
 
Es wird schon recht früh dunkel und auch erst spät hell, die Fenster der Häuser sind durch bunte Licherketten hell erleuchtet, Kinder malen und schreiben schon fleißig an Wunschlisten für den Weihnachtsmann und im Supermarkt beginnt schon fast der Ausverkauf der Schokoladenweihnachtsmänner, da ja schon in ein paar Wochen Platz für die Schokoladenosterhasen geschaffen werden muss. Rischtööösch, es ist Mitte November!

Nun könnte sich theoretisch, aber nur THEORETISCH, bei einem Weihnachtsmuffel wie mir schon ein gewisses Basis-Level an Weihnachtsstimmung einstellen, da ja auch schon die ersten Weihnachtsmärkte geöffnet haben. Es duftet nach Weihnachtsgebäck und nach Glühwein (okay, auch nach Met *würg*), Weihnachtslieder erklingen von hier und da, und man sieht leuchtende Kinderaugen ob der vielen kunsthandwerklichen Basteleien. Aber dennoch stellt sich ziemlich genau einen Monat vor Weihnachten kein Weihnachtsgefühl bei mir ein.

Vielmehr drängt sich mir die Frage auf, ob ich überhaupt noch Winterschlappen auf den Wagen aufziehen lassen soll. Waren es doch bei unserem ersten Weihnachtsmarkt-Besuch in diesem Jahr, in diesem Monat, also dem November, ganze 17 Grad! In Worten: siebzehn!! PLUS!!! Ich kann mich nicht erinnern, wann ich schonmal mit offener Jacke und dünnem Pullover drunter über einen Weihnachtsmarkt geschlendert bin. Unter diesem Gesichtspunkt darf man schonmal hinterfragen, ob das Betreiben einer künstlichen Schneerodelbahn klimatechnisch nicht etwas verwerflich ist. Aber gut, Niklas hatte seinen Spaß beim Zugucken.

Vielleicht sollte ich meinem Sohn auch nicht mehr vertrösten, dass der Weihnachtsmann üblicherweise dann erst kommt, wenn draussen Schnee liegt (künstlicher Schnee zählt nicht!). Er könnte sonst befürchten, dass es dieses Jahr keine Beschehrung gibt. Naja, etwas Gutes hat das milde Wetter dann doch: Wir sparen Heizkosten.
 
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Von Lumpen und Laternen
Nackte Nachbarin und überzeugende Argumente
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Niklas und der Weihnachtsmann
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Schleichende Entwicklung
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   Von Lumpen und Laternen
  Kategorie Unsere Zwillinge, erstellt am 16.11.2009 von Christian Klaproth
 
 
Ein großes und begeisterndes Event neigt sich in diesem Jahr dem wohlverdienten Ende zu: Sankt Martin. Gemessen an den Vorbereitungen und allem Drum und Dran kommt es mir größer vor, als Geburtstag und Ostern zusammen. Das spiegelt sich auch in Niks Begeisterung wider.

An drei Laternenumzügen haben wir dieses Jahr teilgenommen. Den Auftakt bildete der Umzug im  Regenbogenland, gefolgt vom Zug des Kindergartens. Den krönenden Abschluß bildete der Umzug unseres Stadtteils, an dem mehrere Kindergärten und die Grundschule teilnahmen.

Schon seit mehreren Wochen üben die Kinder im Kindergarten Sankt-Martin-Lieder. In mehreren Generalproben ist Niklas bei uns im abgedunkelten Wohnzimmer mit seiner Laterne ( selbstgebastelte von Mama, bzw. selbstgebastelte aus dem Kindergarten) im Kreis gelaufen und hat immer wieder gesungen: "Im Schnee da saß ein alter Mann, hat Kleider nicht, hat Lumpen an... oh hilf mir Herr in meiner Not, sonst ist der bittere Frost mein Tod." Diese Textzeile scheint es ihm besonders angetan zu haben. Und ich muß zugeben, dass ich ziemlich baff war (und ich glaube, ich habe mit offenem Mund vor meinem Sohn gestanden), als er das zum ersten Mal von sich gab. Ich will es mal voller Stolz so ausdrücken: Eine Lernschwäche kann ich im Moment nicht erkennen. :) Wohl allerdings eine Gesangsschwäche. Während er die zeitlichen Abstände prima einhält, singt er die Lieder momentan mit einem einzigen Ton. *g*

Die Bilanz: Drei Umzüge, vier Weckmanntüten (eine gab's am verkaufsoffenen Sonntag zuvor in der Stadt) und die Erkenntnis, dass man die Pfeife des Weckmanns NICHT essen kann.

Heute folgen noch ein paar Sankt-Martin-Nachwehen: Das Papa-Kind-Weckmann-Backen im Kindergarten. Da freue ich mich schon ganz besonders drauf, weil Sohnemann immer so stolz ist, wenn er mir im Kindergarten mal alles zeigen kann.

Update: Leider entfällt das Weckmannbacken, weil die Erzieherin krank geworden ist. Trotzdem war die Laternen-Saison dieses Jahr ganz toll.
 
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Nackte Nachbarin und überzeugende Argumente
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   Nackte Nachbarin und überzeugende Argumente
  Kategorie Unsere Zwillinge, erstellt am 04.11.2009 von Christian Klaproth
 
 
Bereits in vergangenen Einträgen konnte ich nicht damit zurückhalten, wie faszinierend ich die kindliche Logik unseres Sohnes finde. Letztens führten wir eine kurze Diskussion, bei der ich im nachhinein denke, mein Sohn muss ja sonstwas von seinem Papa denken. Als ob er hinter seiner nackten Nachbarin her wäre. Tststs.

Nackte Nachbarin

Eines nachmittags steuern wir fußläufigerweise den Bäcker unseres Vertrauens an und kommen unausweichlich am Haus unserer Nachbarin vorbei. Zumindest wenn wir den kürzesten Weg zum Bäcker nehmen. Unsere Nachbarin - das weiss auch der Nik - zieht demnächst um. In seinem unbremslichen Mitteilungsdrang klärt mich also mein Sohn auf, dass unsere Nachbarin dort nicht mehr wohne. Nun wunderte ich mich etwas, dass der Umzug schon vollzogen sein soll, da mir ein entsprechender Hinweis nicht zugetragen worden ist. Da ich aus meiner schier unerschöpflichen Erfahrung weiss, dass ein Umzug aus einem Auszug und einem anschliessenden Einzug besteht, werde ich also meinen Sohn fragen: "Ja wie? Ist die Lisa (Anm.d.Red.: Name geändert) schon ausgezogen?" Woraufhin mein Sohn in seine Antwort all die Empörung eingebracht hat, die ein dreijähriger so an den Tag legen kann: "Neeeiiiiiin. Die schläft doch hier gar nicht mehr.". Hmpf. Ich hoffe nun, dass mein Sohn nicht nachhaltig daran glaubt, sein Vater interessiere sich für den Bekleidungsgrad seiner Nachbarinnen. Peinlich.

Überzeugende Argumente

Es ist Teil unseres Abendrituals geworden, dass ich Nik auf eine besondere Art und Weise in sein Bett trage. In den meisten Fällen wünscht er sich den rückenmaltretierenden Gabelstapler. Dabei bin ich der Gabelstapler und meine nach vorne abgewinkelten Arme sind die Gabeln. Darauf liegt er dann und gackert, wenn der ausgestreckte Meter nicht durch die etwas schmalere Tür passt. Gelegentlich - aber selten - kommt es vor, dass er sich eine andere Transportart wünscht. Letztens zum Beispiel, da wollte er Huckepack genommen werden. Und an dieser Stelle möchte ich genau schildern, was passiert ist, auf das es anderen Vätern eine Warnung sei.
Mein Sohn flüsterte mir also etwas so leise zu, dass ich mich zu ihm runterbeugen und nachfragen musste. "Hu-cke-PACK", flog es mir förmlich und spürbar entgegen. Zu dem P in Hucke-P-ack gesellte sich etwas Speichel und Speisequark, den er zuvor gegessen hatte. Da er normalerweise nicht zu einer feuchten Aussprache tendiert, werte ich das als Bestandteil seiner infantilen Taktik. Ich richtete mich also wieder auf und nutze beide Hände, um mein Gesicht zumindest von den gröbsten Tröpchen zu befreien. In diesem Moment sah ich nicht, dass Nik bereits ausholte... wahrscheinlich, um mir einen Entschuldigungsklaps oder sowas zu geben. So einen freundschaftlichen Tätschler, der sagen soll, entschuldige Papa, soll nicht nochmal vorkommen. Leider landete der Tätschler unerwartet in den Weichteilen des unvorbereiteten Vaters, was ihn buchstäblich in die Knie zwang. Sohnemann erkannte die Gelegenheit, umkreiste mich, nahm kurz Anlauf. Und schwups, schon hatte ich einen 16 Kilo Rucksack auf dem Rücken hängen. Eine durchaus überzeugende Weise, mich dazu zu "bewegen", ihn Huckepack zu tragen.
 
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   Kausalzusammenhänge
  Kategorie Unsere Zwillinge, erstellt am 29.10.2009 von Christian Klaproth
 
 
Was für eine Nacht... Vor allem, was für eine kurze Nacht...

Ich frage mich gerade ernsthaft, ob es einen Kausalzusammenhang zwischen spätem Schlafengehen und frühem Aufstehen gibt. Aus meiner eigenen Erfahrung kenne ich das Phänomen, dass wenn man spät ins Bett geht, man am nächsten Morgen - sofern nicht durch andere im Haushalt lebende Individuen verhindert - auch länger schläft.

Bei meinem Sohn läuft das hingegen anders, und das auch schon zum wiederholtem Male, nur diesmal so extrem, wie noch nie zuvor. Gestern ging er erst um Viertel nach acht ins Bett (etwa eine Stunde später als üblich), um dann heute um 04:00 Uhr (etwa zwei Stunden früher als sonst) nach seinem gebeuteltem Erzieher zu rufen. Mit völlig verschlafener Stimme und geschlossenen Augen offenbarte er mir im Halbschlaf, dass er nicht mehr schafen könne. Hmpf. "Aber Du siehst noch ganz müde aus." - "Nein, Kiestian, bin schon wach. Kann nicht mehr schlafen.".

Der Herr wollte etwas lesen. Immerhin selber. Ich bin zu so früher Stunde (und quasi aus dem Tiefschlaf gerissen) gar nicht in der Lage, etwas vorzulesen. Dafür bekam ich bei meinem anschliessenden Versuch, noch eine Mütze Schlaf abzugreifen, durch das Babyfon, das Buch von der Müllabfuhr vorgelesen. Als er etwas später auch noch anfing, Laternenlieder zu singen, fand ich das zwar ganz niedlich, um meine Nachtruhe war es allerdings geschehen.

Vermutlich gibt es hier gar keinen kausalen Zusammenhang. Vielmehr scheint das Gesetz von Murphy in der Beziehung von Eltern und Kind zu greifen: Zögern wir das Zu-Bett-Gehen abends auf Kosten unserer Nerven noch etwas hinaus, dürfen wir zur Belohnung morgens etwas früher aufstehen. Aber hey, so haben wir ja auch mehr vom Tag! :-)
 
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   Wer ist hier der Boss?
  Kategorie Unsere Zwillinge, erstellt am 19.10.2009 von Christian Klaproth
 
 
Mein letzter Eintrag liegt nun schon ungewöhnlich lange zurück, und wer ab und an mein Gezwitscher auf  Twitter verfolgt hat, wird auch schon mitbekommen haben, dass ich krank war. Genaugenommen war die ganze Familie vorrübergehend lahm gelegt.

Alles begann mit einem harmlosen Schnupfen bei Niklas und der alljährlichen Grippeschutzimpfung bei seinen Eltern. Der Kinderarzt riet uns dazu, bei Nik mit der Impfung noch zu warten, da er wohl etwas ausbrüten würde. Dem war auch so. Terror-Krümel war einen Tag lang etwas krank. Der reichte aber aus, um die grippeschutzimpfungsgeschwächten Immunsysteme seiner Mitbewohner vor eine unlösbare Aufgabe zu stellen. Und so wurden meine Frau und ich krank. Aber so richtig. So richtig richtig, mit Krankenschein und Schüttelfrost.

Wie dem auch sei, mittlerweile ist alles überstanden, und bis auf die jahreszeittypischen Rotznasen, ist alles wieder in bester Ordnung. Apropos Ordnung. Unser Sohn hat nun auch mal für geklärte Ordnung der Machtverhältnisse in unserer Familie gesorgt.

Als ich ihn neulich bat, einen Teller aus dem Schrank zu holen und auf seinen Platz zu stellen, quittierte er den Empfang des Auftrages mit den Worten "Ja, Chef!". In meiner hellen Begeisterung rief ich meine Frau hinzu und fragte meinen Sohn erwartungsvoll: "Sag nochmal, Nik, wer ist hier der Chef?". Seine Antwort kam prompt: "Mama ist Chef!". Hmpf. "Und was bin ich dann?" - "Du bist nur der Tollpatsch-Chef!" Na besten Dank.
 
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Kindermund...
 
   Verblüffende Kinderlogik
  Kategorie Unsere Zwillinge, erstellt am 28.09.2009 von Christian Klaproth
 
 
Es ist wirklich schön, die Welt durch Kinderaugen nochmal neu zu entdecken. Dazu trägt auch eine naive Prise Kinderlogik bei, die zugleich sehr stolz macht, zu welchen logischen Schlüssen die Kleinen schon kommen, auf der anderen Seite aber auch zu Tränen in den Augen führen, da man sich vor Lachen kaum halten kann.

Von fliegenden Autos...

Neulich fuhren wir mit Niklas auf dem Rücksitz einkaufen. Überlässt man ihn zeitweise der Selbstbeschäftigung, beginnt er mehr und mehr, mehr oder weniger verständliches Zeug zu brabbeln oder zu singen. In seinem letzten Monolog stiess er allerdings auf einen nicht zu lösenden Widerspruch, der der Hilfe der anwesenden Eltern bedurfte. Die wissen ja schließlich alles. Warum? Na weil sie Mama und Papa sind.

"Hää? Wir können doch gar nicht nach oben fahren!?!", ertönte ein verwunderter Ausruf auf dem Fond. "Papa, Du musst doch hoch fahren!" - "Hoch fahren?" - "Ja, müssen wir fliegen. So hoch in den Himmel fliegen!" Ich war etwas verwundert und verstand die plötzliche Aufregung nicht. "Ich kann nicht hochfliegen. Unser Auto ist doch kein Flugzeug. Wieso müssen wir denn doch fliegen?" - "Hat doch der Pfeil gezeigt! Müssen wir hoch fliegen!" Und in der Tat sind wir auf dem Weg zum Supermarkt an einer Einbahnstraße vorbeigekommen, in die man nicht einbiegen darf, was durch ein Verkehrsschild angezeigt wird, für dessen Befolgung man strenggenommen abheben müsste. Es zeigt eben einen weissen Pfeil auf blauem Grund, und der zeigt nunmal geradewegs nach oben.

Augenblasen

Das schöne Wetter der letzten Tage verbrachten wir auch draußen im Garten. Und weil die Sonne so hell schien, wollte sich Nik seine Sonnenbrille aufsetzen. Da wir ihm diese schon vor etwas längerer Zeit geholt haben und sein Kopf seitdem auch schon an Umfang zugenommen hat, baten wir ihn, zunächst vorsichtig zu probieren, ob die Brille denn noch richtig passen würde und ob sie nicht zu klein wäre. Nach kurzer Anprobe meinte er dann: "Wir haben Glück!" - "Ja?" - "Ja, die passt!" - "Toll." - "Ja, die ist nicht zu klein." - "Prima." - "Ja, bekomme ich keine Blasen an den Augen." - "Häää!?!"

Zur Erläuterung (Rückblick): Letztens mussten wir feststellen, dass Niklas scheinbar sämtliche Schuhe - aufgrund eines Wachstumsschubes an den Füßen - zu klein geworden sind. Dies äußerte sich durch zwei Blasen - an jedem der beiden großen Onkels eine. Da es sich bei den betroffenen Schuhpaaren natürlich um seine Lieblingsschuhe handelte, mussten wir ihm erklären, dass er die Blasen an den Füßen von den zu kleinen Schuhen bekommen hat, und dass das nicht gut wäre. Ergo bekommt man von einer zu kleinen Brille auch Blasen an den Augen!
 
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Einfach mal abhängen...
Extrem Mama-Phasing
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   Einfach mal abhängen...
  Kategorie Unsere Zwillinge, erstellt am 16.09.2009 von Christian Klaproth
 
 
Sonntags ist Vater-Sohn-Schwimm-Tag. Da Schwimmengehen ja Spaß macht, schwenkt die Mama-Phase mal kurzerhand in eine Papa-Phase um. Nebenbei erwähnt: Unsere augenblickliche innerfamiliäre Situation stellt sich in dieser Woche schon nicht mehr so daramtisch dar, wie noch in der vergangenen Woche von mir beschrieben.

Schwimmen bedeutet für Niklas im Prinzip, zwei Stunden lang das Kommando zu übernehmen und den Papa mal ordentlich über die Fliesen von Becken zu Becken zu scheuchen. Aber Achtung! Es wird nicht gerannt! Und erfreulicherweise hält sich der kleinere von beiden auch dran. Kaum, dass die Schwimmflügel angelegt sind, besteht eine magnetische Wirkung zwischen Wasser und Sohn. Während ersteres durch seine zum Erdmittelpunkt gerichtete Schwerkraft an das Becken gebunden ist, huscht der Zweitgenannte ohne Zögern und ganz allein in Wassergefilde, deren Tiefe seine Gesamtkörpergröße übersteigt. Dort wird wie ein Hund gepaddelt oder bei entsprechenden Schwächeanzeichen auch gerne mal auf Papas Rücken geritten. Noch musste ich mir keine Kritik anhören, dass ich mich dabei nicht so elegant anstellen würde, wie der Traumdelfin Andy aus einer seiner Gute-Nacht-Geschichten. Zwischenfragen nach Ausruhen, Essen oder Trinken werden entweder gar nicht beachtet oder hastig mit Nein beantwortet.

Aber kaum sind die zwei Stunden rum und der Rückweg zur Umkleidekabine angetreten, kehren urplötzlich und urgewaltig alle Bedürfnisse zurück: Hu-hu-hu-ha, ist das kalt! Ich habe sooo Hunger! Will was tinken! Dabei wird das dringlichste Bedürfnis, nämlich das nach Schlaf vor Erschöpfung, gar nicht erst genannt. Immerhin: Das Bedürfnis den  Hebel in der Umkleidekabine zu ziehen, besteht nicht mehr. :) Im Auto Platz genommen, reicht die Wachphase dann meistens gerade noch, bis wir das Parkhaus verlassen haben. Ansonsten ist spätestens an der ersten Ampel Feierabend. Und im neuen Polo kann man auch so herrlich abhängen...
 
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Extrem Mama-Phasing
Schrumpelfinger
Hebelwirkung
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   Extrem Mama-Phasing
  Kategorie Unsere Zwillinge, erstellt am 09.09.2009 von Christian Klaproth
 
 
Freunde, ich bin am Rande der Verzweiflung, und ich benutze heute diesen Blog, um mir mal meinen Frust von der Seele zu schreiben. Was ist nur mit meinem Sohn los? Seit ein paar Wochen (im Prinzip nach Beendigung unseres Sommerurlaubes) ist Nik eher mamafixiert, was ja auch in Ordnung ist, ist der Papa schließlich den ganzen Tag arbeiten. Und bislang hatten wir immer so Phasen, wo leichte Tendenzen zu dem einen oder anderen Elternteil erkennbar waren.

Durch ausgiebiges Eisenbahnspielen und gemeinsames Schwimmengehen am Wochenende war ich aber trotz täglicher Arbeit durchaus angesagt und beliebt und wurde manchmal sogar nach Feierabend mit offenen Armen empfangen. Und schließlich zelebrieren wir unser allabendliches Ritual, bei dem ich ihn bettfertig mache, ins Bett bringe und eine Gute-Nacht-Geschichte nach seiner Wahl vorlese.

Seit zwei Tagen allerdings darf ich meinen Sohn nicht anschauen, nicht ansprechen und schon gar nicht anfassen. Sofort ertönt der Ruf nach seiner Mama oder schlimmer noch ein "Weg, weg, weg!"-Wutgeschrei. Die Mama muss das Getränk reichen, die Mama muss ihm vom Stuhl helfen, die Mama muss das Sandmännchen einschalten. Gestern Abend fiel dann meine vorletzte Bastion: Die Mama muss ihn ins Bett bringen, und die Mama muss die Gute-Nacht-Geschichte vorlesen. Dem Papa sagt er einfach nur "Geh weg!". Und heute Nacht, war es dann auch mit meiner letzten fürsorglichen Pflicht vorbei. Als er um kurz vor eins anfing zu weinen, wollte ich nach ihm sehen und ihn trösten, ggf. wieder zudecken oder den Hundi (Kuscheltier) reichen. Aber kaum, dass er gemerkt hat, dass es der Papa ist, hiess es wieder "Weg, weg, weg, Mama kommen!".

Als er heute morgen wach geworden ist, war die Mama gerade im Badezimmer, also bin ich in sein Zimmer gegangen. Immerhin konnte ich mich nach dem ersten Murren kurz mit ihm unterhalten. Soll ich Dir die Windel wechseln? Nein, die Mama. Soll ich Dir die Zähne putzen? Nein, die Mama. Soll ich Dich waschen? Nein, die Mama. Die Mama ist aber noch im Badezimmer, dann musst Du kurz warten. Kurze Pause. Dann er: Geh weg! Und als die beiden kurz darauf gut gelaunt in die Küche runterkamen, hat er mich einfach wie Luft behandelt. Mit der Mama hat er ganz vergnüglich diskutiert. Kaum, dass der Papa eine Zwischenfrage gestellt hat und sich ins Gespräch einbringen wollte: Versteinerte Miene, abweisende Handbewegung. Geh weg!

Ich bin wirklich traurig und hoffe, dass diese Phase schnell vorübergeht...
 
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Börsdi Tuju
Niklas und Jonas sind da!!!
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   Tragischer Arbeitsunfall
  Kategorie Privat, erstellt am 03.08.2009 von Christian Klaproth
 
 
Schnell kann es passieren. Da ist man für eine Sekunde auf der Baustelle unachtsam oder vergisst, einen Helm zu tragen, und schon ist es passiert: Arm ab! Wie kam es zu dem tragischen Zwischenfall auf der Großbaustelle in Niklas Spielzimmer? Wir wissen es nicht genau. Wochenlang gab es keine Zwischenfälle, obwohl schwerstes Gerät wild durcheinander in Verwendung ist. Da wechseln sich Schwerlastkran und Bagger, Dumper und Müllauto im Minutentakt ab. Und schwupps, lag unser Arbeiter etwa 6 Playmobil-Meter von seinem Arm entfernt. Er war aber auch sehr tapfer und hat dabei sogar noch gelächelt, weshalb wir es auch nicht sofort bemerkt haben. Doc Papa musste ihm und seinem Chef Niklas dann allerdings mitteilen, dass der Schaden irreparabel ist. Vermutlich benötigen wir als nächste Anschaffung einen Krankenwagen und ein Krankenhaus mit Notfall-OP.

Nun aber noch ein Wort unter uns Eltern: Sollte Playmobil nicht besser aus den Kinderzimmern verbannt werden? Ich meine, das ist ja gruseliger als jeder Splatterfilm, so realistisch, wie ein abgetrennter Arm aussieht. Das verstört die Kinder doch... da werden sie zu Amokläufern. Vielleicht sollte ich mal eine Bundestagspetition starten... "Playmobil ist ein Killerspiel". Ja, das klingt gut.
 
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   Wolken, Mond, Warum?
  Kategorie Unsere Zwillinge, erstellt am 31.07.2009 von Christian Klaproth
 
 
Niklas ist zur Zeit recht wissbegierig und hinterfragt alles (mehrmals) ganz genau. Gesternabend habe ich ihn von einem mehrtägigen Aufenthalt bei der Oma abgeholt. Auf der Heimfahrt hatte er das Thema Wolken angerissen, und so diskutierten wir bestimmt 20 Minuten lang. Warum ist Wasser in den Wolken? Warum regnet es Wasser aus den Wolken? Warum donnert es manchmal? Warum fliegen Wolken so hoch?

Hui. Ich bin kein Meteorologe, aber immerhin scheine ich für Niklas schlüssige und befriedigende Antworten auf seine Fragen gefunden zu haben. Schließlich machte er den Vorschlag, wir könnten ja in einer Wolke wohnen. Daraufhin stellte ich ihm die Frage, wie er denn zu der Wolke hinkommen wolle. Nach kurzem Nachdenken überraschte er mich mit der Antwort: "Die Wolke muss runter tauchen, dann kommen wir dran.

Verblüffend. Mein Vorschlag, einen sehr, sehr hohen Turm zu bauen, lehnte Niklas ab. "Bin noch nicht alt genug wachsen, größer bin, dann Turm bauen." Auch einleuchtend.

Schließlich wechselten wir plötzlich und unvorhergesehen das Thema, als Niklas den Mond entdeckte. Er ist auf der Rückbank fast ausgeflippt als er feststellte: "Ah, guck mal, der Mond. Der kommt mit!! Haben wir ein Glück, der Mond kommt mit!! Der passt auf uns auf! Guck mal, der Mond wackelt." Für den Rest der Fahrt sprachen wir darüber, dass der Mond zu weit entfernt wäre, als dass wir hören könnten, was er uns sagen möchte. Warum? :)
 
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Aprilwetterurlaub
Börsdi Tuju
Gute Manieren... HÄH?
Wo hat der Jung das her?
Papa, hol Geld!
Niklas und Jonas sind da!!!
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   Aprilwetterurlaub
  Kategorie Privat, erstellt am 27.07.2009 von Christian Klaproth
 
 
Wie versprochen, hier der erste Bericht anlässlich unseres ersten richtigen Familienurlaubes, der, wie man ohne Untertreibung vorwegnehmen kann, buchstäblich ins Wasser gefallen ist. Oder besser gesagt, es ist Wasser draufgefallen. Aber beginnen wir doch einfach von vorne.

Los ging es am Montag vor drei Wochen in aller Herrgottsfrühe. Mit Kind und Badehose im Gepäck fuhren wir los Richtung Ostsee, genauer gesagt in die Lübecker Bucht, genauer genauer gesagt nach  Sierksdorf. Unsere Route führte uns zu einem Großteil über die Autobahn  A1, einer Erlebnistour, die durch die traumhafte Aneinanderreihung von kilometerlangen Baustellen für Baumaschinenfetischisten, Pfeilbakenliebhaber und 60-km/h-Fahrer zu einem ersten Urlaubshighlight wurde.

Kaum angekommen, statteten wir dem ansässigen Vergnügungspark  Hansapark einen Besuch ab, damit sich unser Nachwuchs nach der langstündigen Autofahrt mal so richtig austoben konnte. Die Investition in Saison-Eintrittskarten sollte sich im Verlauf der nächsten zwei Wochen als lohnenswerteste Anschaffung des Urlaubs herausstellen, da wir fortan den Park auf Grund der Großwetterlage jeden Tag mindestens einmal besuchten. Ich muss zugeben, dass ich als Achterbahn-Fan zu meinen Urlaubshighlights die zwei Fahrten mit dem  Fluch von Novgorod zähle, ein respekteinflößendes Erlebnis. Mein Sohn vergnügte sich täglich mit den Safari-Jeeps oder den Flugzeugen von Dr. Livingstone. Ich habe nicht mitgezählt, wieviele dutzende Male wir diese Kinderfahrgeschäfte mit den für Erwachsene unzumutbaren Kindersitzen gefahren sind. Es hat allerdings ausgereicht, dass sich der "Stanley war in Afrika"-Dauersong der Safari-Jeeps in meiner äußeren Hirnrinde eingebrannt hat. Im (häufigen) Regenfall, bot der Park für Niklas auch noch einen kleinen Indoor-Spielplatz mit Hüpfburg und Bällebad.

Apropos Regen. Das Wetter hat leider nicht sonderlich mitgespielt, war der Urlaub doch eigentlich als Strandurlaub geplant. Strandtage hatten wir dann glaube ich drei an der Zahl, diese allerdings auch noch durch kleine Schäuerchen unterbrochen. Welche Naturgewalten allerdings in einem Schäuerchen stecken, demonstrierte mir Petrus beeindruckend, in dem er einen kleinen Regenguß zur Erde schickt, der dazu führte, dass das im Abfluss befindliche Regenwasser meine Schuhe überspülte. Erlebt man auch nicht alle Tage.

Was die Planung unserer Urlaubsaktivitäten erschwerte war die Tatsache, dass sich das Wetter in der Lübecker Bucht kein bißchen an den Wetterbericht hält. Ein als verregnet angesagter Tag entpuppt sich als sonnendurchtränkt, ein bewölkter aber trockener Tag verläuft eher nässend. So beendeten wir das Experiment Urlaub vorzeitig und brachen unsere Zelte nach einer Woche und 4 Tagen ab, um den heiteren Wechsel von Regen und Sonne im heimischen Garten geniessen zu können. Wie zum Hohn schickte uns Petrus über die ermüdende und oben genannte A1 in brütender Sonnenhitze bei strahlend blauem Himmel (nachdem es zuvor natürlich wieder geregnet hatte).

Weitere Eindrücke folgen in den nächsten Tagen.
 
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   Börsdi Tuju
  Kategorie Unsere Zwillinge, erstellt am 29.06.2009 von Christian Klaproth
 
 
Heute vor drei Jahren haben Nik und Jak das Licht der Welt erblickt, und heute feiern wir den ersten Geburtstag der Jungs, bei dem Jonas nur noch in unseren Herzen anwesend ist. Erwartungsgemäß schwierig empfand ich den Gang zum Friedhof, da gerade am Geburtstag der Jungs die Bilder der Geburt, des Bangens, der Hoffnung, der Erleichterungen und der Rückschläge vor dem geistigen Auge sehr präsent sind. Es ist eben neben aller Freude und dem Spaß den Niklas uns beschehrt auch ein Tag an dem Jonas ganz besonders fehlt.

Nik begann den Tag schon recht früh. So gegen 06:00 Uhr. Den Geburtstagstisch hatten wir vorsorglich schon am Vorabend aufgebaut. Als erstes musste Niklas seine Geburtstagskerzen auspusten, um anschliessend genüßlich in seinen Geburtstagsmuffin zu beissen. Was er scheinbar zunächst als Geburtstagsdeko abgestempelt hatte, waren in Wirklichkeit jede Menge verpackte Geschenke, die er sogleich - nach und nach - von ihrer Papierummantelung befreite. Den Platz des besten Geburtstagsgeschenkes - so man denn einen solchen Titel überhaupt ausloben möchte - teilen sich die beiden Geschenke der Großmütter: Ein riesiges Playmobil Flugzeug und ein ebenso riesiger Playmobil Schwerlastkran. Letzterer harmoniert ganz vorzüglich mit dem durch die Schnullerfee überreichten Dumper.

Am Nachmittag stand dann die erste Kinder-Geburtstagsfete an. Dabei war es nicht nur für Niklas die erste Party, auch für uns war es die erste Kinderparty, die wir veranstaltet haben. Das Thema der Party war Disney Cars, Niklas' Lieblingsfilm. Entsprechend unsicher waren wir, ob Umfang, Inhalt und Rahmenprogramm gefallen würden. Die Anzahl der eingeladenen Kinder errechnete sich aus der Faustformel Alter + 1. Mit Nik und einem Geschwisterkind turnten somit 5 Kleinkinder durch unseren Garten. Dort hatten wir unseren kompletten Fuhrpark (Roller, Dreirad, Laufrad, Bobbycar, usw.) sowie Planschbecken und Wasserstrasse aufgebaut. Zwischendurch gab es Muffins und später Rostbratwurst vom Grill. Am Ende bekam jedes Kind noch ein kleines Abschiedspaket inklusive Trillerpfeife als besonderen Gruß an die anderen Eltern. *g*

Ein besonderer Programmpunkt der Party bestand darin, für Jonas einen Luftballon steigen zu lassen. Diesen hatte Niklas zuvor ausgesucht. Auf dem Ballon waren Micky Mouse und seine Freunde. Auf Kommando lies Niklas den Ballon los und wir schauten diesem nach, bis er nur noch als ganz winziger Punkt am blauen Himmel zu sehen war.

Am Abend konnte Niklas bereits den Text seines Geburtstagsliedes ein wenig auswendig und sang Börsdi Tuju vor sich hin. Auf die Frage, wie alt er denn nun sei, zeigte er mir Zeige- und Mittelfinger. Ich meinte, er wäre jetzt aber ein Jahr älter. Er nahm etwas verkrampft den Ringfinger hinzu und meinte dann zu mir, dass er lieber 2 bleiben wolle. Die Geschenke will er aber behalten. :-)
 
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29.06.2006, Ein Jahr danach...
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Impressionen einer Piratenparty
 
   Gute Manieren... HÄH?
  Kategorie Unsere Zwillinge, erstellt am 22.06.2009 von Christian Klaproth
 
 
Zu irgendeinem Zeitpunkt im Leben eines kleinen Mannes müssen die Eltern den Schritt ergreifen, und an den guten Manieren arbeiten. Bisweilen ist es ja ganz witzig, was sich die Kleinen so abschauen und modifiziert annehmen, aber bei einigen Sachen versuchen wir mittlerweile gegenzusteuern - mit mäßigem aber witzigem Erfolg.

Folgende Situation: Niklas spielt im Nachbarzimmer oder man ruft ihm über eine Etage hinweg etwas zu. Er versteht es nicht richtig und will, dass man es wiederholt. Bis vor wenigen Tagen hörte man da von ihm ein: "Sach mal lautaaa!". Wenig später wurde daraus ein "Häh? Sach mal lautaaa!", bis ihm das Sach mal lautaaa zu viel wurde und er nur noch "HÄH?" rief.

Nun ratet mal, was daraus wird, wenn man ihm sagt, er solle bitte Wie bitte? sagen. Ganz genau! Nun sagt er "Wie bitte HÄH?".

Hmpf.
 
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   Die Schnullerfee
  Kategorie Unsere Zwillinge, erstellt am 18.06.2009 von Christian Klaproth
 
 
Aufgrund der Empfehlung unserer Zahnärztin hat uns spontan die Schnullerfee beglückt und das in mehrfacher Ausführung vorhandene liebgewonnene Kautschuk-Gerät, dass bei allen kleinen und großen Weh-Wehchen und beim Einschlafen helfen kann, mitgenommen. Ersetzt wurden die Schnullis durch eine Art Kauleisten-Schnuller. Nik ist wirklich sehr, sehr tapfer, denn das neue Teil hat außer des Greifrings kaum noch etwas mit einem Schnuller im herkömmlichen Sinne zu tun. Es ist eine Mischung auf Boxer-Mundschutz und Backenzahn-Kauleiste. Zwei Nächte (und einen Mittagsschlaf) ohne Schnulli haben wir nun schon hinter uns gebracht und es ist für alle Beteiligten wirklich nicht leicht.

Als ich beim Zahnarzt gerade auf dem Behandlungssessel saß, sagte mir mein Sohn, dass er keine schiefen Zähne haben wolle. Niklas hat keine Angst vor dem Zahnarzt. Er mag nur nicht auf dem Behandlungssessel sitzen, weil der so Geräusche macht, wenn er hoch und runter fährt. "Dann musst Du aber Deine Schnullis an die Schnullerfee abgeben", sagte ich ihm. "Achso, habe ich nich ran dacht", war seine Antwort. " Die Zahnärztin war bereits vorher im Bilde und sprach ebenfalls mit ihm. Sie zeigte ihm den neuen "Schnuller", von dem er sichtlich nicht angetan war.

Dennoch war der Deal mit der Schnullerfee perfekt. Schließlich wurde ihm ja ein Geschenk in Aussicht gestellt. Und die Vorstellung, etwas im Spielwarengeschäft aussuchen zu dürfen, blendete vorübergehend die Tatsache aus, dass man abends ja ins Bett gehen muss. :) Da es für ein Klinekind sicherlich ebenso schwierig ist, dass Schnullern aufzugeben, wie für einen Erwachsenen das Rauchen, durfte es auch etwas größeres sein. Und so suchte sich Niklas direkt etwas gigantisches aus, nämlich einen  Dumper. Nicht in echt natürlich, sondern von Playmobil. Den Karton wollte er nicht mehr loslassen, der tapfere kleine Mann.
 
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Niklas und Jonas sind da!!!
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Börsdi Tuju
 
   Wo hat der Jung das her?
  Kategorie Unsere Zwillinge, erstellt am 16.06.2009 von Christian Klaproth
 
 
In der gestrigen Klettermax-Spielgruppe sorgte Nik für eine gelungene Erheiterung aller Anwesenden - speziell der Erwachsenen.

Mit den Worten "Hier, ein neuer Fernseher für Dich", überreichte mir mein Sohn ein kleines grünes mit Sand gefülltes Kissen. Auf meine Frage, ob dieser tolle grüne Fernseher denn auch prima funktionierte, und ob man damit denn auch das Sandmännchen sehen könne, setzte er sich auf den Boden, tippte mit den Fingern auf den Boden und sagte: "Muss ich erstmal im Internet gucken".

Ich glaube, das Internet hält im Leben heute aufwachsender Kleinkinder bereits so großen Einzug, dass es eine Selbstverständlichkeit ist. Vielleicht wie bei uns früher das Fernsehen, oder für die älteren Kaliber das Radio. Wobei ich jetzt dazusagen muss, dass der Niklas natürlich noch nicht "ins Internet geht", aber er bekommt das bei uns Eltern mit. Wobei doch, einmal sind Niklas und ich zusammen surfen gewesen. Und zwar  hier, und das fand er ganz toll. :)
 
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Das kleine Genie
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   Papa, hol Geld!
  Kategorie Unsere Zwillinge, erstellt am 27.05.2009 von Christian Klaproth
 
 
Tja, was soll man da machen? Sohnemann hat zwischen dem Altpapier, auf dem unter anderem unsere wöchentliche Infozeitungpostwurfsendungsreklame landet ein Prospekt eines hiesigen Spielwarenhändlers gefunden und dort auf einem Minitaturbild erkannt, dass es passend zu seiner Wasserspielstrasse für draussen und seinem Parkhaus für drinnen ja auch noch eine Art Stadt mit zusammensteckbaren Strassen und einer Garage gibt. Eine Garage!

So hat er sich denn in den Kopf gesetzt, er muss diese Garage haben. Will er etwas haben, ist Mama immer eine gute Adresse. Zum einen, weil sie meistens da ist und ein Ohr für ihn hat, zum anderen, weil sie sich so herrlich um den Finger wickeln lässt. Lässt der Papa sich ja auch, aber der ist eben nicht immer da. Also wird Söhnchen die Mama fragen, die natürlich bei einem 25-EUR-Posten so nebenbei und ganz ohne Anlass nicht einfach mal "ja klar, lass kaufen" sagt. Um zu begründen, dass das nicht geht, soll es helfen, dem Kind klarzumachen, dass wir kein Geld haben. Zumal - aber das versteht ein 2-jähriger noch nicht, und dafür habe ich auch Verständnis - die ganze Bude mit seinem Spielzeug voll ist. Für Spielzeug gilt bereits das Rotationsprinzip. Im Monatsrhythmus wird eine Spielzeugschicht gegen eine andere ausgetauscht.

So, aber nun waren wir ja bei der Garage. Eine Garage! Jedenfalls kommt Papa abends nach Hause und anstelle einer Begrüßung steht Nik wild gestikulierend vor mir und fragt: "Papa, Papa, brauche Garage. Hast Du Geld?" Kurzer Blickwechsel mit meiner Frau. Sie seufzt etwas in der Art wie "er hat es nicht vergessen". In dieser Situation habe ich zwei Fehler gemacht (wobei ich bis jetzt nicht weiss, wie ich großartig besser aus der Nummer rausgekommen wäre): Ich habe gesagt, dass ich kein Geld habe, dass ich aber jeden Tag arbeiten gehe, damit wir Geld bekommen. Das führte zu kirschkerngroßen Krokodilstränen, weil der Kausalzusammenhang kein Geld - keine Garage zweifelsfrei begriffen wurde. Der zweite Fehler war der Versuch, zu erklären, dass das Parkhaus (was er schon hat) ja viel besser als die Garage wäre, weil da mehr Autos reinpassen würden und unten eine Waschstrasse integriert ist. Dieser Umstand wurde allerdings vehement bestritten und abermals gestikulierend wurde mir der Unterschied zwischen einem Parkhaus und einer Garage erklärt. Eine Garage!

Zum Abschluss dieser Lektion erteilte mir mein Sohn den Auftrag: "Papa, hol Geld!". Mama, näh mir doch bitte schonmal eine Strumpfmaske. Ich muss Geld holen gehen. :)
 
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   Mir nach, Männer!
  Kategorie Unsere Zwillinge, erstellt am 07.05.2009 von Christian Klaproth
 
 
Aus der Kategorie Sprücheklopfer möchte ich hier noch weitere Zitate nachreichen. Letztens waren wir einkaufen, als Familie. Und Junior war recht brav, weshalb er sich als Belohnung ein Auto aussuchen durfte. In der Spielwarenabteilung des Supermarktes stöberten dann Papa und Mama allerdings länger herum, als es dem Nachwuchs lieb war, denn der hatte sein Auto längst gefunden. Wir schauten uns recht verdutzt an, als Sohnemann den Weg Richtung Kasse einschlug mit den Worten Kommt Männer!. Und als wir nicht prompt reagierten - wir mussten uns erstmal gegenseitig anschauen, ob wir das richtig verstanden hatten - da folgte ein Jungs, los geht's!. Wir fragen uns, wo er das aufschnappt, und es dann auch noch in der richtigen Situation abspult... *grübel*

Naja, jedenfalls versuchen wir ihm nun zu erklären, dass die Mama weder unter die Kategorie Männer, noch unter Jungs fällt.
 
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   Mama piekt nicht
  Kategorie Unsere Zwillinge, erstellt am 23.04.2009 von Christian Klaproth
 
 
Es ist wie ein kleines tägliches Wunder, die Entwicklung eines Kindes zu verfolgen. Die kleinen und großen Fortschritte zu sehen, seien es motorische Fähigkeiten oder aber geistige Höhenflüge in Form von sprachlichen Äußerungen. Von letzteren haut uns Niklas zur Zeit Etliches um die Ohren, so dass man eigentlich den ganzen Tag mit einem Diktiergerät herumlaufen müsste. Bei der aktuellen Brabbel-Geschwindigkeit ist es nichtmal möglich, alles mitzuschreiben. Hier aber trotzdem ein paar festgehaltene Aussagen und Feststellungen eines kleinen Mannes, der seine Welt entdeckt.

Selbst komplizierteste Zusammenhänge werden erkannt und treffend formuliert, so geschehen bei der Betrachtung eines Polizei-Bilder-Buches, in dem auf einem Bild ein Polizeiauto vor einer auf dem Boden liegenden Rolle Absperrband steht. "Fährt Polizei über Band, dann tot ist, nicht mehr benutzen kann."

Niklas streichelt Mama über die Wange und stellt fest: "Mama piekt nicht, nur Papa piekt." Im Gegenzug Antwortet er dem Papa aber auch auf die Frage "Hast Du mich lieb" mit "Nein, nur Mama lieb.. Nur abends bei unserem Gute-Nacht-Ritual, quasi unter vier Augen, gesteht er auch mal ein, dass er den Papa auch lieb hat.

Durst wird vermutlich als Aua interpretiert, denn Niklas meint: "Muss tinken, dann geht Aua (zeigt auf seinen Bauch) weg."

Auf die Frage, ob Niklas ein Stück Paprika probieren möchte, sagt er höflich: "Ich werde mal ein kleines Stück essen.". Wir sind fast vom Stuhl gefallen.

"Papa, komm mal zu miiiiaaaa!", tönt es häufig, wenn ich mehr als 2 Meter entfernt bin, "sammen pielen". Kaum streckt man aber die Hand aus, weil man ja mitspielen möchte, erntet man meist ein "Nicht anfassen, gerne schauen". Ab und an hat der Papa aber doch witzige Ideen, zum Beispiel wenn zwei Lego-Elefanten im Duplo-Zug mitfahren. "Guck mal, fahren zieren Elfanten." - "Ja, die fahren spazieren." - "Gut festhalten, Elfanten beide, nicht runterfallen. Muss kräftig ziehen, Lokotive." Verblüffend!

Nachdem der Sandmann den Sand gestreut hat, kommt ein "muss Sand wegmachen, besser sehen kann". Und nach seinem obligatorischen "Will nich Bett, bin nicht müde" schläft er (meistens) binnen 5 Minuten ein. :)
 
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   Niklas der Fotof
  Kategorie Unsere Zwillinge, erstellt am 22.04.2009 von Christian Klaproth
 
 
Papas Oster-Urlaub bot die Gelegenheit eines gemeinsamen Ausflugs in den Tierpark Odenkirchen, einen - gemessen an den Dimensionen eines überfüllten Berliner Zoologischen Gartens - winzigen Zööchens. Ich glaube, der Tierpark Odenkirchen ist nur so breit, wie die Schlange des Berliner Zoos am Mittwoch Nachmittag nach Ostern an der Kasse des Eingangs lang war. Das dürfte einem Zweijährigen aber recht egal sein, denn die wichtigsten Tiere gibt es trotzdem zu sehen: Die Affen. Daher gehen wir ja auch nicht in den Zoo oder in den Tierpark, sondern wir gehen "Affen gucken!!!".

Kleine Knirpse finden aber bisweilen ganz andere Dinge interessant, als ihnen die Erwachsenen zeigen wollen. Kletternde Affen? Langweilig. Fütterung der Seehunde? Gähn. Gut, Odenkirchen hat keine Eisbär-Stuntschwimmerinnen zu bieten, aber etwas mehr Interesse an den Tieren hätte ich schon erwartet. Stattdessen hat es Niklas die kleine silberne Schachtel angetan, die Papa ständig vor sein Gesicht hält und die manchmal so lustig blitzt. Der Fotorat. Mit diesem kann man nämlich fotofieren. Und so ist eine kleine Bilderserie unserers österlichen Zoobesuches entstanden, die ich Euch nicht vorenthalten möchte. Schliesslich ist es mir auf einem der Fotos sogar gelungen, ins Bild zu hechten, damit ich auch mal zu sehen bin. :)

Fotoalbum folgt.
 
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   Land in Sicht
  Kategorie Privat, erstellt am 21.04.2009 von Christian Klaproth
 
 
Das schöne Osterwetter und der Tegler See in Berlin luden uns zu einer Premiere ein: Niklas erste Schifffahrt. Allerdings machten wir uns etwas Sorgen, wie wir denn den quirligen Nik über eine Stunde lang auf dem Deck eines Schiffes bändigen sollten (die kürzeste angebotene Dampferfahrt sollte 90 Minuten dauern), ohne dass er uns durchdreht. Die Lösung: Statt eines luxuriösen und motorisierten Schiffes, dem Windstärke 2 nichts anhaben kann und dessen Bedienung kalte Getränke und Eis serviert, entschieden wir uns in Ermangelung eines freien Tretbootes für die Mietvariante "Ruderboot, Dreisitzer" mit Platz für einen Ruderer.

"Wir sitzen alle im selben Boot" erweckte vor meinem geistigen Auge das Bild eines Tretbootes, in dem alle (vielleicht vom Niklas abgesehen, weil er noch zu kurze Beine hat) mittreten. Stattdessen sitzen mir meine Lieben gegenüber, gackern, klatschen im Takt und rufen "Schneller Papa!". Aber wer hätte das Gedacht: Naturtalent Papa hat den Ruderkahn erstmal erstklassig und ohne anbumsen aus dem engen Ruderboothafen auf den offenen See manövriert.

Ich dachte mir, schippern wir 10 Minuten, lassen uns treiben und kehren zurück. Kurz und schmerzlos aber für Nik ein unvergessliches Abenteuer. "Einmal um die Insel rum", befahl der Kapitän, der hinten im Boot meinen mit Rettungsveste ausgestatteten Sohn fest umklammert hielt. Wahrscheinlich dachte sich der Kapitän: An dem halte ich mich fest, der schwimmt im Zweifelsfall oben. :) Die Insel, die in gefühlten 20 Kilometer Entfernung lag, war nach 15 Minuten erreicht und umrundet. Erst dann offenbarte sich der Grund der schnellen Reise: Bis hierhin hatten wir Rückenwind! Was folgte war der beschwerliche Rückweg, der mir Blasen an den Händen beschehrte, die ich in Ermangelung einer Nadel abends im Hotelzimmer per Nagelschere aufschneiden musste, um mir etwas Linderung von dem brennenden Druck zu verschaffen. Nein, ich möchte nicht jammern, aber das tat schon ordentlich weh. Mindestens gleichzusetzen mit Presswehen... nur an den Händen. Allerdings - das muss ich zugeben - habe ich mir auch erst die Blasen aufgeschnitten und dann das Desinfektionsmittel draufgesprüht, was wohl die falsche Reihenfolge war. Egal, zurück zum Thema.

Jedenfalls war der Rückweg von der Insel nicht nur beschwerlich sondern auch sehr gefährlich. Starker Seegang drohte das Schiff kentern zu lassen. Zudem stieg ein verdächtiger Geruch aus der Hose unseres ersten Matrosen auf. "Gleich überfährt uns der Dampfer!!", rief meine Frau... äh... der Kapitän und zeigte in meine Richtung. Erschrocken drehte ich mich um (weil der Ruderer schaut ja nicht wie der Rest der Besatzung in Fahrtrichtung) und musste meine Augen erstmal auf die entsprechende Brennweite einstellen. Irgendwo entfernt am Horizont erahnte ich einen Dampfer. Mein Sohn hatte die Situation voll im Griff: "Keine Angst haben, Mama, fährt Schiff vorbei.", sagte er und hielt Mamas Arm ganz fest. Ein wahrlich schönes Bild, die beiden. Und so kehrten wir ob aller Gefahren nach knapp 30 Minuten zurück in den sicheren Hafen und konnten uns der Windelthematik zuwenden.
 
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   Plapperlapapp
  Kategorie Unsere Zwillinge, erstellt am 20.04.2009 von Christian Klaproth
 
 
Aufgrund einer bewegten Osterzeit (wir pendelten zwischen Mönchengladbach, Oberhausen und Berlin hin und her) ist es in diesem Blog in den letzten zwei Wochen etwas ruhiger geworden, weshalb ich gerne ein paar Infos aus den letzten Tagen nachreichen möchte. Aber zunächst mal: Froher Ostern an alle Blog-Leser nachträglich.

Unser großer Kleiner hat während des Osterurlaubs einen gefühlt exorbitant großen Entwicklungsschub hingelegt, was die Anwendung deutscher Grammatik und die Bildung von langen Sätzen angeht. Allgemein neigt er mehr dazu, sich aus eigenem Antrieb mitzuteilen und Sachen zu hinterfragen. Häufiges "Papa, machst Du?", wird nach Beantwortung mit einem wissenden "Ach so!" quittiert. Wiederholtes Schlagen mit dem roten Spaten (auf den Niklas mit dem Knie gefallen ist, Insider) rechtfertigt er gerne mit einem "Schulgung, tut Leid, nicht Absicht macht habe!".

Ansonsten bleibt nach diesem Osterfest die besondere Herausforderung, Ostern korrekt hinter Geburtstag und Weihnachten als eher kleineres Fest mit mäßigem Geschenkeaufkommen rangieren zu lassen. Nach Mama und Papa dürfte der Osterhase bei Niklas ganz hoch im Freundeskurs stehen. Schließlich musste Niklas gleich an vier Tagen (!) Eier suchen, fand aber immer nur so Spielsachen und so. :) Als erstes am Ostersonntag im heimischen Garten, am Montag bei Tante W. in O., am Dienstag bei Oma S. in B. und am Mittwoch schließlich bei U-Oma I. in B. Was für ein Oster-Marathon, quasi ein Osterthon. Da muss sich der Weihnachtsmann aber gehörig anstrengen.

Weitere kleine und große Highlights - wie das blasenfördernde Familienrudern - werde ich in den kommenden Tagen nachreichen.
 
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Karneval 2009
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   Wahrscheinlichkeiten
  Kategorie Privat, erstellt am 06.04.2009 von Christian Klaproth
 
 
Heute musste ich mal wieder feststellen, dass die Aussage über die Wahrscheinlichkeit eines Ereignisses nichts (aber auch gar nichts) damit zu tun hat, ob dieses Ereignis auch tatsächlich eintritt. Oder gibt es vielleicht so etwas wie Pech... und manche Menschen haben etwas mehr davon?

Na wie dem auch sei, entschied ich mich heute, trotz einer Regen-Wahrscheinlichkeit von 10% dafür, mit Niklas zu Fuß (bzw. mit Buggy) zu seiner Klettermaxe-Spielgruppe zu laufen. Und gerade als ich bemerkte, dass ich ja weder einen Regenschutz für den Buggy noch eine Regenjacke für mich dabei hatte, da tropfte mir auch schon der erste Abgesandte der Wolken auf meine Nase. "Hey Papa, mach Buggy zu!", tönte es aus dem Gefährt, das ich vor mir her schub. Verdeck zu, Sohnemann trocken, Papa nass. Zum Glück war es nur ein ganz kurzer Schauer.

Apropos Regen: Kennt Ihr die folgende Situation? Das Auto steht auf einem nicht überdachten Parkplatz und es regnet in Strömen. Noch steckt man unter einem Schirm, der Regenschutz ist über den Kinderwagen gestülpt. Dann muss es schnell gehen: Der Schirm wird zur Seite gelegt, das Auto geöffnet. Regenschutz vom Kinderwagen und Nachwuchs in den Kindersitz verfrachtet. Soweit so gut. Nun gilt es möglichst schnell die routinierten Anschnallgriffe am Kindersitz wie gewohnt schnell auszuführen, denn während die obere Körperhälfte in den Auto-Fond gebeugt im Trockenen ist, regnet alles Hintern abwärts ein... es läuft einem quasi schon kalt die Beine herunter. Und ausgerechnet in diesem Moment klemmt der Kindersitz-Verschluss. Passiert sonst nie. Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass er sich ausgerechnet bei Starkregen verklemmt.

Auf dem Rückweg von der Klettermaxe-Gruppe traf ich auf eine Leidensgenossin, mit der ich das Thema (Un-)Wahrscheinlichkeiten tiefgründig und mit feuchtem Auge diskutieren konnte. Oder sollte ich sagen, die Leidensgenossin traf mich. Während wir feststellten, dass wir beide gelegentlich Pech haben, kämpfte sie leider in meinem Auge um's Überleben.

Pech.
 
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   Schlaflos in Mönchengladbach
  Kategorie Unsere Zwillinge, erstellt am 27.03.2009 von Christian Klaproth
 
 
Wie meine Frau  bereits berichtet hat, wollte Niklas in einer wirklich stürmischen Nacht bei uns im Bett schlafen. Die Nacht war in der Tat durch wenig Schlaf elterlicherseits geprägt, geht aber einher mit der Erkenntnis, dass ein Zweijähriger einen recht unruhigen bzw. bewegenden Schlaf hat. Wenn ich nicht gerade ein Schnaufen unmittelbar an meinem Ohr ertragen musste, spürte ich einen kleinen Fuß zwischen meinen Rippen.

Nun scheint es mir, dass Niklas auf den Geschmack gekommen ist, denn obwohl es gar nicht mehr so arg stürmt in den letzten Nächten, wollte er dennoch bei uns im Schlafzimmer nächtigen. Kann nicht in meinem Bett schlafen, habe Angst! Das hat er wörtlich zu mir gesagt, als ich ihn abends ins Bett bringen wollte.

Mittlerweile haben wir aber nachgerüstet und bedingungslos zu akzeptierende Auflagen in Kraft treten lassen: Sohnemann darf gerne in unserem Schlafzimmer schlafen, aber dann bitte in seinem "eigenen" Bett. Und da das Bett aus seinem Zimmer zu groß ist, als das es auch noch in unser Schlafzimmer gestellt werden könnte, haben wir sein Gitterbettchen erneut zusammengebaut und am Fußende unseres Bettes aufgestellt. Nicht, dass wir ihn durch Fußgeruch zu einem tieferen Schlaf verhelfen wollen, wir wollten einfach die Entfernung zwischen unseren Ohren und seinem Schnaufen innerhalb des Raumes maximieren.

Größenmäßig passt er in sein Gitterbettchen ausgestreckt noch locker rein. Er liegt also nicht unbequem. Ganz im Gegenteil - und da muss ich mich hier mal als verliebter Vater outen - der Niklas sieht ja so süüüüüüüüß aus, wenn er schläft. Eine Hand umschließt zärtlich die Zurtzel-Ecke seines Hundis (Kuschel-Objekt), die andere Hand liegt (den Arm über den Kopf gelegt) am Ohr. Der Schnulli ist seinem Mund entglitten und liegt direkt vor seiner Nase. Herrlich. Gestern musste ich ihm mehrere Minuten einfach mal regungslos beim Schlafen zusehen.

Der entglittene Schnulli wurde dann gegen halb drei nochmal zu einem Thema, aber das ist eine andere Geschichte... :o)
 
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   Automatisch !!!1!11!!elf
  Kategorie Unsere Zwillinge, erstellt am 23.03.2009 von Christian Klaproth
 
 
Niklas ist ein begnadeter Musiker, und das gleich in merhfacher Hinsicht. Zum einen gelingt es ihm mit den einfachsten Mitteln, ein individuelles und einzigartiges Klanginstrument zu basteln. So fand er die Tage heraus, das zwei gegeneinander geschlagene leere Plastikpfandflaschen ganz hervorragend als Taktgeber zu gebrauchen sind. Zum anderen hat er aufgrund seiner einfachen und einprägsamen Songtexte das Potential, ganz groß rauszukommen. Sein neuster Hit Automatisch besteht zum beispiel lediglich aus dem Wort "automatisch". Auch im Refrain ist nur "automatisch" zu hören. Allerdings - und hier zeigt sich sein wahres Talent - schafft er es in seinem gesellschaftskritischen Erstlingswerk das Wort auf vielfache Art und Weise zu betonen. Angefangen von einem leise gehauchten "Audohmahdisch?" bis hin zu einem energisch betonten "Au-to-maaaa-tisch" enthält der Song alle nur erdenklichen Kombinationen aus Stimmung, Betonung und Tonlage. Ich glaube, mit diesem Song hinterfragt er die Sinnhaftigkeit von Pfandgut-Annahme-Automaten (diese ziehen die Flaschen in der Regel nämlich... naa? rüschtüsch: automatisch ein). Diese Automaten sollen ja den Pfandabgabeprozess beschleunigen und Personal einsparen. Dumm nur, wenn die zwei Automaten unseres Standard-Supermarktes jedesmal bei uns irgendwie den Dienst verweigern, weil sie voll sind. Dann nämlich muss sich Personal um die Angelegenheit kümmern und es geht doch nicht alles... naa? rüschtüsch: automatisch. Den Niklas kümmerst das allerdings herzlich wenig. Sein Lied endet mit der Zeile nein, ist nicht manuell, ist automatisch !!!1!11!!elf

Übrigens: Wenn Niklas nicht gerade singt, dann bereitet er ganz köstliche Getränke in seiner eigenen kleinen Küche. Am Abend gibt es nach dem Essen zum Beispiel keinen Sambuca mit drei Kaffeebohnen, sondern Luft-Kaffee mit drei Kichererbsen. Köstlich!
 
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   Karneval 2009
  Kategorie Privat, erstellt am 25.02.2009 von Christian Klaproth
 
 
Sodele, die jecke Zeit ist überwunden und vorbei. Als Exil-Berliner und Nur-Kindergarten-Faschings-Feierer lässt mich der ganze Hype um die dollen Tage ja ehrlich gesagt etwas kalt. Daran ändert auch der nach Mönchengladbach verlagerte Wohnort nichts.

Allerdings, mit Kindern sieht das anders aus. Wenn ich sehe, wieviel Spaß Niklas in dem ganzen Trubel hat und wie er dabei strahlt, dann habe ich da automatisch auch Spaß dran. Wir hatten noch einen Arbeitskollegen samt Familie zu Besuch, und so waren wir letzlich vier als Eltern verkleidete Erwachsene, zwei Piraten und ein Clown (in selbstgenähtem Kostüm!!). Durch den ganzen Trubel und die aufgedrehten Kinder, blieb uns kaum Zeit, darüber nachzudenken, dass es das erste Karneval ohne Joni war.

Praktischerweise kommt der Rosenmontagszug in Mönchengladbach unmittelbar vor unserer Haustür vorbei, so daß Parkplätze und sanitäre Einrichtungen für den exklusiven Gebrauch vorhanden sind. Ausserdem hat man es danach nicht so weit an den wärmenden Kamin. Wie auch im letzten Jahr setzte mit dem ersten Umzugswagen der unsere Höhe erreichte relativ starker Regen ein, der von trockenem Wetter und einigen Sonnenstrahlen abgelöst wurde, als der letzte Wagen ausser Reichweite war und wir durchgefroren wieder ins Haus gegangen sind. Kurz vor Ende des Zuges hatte Niklas auch verstanden, dass er laut "Halt Pohl!" (der lokale Karnevalsgruß) rufen und ausufernd winken muss, um besonders viel Kamelle abzugreifen. Am Ende hatte er dank tatkräftiger Unterstützung seiner Mama eine ganze Einkaufstasche voller Süßkrams, die wir allerdings versteckt haben und nun wohlportioniert abgeben.

Ich musste mich abends von meiner lieben Frau pflegen lassen, da ich unseren 15-Kilo-Zwerg während des Umzuges immer mal wieder auf dem Arm oder auf den Schultern sitzen hatte. Gestern liess sich mein streikender Rücken aber schon wieder milde Stimmen und dadurch trösten, dass ja nun erstmal wieder ein Jahr Pause bis zum nächsten Kamellestreufeuer ist.
 
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Halt Pohl!
Piraten-Jak und Super-Nik
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Plapperlapapp
 
   Früh übt sich
  Kategorie Unsere Zwillinge, erstellt am 03.02.2009 von Christian Klaproth
 
 
Ausgerechnet in der sportlichen Disziplin, die mir mit am wenigsten liegt, hat mein Sohn nun das Training aufgenommen. Es geht um das Tisch-Kickern.

Im Düsseldorfer Trainingslager machte er sich zunächst mit dem Gerät und den Balleigenschaften vertraut, um am Ende der Übung mit traumwandlerischer Sicherheit die Bälle im Tor zu versenken. Bisweilen hat er allerdings noch Tisch-Kicker mit modernen Flipper-Geräten verwechselt, denn anders kann ich mir die zahlreichen MULTI-BALL Phasen nicht erklären. Routiniert wurden auch schon die Punktezähler bedient, auch wenn ich noch nicht hinter das System gekommen bin, wann ein Tor nun ein, zwei oder fünf Punkte einbringt.

Beim abschliessenden Auslaufen um den Tisch herum, mussten der kleine Leistungssportler und sein unachtsamer Vater dann allerdings feststellen, dass die Griffe der Stangen, an denen die Kickerfiguren befestigt sind, bei einem Zweieinhalbjährigen ziemlich genau auf Augenhöhe liegen. :-/
 
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Sprössling
Putt machen?
Der erste 5-Wort-Satz
Nein, heute nicht!
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   Tapetenwechsel
  Kategorie Privat, erstellt am 02.02.2009 von Christian Klaproth
 
 
Tapetenwechsel wird im allgemeinen Sprachgebrauch auch gerne mal stellvertretend für Urlaub, Erneuerung und damit auch Regeneration verwendet. Nicht so bei uns! Tapetenwechsel steht für Renovierung, und obwohl wir gar keine Tapete im eigentlichen Sinne gewechselt haben, stand das Wochenende ganz im Zeichen der Wandbehandlung. Mannomann, ich habe mich selten eine so blöde Einleitung schreiben sehen.

Am Freitagabend schnappte sich Niklas seinen gepackten Koffer, sagte "Tschüss" zur Mama und hatte gerade mal noch für einen Luftkuss Zeit: Es ging nämlich zur Oma nach Oberhausen. Nach einem Kraft-Tank-Abend ging es dann am Samstag frisch ans Werk: Es galt die beiden Kinderzimmer von Niklas und Jonas umzugestalten. Mittlerweile nutzt Niklas beide Kinderzimmer, eines als Spielzimmer und eines als Schlafzimmer. Gerade Jonis Zimmer Bedarf doch einer Überarbeitung, da wir es abgesehen vom nicht mehr vorhandenen Pflegebett kaum verändert haben. Und ausserdem ist der Niklas ja mittlerweile kein Baby mehr und schon ein Kleinkind. Da ist eine Teddy-Bordüre oder eine pastellige Winnie-Pooh Bordüre nicht mehr zeitgemäß.

Leider war die ganze Aktion etwas aufwendiger als zunächst geschätzt: Schon die Bordüre, die sich zu Klebzeiten hier und da selbständig gelöst hatte, wehrte sich vehement dagegen, von der Wand entfernt zu werden. So fand ich unter anderem heraus, dass die eigentlich recht dünne Bordüre aus drei einzelnen Schichten bestand, von denen die unterste die dünnste war. Faszinierend.

Während meine Frau den eher kreativen Teil der Motiv-Auswahl und -Platzierung vornahm, malerte ich an die Stelle der Bordüre einen grünen Trennstreifen zwischen dem oberen Weiss und dem unteren Hellgelb. Zum Abkleben der Ränder hätte ich definitiv ein höherwertiges Klebeband nehmen sollen. Das von mir verwendete Klebeband löste sich hier und da gaaaaaanz leicht, was aber zur Folge hatte, dass sich die grüne Farbe unter das Klebeband schön nach oben und unten zog.  Kapillareffekt nennt man das auch. Hab ich aber erst mitbekommen, als ich mich am Ende meiner Arbeit angekommen meinte und nur noch eben das Klebeband entfernen wollte. Am späten Sonntagnachmittag tat ich dann den letzten korrigierenden Pinselstrich, um die Fransen des grünen Balkens auszubessern. Zwischenzeitlich habe ich aber noch diesen schicken Baum in die Ecke des Zimmers gepinselt. Unterdessen hat Michaela verschiedene Disney-Hunde, Schmetterlinge und eine große Hundehütte an die Wand gezaubert (ist nicht alles auf dem Bild zu sehen). Abgerundet wird das Gesamtbild durch zwei neue Käferlampen.

 Tine Wittler wäre stolz auf uns!!

Ich bin schon sehr, sehr gespannt darauf, was Niklas für Augen machen wird, wenn er das erste Mal sein neues Zimmer betritt. Leider kann ich das selber nicht live miterleben, weil dann schon auf der Arbeit sitzen werde. Ich werde es mir aber berichten lassen...
 
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Sprössling
Joni fehlt

 
   Der Kindergartenplatz
  Kategorie Unsere Zwillinge, erstellt am 30.01.2009 von Christian Klaproth
 
 
Nun ist es offiziell: Ab August dieses Jahres hat Niklas seinen Kindergartenplatz. Die Auswahl ist getroffen, und der notwendige Schriftkram ist (fast) erledigt. Besonders glücklich sind wir über diesen Umstand, weil es ein Platz in dem Kindergarten ist, den wir uns für Niklas (und Jonas) gewünscht hatten. Ursprünglich sollte auch Jonas in diesen Kindergarten kommen, da es sich um einen integrativen Kindergarten handelt, in denen die Gruppen aus gesunden und behinderten Kindern gemischt werden. Nach Jonis Tod mussten wir bangen, den Platz für Niklas zu bekommen, denn es ist nicht einfach mit einem gesunden Nicht-Geschwisterkind in diesen Kindergarten zu kommen.

Besonders gefällt uns das Erziehungskonzept in diesem Kindergarten. Die Kinder werden in relativ kleinen Gruppen speziell nach ihren Fähigkeiten individuell gefördert, wobei es natürlich auch Gruppenaktivitäten und Gruppenregeln gibt. Wir sind sehr froh und auch sehr gespannt und werden sicherlich von Zeit zu Zeit mal etwas berichten.
 
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Sprössling
Putt machen?
Spuren im Schnee
Niklas und Jonas sind da!!!
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Schlaflos in Mönchengladbach
 
   Sprössling
  Kategorie Unsere Zwillinge, erstellt am 20.01.2009 von Christian Klaproth
 
 
Seit gestern weiss ich nun endlich, woher der Begriff Sprössling stammt, den man ja gelegentlich und liebevoll seinem Nachwuchs angedeihen lässt: Niklas überraschte und schockierte mich zugleich mit der Tatsache, dass er alleine die Sprossenwand im Turnraum der Klettermaxe Spielgruppe hinauf- und auch wieder heruntergeklettert ist.

Leider kann ich dazu kein Bild zeigen, denn es sah schon unterhaltsam aus, wie er seine Windel-Kiste rausgestreckt hat. Ich habe es bevorzugt, mich schützend hinter Niklas zu stellen und mit beiden Armen hochkonzentriert auf den Absturz zu warten, der aber nicht eingetreten ist. *stolzbin*

Die Kehrseite dieser Klettermedaille ist allerdings, dass Niklas auch bei uns zu Hause vermehrt damit beginnt, verschiedene Möbel kletternderweise zu erklimmen. Beispielsweise setzt er sich jetzt nicht mehr auf das Sofa, indem er an der flachen Sitzseite hochklettert, nein, er wählt nun den spannenderen Weg über die Armlehne. Das ist nicht immer ungefährlich, da er sich auch gerne schonmal verschätzt. Aber wir merken auch, dass er mit ein bisschen Übung immer sicherer wird.
 
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Spuren im Schnee
Der erste 5-Wort-Satz
Nein, heute nicht!
Niklas und Jonas sind da!!!
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Der Kindergartenplatz
Tapetenwechsel
Früh übt sich
Schlaflos in Mönchengladbach
 
   Putt machen?
  Kategorie Unsere Zwillinge, erstellt am 14.01.2009 von Christian Klaproth
 
 
Der niklasische Zerstörungsdrang kennt kein Erbarmen. Neustes Opfer seiner Zerlegungskunst: Mein schneller, roter Lego-Rennwagen. Zugegeben, fahren konnte er aufgrund der eckigen Räder nicht so gut... er war vielmehr ein Exponat, das in einer Glasvitrine bestaunt werden sollte. ;-)

Bereits während des Aufbauens kam es zu kleineren Auseinandersetzungen ob der schwarzen Lego-Steine. Diese sind in unserem Bestand recht selten und wurden zudem von Junior für eine neue Eisenbahnbrücke benötigt ("Brauch ich! Brauch ich! Meine!"). Ich habe dann nachgegeben und blaue Räder an meinen Rennwagen gebaut. Zu guten alten  Pit Stop II Zeiten auf dem C64 - wir erinnern uns - waren ja die blauen Reifen noch ganz gut, da konnte man noch locker ein bis zwei Runden draussen bleiben, eh man an die Box musste.

Bereits in der frühen Aufbauphase musste ich Niklas versprechen, dass er das Rennauto später kaput machen dürfe. "Putt machen?", fragte er bestimmt zehnmal hintereinander.

Die Bilder zeigen den Rennwagen vor und nachdem Niklas damit eine Runde gedreht hat. *g* Niklas legte dann seine Hand auf meine Schulter und sagte "Nicht weinen.", gefolgt von einem nicht wirklich nach Interesse klingendem "Gut? Gut?. Eigentlich war es mehr ein "Gut! Gut!". Als ich dann auch noch einen Kuss bekam, war ich gar nicht mehr traurig, und gemeinsam haben wir dann seine Eisenbahn-Brücke fertig gebaut.
 
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Bauklötze Reloaded
Zusammensteckbare Bauklötze
Niklas und der Weihnachtsmann
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Der Kindergartenplatz
Früh übt sich
 
   Spuren im Schnee
  Kategorie Unsere Zwillinge, erstellt am 12.01.2009 von Christian Klaproth
 
 
Niklas und Papa waren am Samstag bei Jonis Grab. Es war der erste Besuch, seitdem wir diesen starken Schneefall hatten. Und so fanden wir das Grab auch unter einer knapp 15 Zentimeter dicken Schneedecke. Jonas hatte in den Tagen, in denen der Schnee lag, Besuch von einem Häschen oder Kaninchen, zumindest den Spuren im Schnee nach zu urteilen. Niklas fand das ganz großartig und hat erstmal rund um das Grab einen kleinen Tampelpfad angelegt, während Papa zumindest mal den Grabstein vom Schnee befreit hat. Lange konnten wir allerdings nicht bleiben, denn es war wirklich knackig kalt. Lobend möchte ich noch erwähnen, dass Niklas den ganzen weiten Weg vom Friedhofstor bis zu Jonis Grab und auch wieder zurück brav hinter mir hergelaufen ist. Ich konnte ihn beim besten Willen nicht im Buggy durch den Schnee schieben. Er hatte aber auch einen Heidenspaß daran, die Spuren, die der Buggy im Schnee hinterlassen hat, platt zu treten.
 
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Der erste 5-Wort-Satz
Jonas ist bestattet
Jonas ist ein Engel
Niklas und Jonas sind da!!!
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Sprössling
Der Kindergartenplatz
Kugelrund
 
   Bauklötze Reloaded
  Kategorie Privat, erstellt am 07.01.2009 von Christian Klaproth
 
 
Inspiriert durch meine letzte Bastelaktion und der Tatsache, dass mein Krokodil schon nach wenigen Minuten erkannt worden ist, habe ich gestern noch einen Elefanten nachgelegt (oder verwechsle ich gerade etwas?).

Spaß beiseite. Man(n) fühlt sich kurzzeitig in die eigene Kindheit zurück katapultiert, wenn man sich so richtig kreativ mit den kleinen Steinen austoben kann. Nur dass es heutzutage mehr und mehr dieser "unkreativen" Steine gibt, bei denen im Prinzip ein Fahrzeug lediglich aus zwei zusammengesteckten Steinen besteht. Um dem entgegenzuwirken - Spaß wieder her - habe ich mich gestern dann tatsächlich an einem Krokodil versucht... und es sollte gefährlich und furchteinflössend aussehen... herausgekommen ist aber eher ein relativ süßer Drache, der den heutigen Tag nicht überleben wird, da Niklas sofort gefragt hat, ob er den kaputt machen dürfe. Zumindest für das kurze Fotoshooting konnte ich ihn noch vor der Zerschlagung retten. Aber Ritter Niklas wird heute sicherlich nicht eher ruhen, bis kein Stein mehr auf dem anderen sitzt. Vermutlich wird er sich stilecht die Fliegenklatsche schnappen und dem Drachen mit seinen "Batsch, batsch"-Rufen ordentlich zusetzen. Ich werde berichten.
 
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Zusammensteckbare Bauklötze
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Putt machen?
 
   Zusammensteckbare Bauklötze
  Kategorie Privat, erstellt am 05.01.2009 von Christian Klaproth
 
 
Papas Weihnachtsurlaub ist vorbei, und was soll ich sagen? Ich hatte zwei ganz tolle, intensive Wochen mit meinem Sohn. Die meiste Zeit - zumindest nach Heilig Abend - haben wir mit seiner neuen Lego-Eisenbahn-Anlage gespielt.

Ich glaube, es ist kein Tag vergangen, an dem wir nicht mindestens eine Stunde mit der Eisenbahn gespielt haben. Oder sagen wir mal, Niklas hat gespielt und Papa musste zugucken. :) Ist nämlich alles seine! "Papa, guck zu!" und "Papa, zuschauen!" waren die klaren Ansagen. "Papa, helf mal", kam nur, wenn ein Waggon entgleist ist, den Niklas nach ein paar Versuchen alleine nicht wieder auf die Schienen bekommen hat.

Sein anfänglich erstauntes "Fährt alleine!", was sich auf die batteriebetriebenen Lokomotiven (er hat direkt zwei davon) bezieht, änderte Niklas rasch in ein "Hände fahren!", was soviel bedeutet wie Niklas schiebt die Züge lieber mit den Händen. Das ist auch sehr viel sicherer. Die Gleis-Strecke hat nämlich eine Kreuzung und zwei Weichen. Und da kann es schonmal zu bösen Unfällen und Entgleisungen kommen. Und die findet Niklas gar nicht schön, weil er dann weinen muss, wenn es mal kracht.

Ist aber gar nicht so schlimm, denn mit Lego spielen macht dem Papa auch ohne alleine fahrende Züge Spaß. Schließlich hat Niklas noch vier oder fünf weitere Kisten voller bunter Legosteine, mit denen man tolle Sachen bauen kann.

Erkennt denn jemand, was das auf dem Foto sein soll?
 
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Bauklötze Reloaded
Putt machen?
 
   Frohe Weihnachten 2008?
  Kategorie Privat, erstellt am 24.12.2008 von Christian Klaproth
 
 
Das Weihnachtsfest (zumindest der Heiligabend) war in diesem Jahr nicht so schön, wie in den Jahren zuvor, denn Jonas hat uns schmerzlich gefehlt. Dennoch konnte uns die Freude Niklas' beim Anblick seiner Lego Eisenbahn (und zuvor schon beim bloßen Anblick der Geschenke unter dem Weihnachtsbaum) aufmuntern. Leider haben wir die Ankunft des Weihnachtsmannes taktisch verschlafen. Aber Niklas war nicht wirklich enttäuscht, dass der Weihnachtsmann während seines Mittagsschlafes kam. Schliesslich hat er ja die Geschenke vor Ort gelassen und so musste Niklas auch nicht wirklich sein einstudiertes "Oh Tannebaum... *überleg* ...Blätter" zum besten geben.

Für Jonas haben wir drei Luftballons in den trüben Winterhimmel steigen lassen und gemeinsam hinterhergeschaut, bis wir sie nicht mehr sehen konnten. An den Ballons hing ein ganz spezieller Weihnachtsgruß an Joni mit persönlichen Wünschen / Widmungen unsererseits. Im Garten haben wir zusätzlich noch eine Kerze aufgestellt, die jetzt über die Feiertage brennen wird.

Wir wünschen allen Blog-Lesern frohe Weihnachten und besinnliche Feiertage.
 
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Weihnachten mit Kindern...
Frohe Weihnachten 2006
Frohe Weihnachten!
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2010
 
   Der erste 5-Wort-Satz
  Kategorie Unsere Zwillinge, erstellt am 19.12.2008 von Christian Klaproth
 
 
Gestern war mal wieder Premierentag im Hause Klaproth: Niklas gab seinen ersten Satz, der aus 5 zusammenhängenden Worten bestand, zum besten. Eigentlich könnte sich die Mama freuen, denn sie kommt in dem Satz vor, allerdings sagte Niklas diesen Satz, als die Mama ihn wiederholt kitzelte, und daher ist der Inhalt wohl nur für den Papa amüsant.

Nein, Mama, geh weg da! Deutliche Ansage eines kleinen Mannes, der gerade die  Sendung mit dem Elefanten schaut. Logisch, dass er dabei nicht gestört werden möchte. Schliesslich passieren viele Dinge in dieser Sendung, die (bei lässigster Körperhaltung, siehe Foto) genaustens beobachtet und im Anschluss passend kommentiert werden müssen.
 
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Niklas und der Weihnachtsmann
Nächtliche Ruhestörung
Nein, heute nicht!
Niklas und Jonas sind da!!!
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Spuren im Schnee
Sprössling
Früh übt sich
 
   Niklas und der Weihnachtsmann
  Kategorie Unsere Zwillinge, erstellt am 17.12.2008 von Christian Klaproth
 
 
Gestern fand im  Regenbogenland die Weihnachtsfeier für Familien, Angehörige und Freunde statt. Niklas fühlte sich in der Atmosphäre laut spielender Kinder sofort wohl und nahm seinen "Stammplatz" im Kaufmannsladen ein.

Im Verlaufe des frühen Abends sollten alle Kinder dann mit Hilfe eines gesungenen "Oh Du Fröhliche" den Weihnachtsmann herbeirufen. Niklas fand das zunächst ganz klasse und "La la la"te auch mit. Als dann allerdings der Weißbärtige den Raum betrat und langsam winkend in Richtung Beschehrungsecke lief, da hielt Niklas meine Hand schon fester als sonst (ich hatte ihn auf meinem Schoß). Und als ich meinte, er solle doch jetzt ruhig dem Weihnachtsmann - wie alle anderen Kinder - hinterherlaufen, da wollte er nicht ohne mich los.

In der Beschehrungsecke setzten sich alle Kinder in einem großen Kreis um den Weihnachtsmann und jedes Kind wurde einzeln aufgerufen, um nach vorne zu kommen und vom Weihnachtsmann persönlich ein Geschenk entgegen zu nehmen. Niklas musste anfangs kurz weinen. Aber wirklich nur ganz kurz, bis er sah, dass das erste Kind ein Geschenk bekommen hat. Niklas weiss nämlich schon, was Geschenke sind. Als ich ihm sagte, er müsse nun warten, bis sein Name aufgerufen wurde, saß er brav und wartend wie selten und schaut gespannt zu.

Und als sein Name an der Reihe war, ging er ganz alleine zum Weihnachtsmann, griff zum Geschenk, verstand dann, dass er dem Weihnachtsmann noch eben die Hand schütteln sollte, nahm das Geschenk entgegen und kam mit so einem Strahlen im Gesicht zurück, dass mein Herz einen kleinen Sprung machte.

Niklas hat ein Erweiterungsset für seine zukünftige Lego-Eisenbahn bekommen. Zum Glück kann er noch nicht lesen, deshalb darf ich hier schreiben, dass er eine Lego-Eisenbahn zu Weihnachten bekommt. Hach was freue ich mich schon darauf!! Ich meine, auf Niklas. Darauf wie Niklas sich freuen wird. Ich schätze, ich werde mich dann auch erbarmen, und ihm beim Aufbau der Eisenbahn behilflich sein. *g*
 
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Nächtliche Ruhestörung
Nein, heute nicht!
Käsetoast
Niklas und Jonas sind da!!!
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Der erste 5-Wort-Satz
Putt machen?
Vorweihnachtsstimmung
 
   Nächtliche Ruhestörung
  Kategorie Unsere Zwillinge, erstellt am 03.12.2008 von Christian Klaproth
 
 
Heute Nacht um etwa 02:30 Uhr haben wir uns dazu entschlossen, mit Niklas ins Krankenhaus zu fahren, nachdem er sich innerhalb von 1 1/2 Stunden viermal erbrochen hat. Beim ersten Mal haben wir noch gedacht, dass er am Abend nur zu viel gegessen hätte, aber am Ende waren wir doch so verunsichert, dass wir lieber einen Arzt draufschauen lassen wollten.

Niklas fand den nächtlichen Ausflug ins Krankenhaus ganz prima. Und er bestand ausdrücklich darauf von Mama UND Papa begleitet zu werden. Papa und Mama hingegen, waren wenig begeistert im nächtlichen Schneeregen halbschlafend einen Ausflug zu machen. Im Wartebereich der Kinderklinik, wo ich schon etliche Male mit Jonas gesessen hatte, spielte Niklas vergnügt in einem großen Holzschiff und machte nicht den Eindruck, dass er krank wäre. Aber diese Beobachtung hatte ich auch schon gemacht, als ich dort mit Jonas gewartet habe. Wie die Mütter peinlich berührt ihre Kinder fragten, ob sie wieder nach Hause gehen sollen, weil ja augenscheinlich alles wieder okay ist, wo das Kind 20 Minuten vorher noch sterbenskrank war. Bei der eigentlichen Untersuchung war Niklas sehr tapfer und hat keinen Mucks gesagt, als ihm Blut zur Blutgasuntersuchung abgenommen worden ist.

Herausgekommen ist nicht so viel: Wasserhaushalt stimmt, und vermutlich ist es eine Magen-Darm-Geschichte, die in der Gegend gerade rumgeht. Niklas soll nun Kontakt zu anderen Kindern vermeiden (Ansteckungsgefahr) und muss sich von Salzstangen (mhm... njamnjam) und Tee (mag ich nicht) ernähren, bis sein grummelnder und brodelnder Magen wieder ins Gleichgewicht gekommen ist.

Hoffen wir mal, dass er schnell wieder gesund wird und die Sache spurlos an seinen Eltern vorübergeht.
 
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Nein, heute nicht!
Medienpräsenz
Käsetoast
Folgebeiträge...
Niklas und der Weihnachtsmann
Der erste 5-Wort-Satz
 
   Nein, heute nicht!
  Kategorie Unsere Zwillinge, erstellt am 01.12.2008 von Christian Klaproth
 
 
Niklas verblüffte uns am Wochenende erneut mit seinem Wortschatz, den er sich mittlerweile angeeignet hat. Während wir am Küchentisch saßen und Niklas die Nägel von seinem Nagelspiel (kleine geometrische Formen haben ein Loch durch das ein Nagel gesteckt wird und das Ganze auf einer kleinen Kork-Matte festgehämmert wird) in ein kleines Gläschen - Nagel für Nagel - umfüllte, sagte er so vor sich hin: "vier, fünf, sechs, sieben, acht". So ganz aus heiterem Himmel. Wir mussten uns zunächst einmal gegenseitig versichern, dass wir dasselbe gehört hatten. :)

Witzig ist auch Niklas' neuste Art und Weise, etwas zu verneinen. Er sagt nicht - wie bis vor wenigen Tagen noch - einfach "Nein!", nein, er sagt jetzt "Nein, heute nicht".
"Niklas, möchtest Du etwas essen?" - "Nein, heute nicht!"
"Niklas, hast Du Durst?" - "Nein, heute nicht!"
"Niklas, gehen wir gleich schwimmen?" - "Nein, heute nicht!"
"Niklas, wie sieht es denn mit einem Mittagsschlaf aus?" - "Nein, heute nicht!"
"Niklas, mußt Du A-a machen?" - "Nein, heute nicht!"
Wir wissen nicht, ob er mit dieser Antwort bezwecken möchte, dass wir dieselbe Frage pro Tag nur einmal stellen und ihn somit nicht ständig aus seinem konzentrierten Spielen herausreissen, aber unterhaltsam ist es allemal und in den meisten Situationen kann man nicht anders, und muss lachen.
 
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Medienpräsenz
Käsetoast
Nach Hause telefonieren...
Folgebeiträge...
Nächtliche Ruhestörung
Niklas und der Weihnachtsmann
Der erste 5-Wort-Satz
Sprössling
Früh übt sich
 
   Medienpräsenz
  Kategorie Unsere Zwillinge, erstellt am 26.11.2008 von Christian Klaproth
 
 
Unser Niklas ist für seine Verhältnisse schon ein recht bekanntes Persönchen. Neben Auftritten in selbstgemachten  Comics und  Filmen, tauchte er in der Vergangenheit bereits in einem  Video auf und wurde namentlich in einem  Zeitungsartikel erwähnt. Nun ist er auch noch auf der Titelseite einer Homepage zu sehen. Schaut mal auf  www.kinderhospiz-regenbogenland.de vorbei, ob Ihr ihn entdeckt. :)

Und als wäre das noch nicht genug, gibt es auch noch zwei aktuelle Fotoalben ( Der Künstler Nik bei der Arbeit und  Ein Tag im Movie Park) mit Niklas zu sehen.
 
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Käsetoast
Nach Hause telefonieren...
Folgebeiträge...
Nein, heute nicht!
Nächtliche Ruhestörung
 
   Käsetoast
  Kategorie Unsere Zwillinge, erstellt am 22.09.2008 von Christian Klaproth
 
 
Der Familien-Gourmet und Erstgeborene Niklas muss noch etwas an seiner Ehrlichkeit und Direktheit arbeiten, wenn er der Mama nicht vor den Kopf stossen will - wie geschehen beim sonntäglichen Mittagessen: Auf dem Tisch stand das bis dato leckerste Schweine-Filet Toskana, das ich gegessen habe. Mit frischen Zutaten, lecker überbacken, wohlduftend, einfach perfekt.

Niklas probierte kurz und schob den Teller mit den Worten "Makich!" weg. Makich ist die Kurzform von "Mag ich nicht!". Nach kurzem Überlegen verblüffte uns Niklas mit einem neuen Wort, das er zuvor noch nicht gesagt hatte: Käsetoast! Mmmhhhhmm!. "Was?!? Möchtest Du ein Käsetoast essen?" - "Ha!". Wenn Niklas Ha sagt, meint er eigentlich Ja. Schon seit Monaten kann er Nein sagen, und seit ein paar Wochen auch Ja, aber vermutlich stösst er lieber ein entzücktes Ha heraus, weil er erleichtert und erfreut zugleich ist, dass seine Eltern endlich erraten haben, was er denn möchte.

Er zieht einem Schweine-Filet Toskana also ein schnödes Käsetoast vor. Hmpf. Zumindest einige Erbsen und Nudeln wollte der Nik dann doch noch essen, so dass es ein gelungenes Sonntagsessen war. Und mal ganz im Ernst: Einem so süßen Fratz kann man nicht lange böse sein. :)
 
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Nach Hause telefonieren...
Wer ist hier der Boss?
Super Nik Episode 2
Super Nik Episode 1
Niklas und Jonas sind da!!!
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Medienpräsenz
Nein, heute nicht!
Nächtliche Ruhestörung
Niklas und der Weihnachtsmann
 
   Nach Hause telefonieren...
  Kategorie Unsere Zwillinge, erstellt am 19.09.2008 von Christian Klaproth
 
 
Der Niklas kann jetzt schon telefonieren. Lange Zeit hat er lieber auf den Tasten des Telefons herumgedrückt und ein Gespräch beendet, als dass er überhaupt verstanden hätte, dass am endere Ende der Leitung jemand sitzt und mit ihm spricht.

Heute morgen - Niklas hat bei der Oma übernachtet - rief er mich an und fragte "Hallo?", und ich sagte "Hallo Niklas!", und er erwiderte "Hallo Papaaaaa!". Hach ja, das ist schon schön. Allerdings hat er auch kurz darauf und sehr abrupt das Telefonat beendet, ohne sich zu verabschieden. Der Reiz des Tastendrückens war wohl doch noch zu groß.

Michaela hat ihm gestern am Telefon erzählt, dass sie lecker Kuchen gekauft hätte, woraufhin er sagte "Mmmhmmmm, njamnjamnjam." Er versteht also offensichtlich auch, was wir ihm am Telefon sagen. Das Bild zeigt übrigens, dass telefonieren sehr anstrengend ist und man bei einem langweiligen Gespräch auch schonmal spontan einschlafen kann.
 
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Super Nik Episode 2
Der Künstlöhr
Ich bin wach, holt mich hier raus!
Niklas und Jonas sind da!!!
Folgebeiträge...
Käsetoast
Medienpräsenz
Nein, heute nicht!
 
   Wer ist hier der Boss?
  Kategorie Unsere Zwillinge, erstellt am 08.09.2008 von Christian Klaproth
 
 
Eine gemeinsame Mahlzeit mit Niklas kann bislang zu einer anstrengenden Herausforderung werden, da es exakte Instruktionen zu befolgen gilt. Mit einem "Mama tink da eina!!" wird eben jene aufgefordert, den Becher zu heben, zu prosten und dann auch ja mindestens einen Schluck zu trinken. Bei Nicht-Befolgung werden die Anweisungen lauter.

Das ist wohl das Ergebnis unserer monatelangen Erziehungsversuche. Nachdem wir Niklas nämlich das Prosten beigebracht hatten, wollte er nur noch prosten, aber nicht mehr trinken. Wer Prost sagt und anstösst muss aber mindestens auch einen Schluck trinken. Da haben wir den Salat. Neuerdings weht uns aber auch ein "Mama ess da!!" entgegen (am Imperativ wird noch gearbeitet), wenn wir beim Mittagessen zu lange reden, ohne dabei weiterzuessen.

Hat man vor, seinen Teller leerzuessen ("Tella alle"), sollte man sich damit sputen, bevor der Niklas "Fertich!" ruft. Dann nämlich müssen alle Teller ohne Wenn und Aber ineinander gestellt werden. Ordentlich ordnet Niklas dann mit "Hänna ab da!" eine Reinigung der Hände an, um abschliessend mit "Papa runta!" zu klären, wer ihm von seinem Hochstuhl hinunter helfen darf.
 
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Super Nik Episode 2
Niklas' Gastauftritt
Super Nik Episode 1
Der Künstlöhr
Ich bin wach, holt mich hier raus!
Niklas und Jonas sind da!!!
Folgebeiträge...
Käsetoast
 
   Super Nik Episode 2
  Kategorie Unsere Zwillinge, erstellt am 22.08.2008 von Christian Klaproth
 
 
Und hier kommt auch schon der zweite Teil der Super Nik Saga, frisch aus der Klappi Films Produktion, raufgeladen auf YouTube, runtergeladen auf Eure Bildschirme. :)

Auch die zweite Episode ist recht sinnfrei und vermutlich für die Eltern am unterhaltsamsten. Aber macht Euch selber einen Eindruck vom neusten Geniestreich des Geniestreichers.

 
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Super Nik Episode 1
Folgebeiträge...
Wer ist hier der Boss?
Nach Hause telefonieren...
Käsetoast
 
   Niklas' Gastauftritt
  Kategorie Privat, erstellt am 16.08.2008 von Christian Klaproth
 
 
Wie der Zufall es will, ist im Internet - genauer gesagt auf YouTube - eine weitere Produktion aufgetaucht, in der Niklas mitwirkt. Diesmal allerdings nur in einer Nebenrolle als cooles Kleinkind. Das Video zeigt Ausschnitte aus dem diesjährigen Sommerevent meines Arbeitgebers. Neben sportlichen Wettkämpfen wurden auch für die Kleinsten nette Sachen angeboten. Niklas' Gastauftritt kann man in dem Video von ca. 1:12 bis 1:17 sehen. Das sind zwar nur 5 Sekunden, aber wie ich finde 5 sehr coole Sekunden. ;-)

Aber seht selbst...

 
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Folgebeiträge...
Wer ist hier der Boss?
 
   Super Nik Episode 1
  Kategorie Unsere Zwillinge, erstellt am 15.08.2008 von Christian Klaproth
 
 
Heute möchte ich Euch voller Stolz die erste Produktion von Klappi Films zeigen. Man muss auch einfach mal mit dem aktuellen Trend gehen und in Zeiten von Vlogs (sozusagen Video-Blogs) bewegte Bilder zeigen. Nun möchte ich Euch nicht abschrecken, indem ich meine Blog-Einträge einfach in eine Webcam spreche, sondern vielmehr die spannenden Episoden mit den Abenteuern von Super Nik und Super Jak präsentieren. Ebenso wie Marvel seit einiger Zeit erfolgreich Comics verfilmt, handelt es sich bei den Abenteuern von Nilk und Jak auch um die Verfilmung einer  Comic-Vorlage.

So. Nun aber genug der Vorworte, lassen wie die knallharte Action der ersten Episode für sich sprechen. Viel Spaß mit der ersten Episode von Super Nik!

 
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Nik und Jak müssen ins Bett
Die Abenteuer von Nik und Jak
Folgebeiträge...
Super Nik Episode 2
Wer ist hier der Boss?
Käsetoast
 
   Der Winter kann kommen
  Kategorie Privat, erstellt am 05.08.2008 von Christian Klaproth
 
 
Wie sagte meine Frau so schön: "Mannomann, jetzt haben wir aber ordentlich Holz vor der Hütte." Gut - ich kenne diesen Satz aus meiner heissen Jugend noch in einem anderen Zusammenhang, aber wörtlich genommen stimmt die Aussage seit letztem Wochenende.

Dank der tatkräftigen Unterstützung eines kleinen Holzträgers, konnten wir schon jetzt ungefähr 8 Kubikmeter feinstes, trockenes und unbehandeltes Holz aufstapeln. Sichtlich stolz posiert Niklas dann auch vor seinem Werk. Nagut, Papa hat etwas mitgeholfen, und Mama hat uns mit Kaltgetränken gesponsort. Nennen wir es einfach eine Familienproduktion. Etwa 4 bis 5 Meter Kubikmeter sollen noch folgen, wobei wir für die folgenden Holzlieferungen noch einen geeigneten Lagerplatz finden müssen.

Der Winter kann also kommen und wir freuen uns scnon auf gemütliche Abende vor dem Kaminofen.
 
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Gemütlichkeit

 
   Der Künstlöhr
  Kategorie Unsere Zwillinge, erstellt am 28.07.2008 von Christian Klaproth
 
 
"Ich bade meine Hände in Unschuld", könnte der Untertitel des Fotos lauten. Wenn Niklas kreativ wird, dann aber so richtig. So geschehen am Wochenende, als er mit Fingerfarben einige Meisterwerke (quasi im Akkord) produziert hat.

Allerdings hat er den Begriff Fingerfarbe noch nicht ganz verstanden und hat es eher als Unterarmfarbe benutzt. Die verschiedenen Töpfe enthalten nun auch alle desselbe Schmaddergemisch aus grün, blau, rot und gelb. Aber der Niklas hatte Spaß und hat ein paar ganz grandiose Handabdrücke abgeliefert, garniert mit expressionistisch nuanciertem Romantik-Kubismus in feinster Wischtechnik.

Na, jetzt hauen wir aber ganz schön auf die K*cke, oder? :) Einige Werke werden wir demnächst hier als Fotoalbum veröffentlichen. Apropos K*cke: Am Wochenende hat Niklas dann auch noch unseren Garten entweiht. Aufgrund der gefühlten 42 Grad im Schatten bei einer relativen Luftfeuchtigkeit von 99%, beschlussen wir, Niklas ohne Windel im Garten herumspielen zu lassen. Wir fragten ihn mehrmals (etwa viertelstündlich), ob er mal "A-A" machen müsse, was er jedesmal vehement verneinte. Sein langgezogenes Nein! hört sich immer so an, als wolle er unterschwellig sagen, wie man nur so eine Frage stellen könne. Während einer verdächtig ruhigen Spielphase entdeckte ich neben der Wasserspielstrasse eine mit Schmutzfliegen bedeckte Skulptur. Niklas der Künstlöhr hatte wieder zugeschlagen. Und wie es sich gehört, waren das natürlich keine festen Murmeln, sondern... ich erspare Euch weitere Details. Jedenfalls muss es ihm langsam das Bein heruntergelaufen und halb am Schuh hängen geblieben sein... den Spuren nach zu urteilen. Naja. Jedenfalls war er sichtlich erleichtert, nachdem Mama die Ferkelei beseitigt und Papa Po und Beine gesäubert hatte. :)
 
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Ich bin wach, holt mich hier raus!
Schrumpelfinger
Niklas flog Dschö
Niklas fliegt Dschö
Niklas und Jonas sind da!!!
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Wer ist hier der Boss?
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   Ich bin wach, holt mich hier raus!
  Kategorie Unsere Zwillinge, erstellt am 21.07.2008 von Christian Klaproth
 
 
Kleinkinder entwickeln eine Vielzahl von Möglichkeiten, auf den Umstand hinzuweisen, dass sie - meistens mitten in der Nacht - wach geworden sind. Niklas beherrscht drei Methoden, die sich zwar hinsichtlich der Intensität ihrer Forderung unterscheiden, aber annähernd denselben Effekt erzielen: Papa springt auf und kümmert sich.

Variante 1: Weinen. Weinen hilft immer. Denn wenn man nur ausreichend lange weint, dann passiert etwas. Und passiert doch nichts, dann steigert man sich einfach ein bißchen rein und schreit. Spätestens dann steht Papa Gewehr bei Fuß, gibt den in den weiten des Bettes verloren gegangenen Schnulli oder den Kuschel-Hundi, deckt die kalten Füßchen wieder zu, streichelt den Kopf, flüstert ein paar beruhigende Worte und schlurft wieder in Richtung Bett. Alles ist gut. Das interessante an Variante 1: Das Kind schläft eigentlich während der ganzen Zeit. Schnulli oder Hundi wirken dann wie ein umgelegter Schalter, und Ruhe kehrt ein.

Variante 2: Den Zimmerservice rufen. Niklas hat an seinem Bett einen Winnie Pooh. Der strahlt blaue Bilder an die Decke und spielte sanfte Waldgeräusche und leise Musik. Dafür hat er am Bauch ein sternförmige Taste. Drückt man diese Taste wiederholt, dann plingt es. Dieses Pling reicht aus, die Sendeschwelle des Babyphones zu übersteigen, weshalb es nachts auf meinen Nachttisch gerne mal Pling, Pling, Pling... macht. Da das relativ nervig ist, führt auch diese Variante dazu, dass Papa nach wenigen Sekunden erscheint, den Kopf streichelt, die Decke zurechtzuppelt und Sohnemann innerhalb gefühlter 0,7 Sekunden wieder in die Traumwelt entschwunden ist.

Variante 3: Papa rufen. Es ist so herzzerreissend süß, wenn Niklas zaghaft "Papa?" ruft, dass Papa einfach nicht widerstehen kann und dem Ruf folgen muss. Der Nachteil an Variante 3: Die Nacht ist beendet. Denn wenn Niklas so wach ist, dass er Papa rufen kann, dann schläft er auch nicht mehr ein. Aber glücklicherweise hat Niklas Variante 3 bislang nur morgens nach sechs Uhr angewandt.

Ich warte übrigens noch auf den Tag, dass Niklas mal von alleine aufsteht, denn sein Bett ist nicht geschlossen. Wenn er wollte, könnte er auch alleine aufstehen, aber vermutlich ist es ihm in seinem Zimmer noch zu dunkel dafür.

Jonas beherrscht neben Variante 1 übrigens auch noch zwei weitere Varianten, den Papa ansteppen zu lassen.

Variante 4: Gackern. Jonas wird ja häufiger nachts wach. Gelegentlich kommt es dann vor, dass Jonas nicht zu Variante 1 greift, sondern eine Art Lach-Flash hat. Dann hört es sich so an, als würde er gackern und zwischendurch mit einem lauten Gegluckse die Luft einziehen. Damit Niklas bei einer solchen nächtlichen Ruhestörung nicht zu Variante 2 greift, muss der Jonas also schnell beruhigt werden, was nicht immer gelingt. Aber solange es nicht in Variante 1 abdriftet, ist das schonmal gut. :)

Variante 5: Mit dieser Taktik schafft es Jonas, dass Papa die 10 Meter vom elterlichen Schlafzimmer bis in Jonas' Zimmer in unter 3 Sekunden absolviert (inklusive Aufstehen und Türen öffnen)!! Mit einem lauten Klonk! haut Jonas seinen Kopf gegen die Holzstäbe seines Pflegebettes. Das macht er nicht mit Absicht, er kann seinen Kopf eben nicht so gut halten. Gelegentlich scheint Jonas nachts eine Trainingseinheit einzulegen. Dann drückt er seinen Oberkörper mit den Armen nach oben und hebt den Kopf. Weil er ihn aber nicht so lange halten kann, kippt er zur Seite um. Sollte er nun unglücklicherweise zuvor zu sehr zum Bettrand gerobbt sein, kommt es zu dem beschriebenen Effekt. Aber erstaunlicherweise hat sich Jonas bei diesen Übungen noch nie ernsthaft weh getan. Allerdings dauert es dann seine Zeit, bis man ihn wieder zum Schlafen überredet hat.
 
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   Schrumpelfinger
  Kategorie Unsere Zwillinge, erstellt am 07.07.2008 von Christian Klaproth
 
 
Der Niklas ist an und für sich ein ganz Reinlicher. Zwar matscht er gerne im Essen herum und er paniert seine nassen Hände auch im Sandkasten, aber die Freude ist meistens von kurzer Dauer, weil er dann seine Hände sauber gemacht bekommen möchte (sofern er es nicht selber abbekommt, was ihn stört).

Neulich war Niklas in der Badewanne. Und weil es unerträglich warm und die Wassertemperatur angenehm war, war er etwas länger in der Wanne. Beim Abtrocknen auf dem Wickeltisch kam dann der Schreck: Schrumpelfinger!! Alle Finger waren mit Schrumpel bedeckt. Niklas konnte das zunächst nicht richtig einordnen, wischte seine Hände aneinander, und als er bemerkte, dass es nicht abgeht, fragte er "Aua?" und begann seine Finger einzeln abzupusten. Das half nicht. Auch Papas gutes Zureden, dass das nichts Schlimmes sei, und dass es von alleine wegginge, halfen nicht. Niklas musste weinen.

Erst im Wohnzimmer lies er sich beruhigen. Der Fotoaparat, den Niklas von Tante Christine aus Berlin zum Geburtstag bekommen hat, konnte ihn von seinen Fingern ablenken. Dann der entscheidene Fehler von Papa: "Niklas, schau mal, Deine Finger sind wieder in Ordnung!". Ich hätte ihn besser nicht an seine Finger erinnert, denn für die nächste Zeit, war Niklas damit beschäftigt, auf dem Wohnzimmer-Boden nach Schrumpel zu suchen, das scheinbar von seinen Fingern abgefallen war.

Ist schon irgendwie süß, wie die Kleinen ihre Welt entdecken. :)
 
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Halbzeit der Legislaturperiode
Niklas flog Dschö
Niklas guckt Fußball
Niklas und Jonas sind da!!!
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Der Künstlöhr
Einfach mal abhängen...
 
   Halbzeit der Legislaturperiode
  Kategorie Unsere Zwillinge, erstellt am 29.06.2008 von Christian Klaproth
 
 
Unsere auf den Tag genau vor zwei Jahren ins Amt geborene Regierung zieht eine Halbzeit-Bilanz und blickt optimistisch in die Zukunft. Bislang wurde in den Reihen der untergebenen Eltern nur leise Protest über die Neuregelung zu Schlafgewohnheiten und Essenszeiten geäußert, so daß das Präsidenten-Duo auch weiterhin vorschreiben wird, wann Ruhezeiten zulässig sind und wann ausgiebig gespielt werden muss.

Die Forderung, die Stubenreinheit in das Parteiprogramm der SPD (Schnuller Partei Deutschland) aufzunehmen, wurde vom Vorsitzenden Niklas bislang vehement abgelehnt. "Der Füllstand bisheriger Windeln wurde ja schon als voll bezeichnet", hiess es aus Regierungskreisen, "aber die sollen mal abwarten, was richtig volle Windeln sind." - "Zum Glück", so Papa, "sind heutige Fünf-Kammer-Und-Siebzehn-Lagen-Hightech-Windeln so gespickt mit Weltraum- und Raketentechnik, dass ich mir keine großen Sorgen für die Zukunft mache."

Auch der Ex-Milch-Präsident Jonas, seines Zeichens Minister für das Ressort Tackern und Sabbern, lehnt Änderungen am Parteiprogramm kategorisch ab und fordert stattdessen einen Ausbau der Schmusezeiten, auch über den Feierabend hinaus. Insbesondere Nachtschmusen ist ein in der Vergangenheit häufig geforderte Maßnahme, die jedoch vermehrt auf heftige Kritik in den elterlichen Bereichen der Bevölkerung stoesst.

Soweit die Meldungen aus der Politik. Und hier wieder eine Aufzählung von Regeln, die junge Eltern unbedingt berücksichtigen sollten:
  • Spielzeug hat auf dem Wickeltisch nichts zu suchen, denn ein Massivholz-Spielzeug-Bus entwickelt eine ungeahnte kinetische Energie, die am Boden in Deformationsenergie umgewandelt wird, wenn er herunterfällt. Sehr schmerzhaft, wenn das deformierte Objekt Papas großer Zeh ist!
  • Ein Kleinkindmund ist ein unerschöpflicher Quell tropfenden Speichels, der vor allem dann nahezu sprudelt, wenn kurz zuvor sämtlicher Speichel ordentlich weggewischt worden ist. Der Speichelfluss lässt sich durch Schultern des Kindes bei gleichzeitigem Tragen eines Diensthemdes verstärken.
  • Man kann noch so stolz auf den Sprössling sein, der den heissen Haps auf dem Löffel selber kaltpusten kann. Man wird sich wünschen, er hätte es nie gelernt, denn er pustet auch dann, wenn er den Mund noch voll hat.
  • Unter 4 Augen kann der Nachwuchs die komplette Choreographie des Krabbelgruppenabschiedsliedes auswendig. Während des Liedes in der Krabbelgruppe wird er teilnahmslos in der Gegend herumschauen.
  • Wenn es darauf ankommt, dass Sohnemann auf der einstündigen Autofahrt schläft, damit er später nicht so knatschig ist, wird er erst 5 Minuten vor Ankunft einschlafen. Auf kurzen Strecken unter 10 Minuten schläft er grundsätzlich sofort ein.


Wir wünschen Niklas und Jonas alles Gute zum vollendeten zweiten Lebensjahr und viel Glück und Gesundheit auf dem Weg zur 3!
 
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29.06.2006, Ein Jahr danach...
Niklas und Jonas sind da!!!
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Schrumpelfinger
Jonas ist ein Engel
Börsdi Tuju
Impressionen einer Piratenparty
 
   Niklas flog Dschö
  Kategorie Unsere Zwillinge, erstellt am 24.06.2008 von Christian Klaproth
 
 
Niklas Bemerkung zum Thema fliegen würde - wenn er sich denn schon dementsprechend äußern könnte - sehr wahrscheinlich LANGWEILIG! lauten. Aber beginnen wir vorne. Der erste Schock für Niklas (sieht man einmal vom frühen aufstehen ab) war die Sicherheitskontrolle am Flughafen, bei der er sich von seinem heiss-und-innig-geliebten Teddy-Trolley-Koffer trennen musste, da Kleinkinder nicht durch die Durchleuchtungsanlage geschoben werden. Der zweite Schock kam dann, als wir kurz vor dem Boarding auch noch seinen noch-heisser-und-inniger-geliebten Buggy beim Flugpersonal abgeben mussten. Das Betreten der Maschine mit einem Niklas auf dem Arm, war erwartungsgemäß eng und kräftezehrend. Das ohnehin schon knapp bemessene Raumangebot wird mit einem Kind auf dem Schoß nicht besser.

Der Start des Dschös war für Niklas recht aufregend, was ich daraus schliesse, dass er meine Hand freiwillig (!!) ziemlich fest gedrückt hat. Aber schon nach wenigen Minuten in der Luft war der Ausblick auf dem Fenster langweilig, und es galt, den Niklas zu beschäftigen und vom Schreien abzuhalten. Nach fünffachem Studium der Sicherheitskarte, die Niklas in der Tasche des Sitzes vor uns entdeckte, bestand seine liebste Beschäftigung darin, gegen den Vordersitz zu treten. Auch der Rückflug mit seinen kleineren unwetterbedingten Turbulenzen konnte den Niklas nur recht kurz vom Quängeln abhalten. Insgesamt ist das Fliegen mit Kleinkind recht stressig. In Berlin Tegel bemühte man sich jedoch, die Trennung zwischen Niklas und Teddy-Trolley so kurz wie möglich zu halten. Allerdings tröstete das nur wenig über die Tatsache hinweg, dass wir den Buggy trotz Einpackens in eine Kofferfärmige Tasche, in der Sperrgepäckabfertigung abgeben mussten, die natürlich schön weit vom Gate entfernt war. Niklas perfektem Timing und dem Fehlen eines Wickeltisches in der Sicherheitszone hatten wir es dann auch noch zu verdanken, dass wir einen improvisierten Windelwechsel hinlegen mussten, während alle anderen bereits die Maschine betraten.

Das Sommerevent der  GEBIT, welches der Grund für unseren Aufenthalt in Berlin (und Umgebung) war, war dagegen sehr viel interessanter und hat ordentlich Spaß gemacht!
 
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Niklas fliegt Dschö
Niklas guckt Fußball
Niklas geht spazieren
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Schrumpelfinger
Der Künstlöhr
 
   Niklas fliegt Dschö
  Kategorie Unsere Zwillinge, erstellt am 19.06.2008 von Christian Klaproth
 
 
Ach was bin ich schon aufgeregt: Morgen geht es los! Niklas wird zum ersten Mal in seinem Leben Dschö fliegen. Dschö sagt er zumindest immer, wenn am Himmel ein Flugzeug zu hören ist. Er zeigt dann ganz aufgeregt mit dem Finger darauf und ruft "Dschö, Dschö". Das funktioniert übrigens auch andersherum: Sagt man zu Niklas "Dschö", dann schaut er zum Himmel und sucht das Flugzeug.

Spannend werden wahrscheinlich allein schon die Sicherheitskontrollen. Wenn der kitzelige Niklas links und rechts des Körpers mit diesem piepsenden Ding nach Sprengstoffgürteln abgesucht wird. Meine Frau hat ja die Vermutung geäußert, Babies und Kleinkinder würden mit dem Gepäck einfach in den Durchleuchtungsschacht geschoben werden. Da Niklas mit eigenem kleinen Gepäck reist, bin ich schon gespannt, ob er seinen Koffer öffnen muss. Dann könnte das Geschrei groß sein ("Meine, meine!!!"), wenn jemand vom Flughafenpersonal seine Spielsachen anfassen möchte.

Ich werde berichten...
 
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Niklas guckt Fußball
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Niklas flog Dschö
Der Künstlöhr
 
   Niklas guckt Fußball
  Kategorie Unsere Zwillinge, erstellt am 13.06.2008 von Christian Klaproth
 
 
Obwohl der Ausgang des gestrigen Vorrunden-Spiels Deutschland gegen Kroatien (1:2) nicht so erfreulich war, hatte ich eine Menge Spaß während des Spiels, denn ich habe es zusammen mit Niklas, Jonas und meiner Frau geguckt. Quasi Rudel-Gucken im kleinen Stil.

Fasziniert hat Niklas auf den Fernseher geschaut und sich gefreut, wenn er den mal winzig kleinen, mal recht großen Fußball verfolgt hat. Dass man beim Tor der deutschen Mannschaft jubeln muss, hat er erst nach der dritten Erklärung verstanden und beide Arme hochgerissen. Jonas gackert natürlich sofort, wenn sich Papa laut freut.

Aber das mit den Toren ist für Niklas ohnehin nur nebensächlich. Viel spannender sind ja die ganzen Verletzungen. Jedesmal zeigte Niklas ganz mitleidig auf den Fernseher, wenn mal wieder ein Spieler über einen Grashalm gestolpert war und sagte "Aua, aua.". Er musste sich aber nicht lange Sorgen machen, denn in der darauffolgenden Zeitlupe konnte ich ihm zeigen, dass in Wirklichkeit gar nichts passiert war. Oder aber der sich am Boden wälzende Spieler (z.B. Ballack) sprang in der nächsten Sekunde schon wieder auf und hüpfte wie ein junger Gott durch den Strafraum.

Doch was ist das? Gegen Ende des Spiels ruft Niklas erneut ganz aufgeregt "Aua, aua!!" und zeigt auf einen kroatischen Spieler, der sich vor Schmerzen das Gesicht hält. Unfeine Geste von Schweini: Nachdem der Kroate nachgetreten hat, schubste Schweini ihn. Zartbesaitete Schiedsrichter zeigen hier schonmal die rote Karte, wohingegen ein williges Inkaufnehmen der Verletzung eines gegnerischen Spielers bei einer Blutgrätsche egal aus welcher Richtung gerade mal mit Gelb abgetan wird. Wie soll ich das dem Niklas nur begreiflich machen, dass beim Fußball das Fairplay im Vordergrund stehen sollte?
 
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Niklas geht spazieren
Maximilian, der Große
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   Niklas geht spazieren
  Kategorie Unsere Zwillinge, erstellt am 04.06.2008 von Christian Klaproth
 
 
Gestern Abend freute sich Niklas - wie immer - wenn ich von der Arbeit nach Hause komme. Allerdings schnappte er nicht wie sonst meine Hand und rief "Papa, bau!", was so viel bedeutet wie, ich soll mit ihm seine Holzeisenbahn aufbauen. Gestern rannte er zur Wohnungstür, versuchte sie zu öffnen, zeigte ganz hektisch auf die Tür und rief "Da, da, da!", um anschliessend seinem begriffsstutzigen Vater mit seine wild gewedelten Sandalen klar zu machen, was er wollte. Was er mir mitzuteilen versuchte, verstand dann sogar ich: Er wollte raus! Also haben wir spontan noch einen kleinen Spaziergang gemacht.

Da kann man ja eine Menge erleben. Die Kirchenglocken zum Beispiel. Mit einem "Boing, Ba!" kommentierte Niklas jeden Gongschlag (und um 18:00 Uhr ertönen viele Gongschläge aus dem Glockenturm unserer Kirche). Als Highlight des Ausfluges steuerte ich den Kinderspielplatz hinter der Kirche an, was sich allerdings als recht fatal herausstellte: Meine Versuche, Niklas mit der Aussicht auf einen Spielplatz weiterzulocken (die Kirchenglocken wollten nicht aufhören zu läuten), mündeten in leichter Panik, als ich sah, dass der komplette Spielplatz von den Unwettern der letzten Tage komplett geflutet war. Bestimmt 20 bis 30 cm stand der Spielplatz unter Wasser. Niklas, der sich sichtlich auf Spielplatz und Plantschen auf einmal freute, konnte gerade noch beruhigt und mit einer "Wir-sammeln-Steine-für-die-Mama"-Aktion abgelenkt werden. Bei dieser Gelegenheit haben wir auch gleich entdeckt, dass so eine Tasche an der Hose ganz praktisch ist. Da kann man die unzähligen gefundenen Steine nämlich reinplacken, wenn sie nicht mehr in die beiden Händchen passen. Getreu des Mottos Vertrauen ist gut, selber tragen ist besser kontrollierte Nik alle paar Meter, ob auch noch alle Steine vorhanden waren, was die Heimkehr etwas verzögerte.

Die Steine hat er der Mama dann doch nicht gegeben. Waren wohl zu wertvoll.
 
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   Maximilian, der Große
  Kategorie Unsere Zwillinge, erstellt am 24.05.2008 von Christian Klaproth
 
 
In der vergangenen Woche waren wir beim Kinder-TÜV, zum siebten Mal, um genau zu sein. U7 wird diese Untersuchung im Volksmund auch genannt. Das Ergebnis? Nunja, diffus.

Niklas war nicht so gut drauf und hat bei weitem nicht das gezeigt, was er kann. Vielleicht lag es daran, dass wir das letzte Mal zur Blutentnahme beim Kinderarzt waren. Jedenfalls hat er von seinem umfangreichen Wortschätzchen gerademal ein "Mama" herausgebracht. Und die roten kleinen Klötzchen hat er ordentlich der Reihe nach nebeneinander in den Karton zurückgelegt, anstatt daraus ein Türmchen zu bauen. So ist er der Nik, stets um Ordnung bemüht, solange es sich nicht, um sein eigenes Zimmer handelt.

Ansonsten hat die Untersuchung ergeben, dass wir vielleicht mit der Wahl seines zweiten Vornamens eine unterbewusste Vorahnung gehabt haben. Laut seiner jetzigen Wachstumsdaten nach zu urteilen, ergibt sich eine prognostizierte Körpergröße von 2 Metern!! Schwer vorstellbar, dass dieser Knirps mal größer wird als ich...
 
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   Fleissiges Helferlein
  Kategorie Unsere Zwillinge, erstellt am 15.05.2008 von Christian Klaproth
 
 
So ein Garten macht schon eine Menge Arbeit. Speziell das abendliche bewässern des Rasens nimmt eine Menge Zeit in Anspruch (wobei ich ja zugeben muss, dass der meditative Aspekt des Rasen-Sprengens nicht zu verachten ist).

Dennoch bin ich froh, in Niklas eine Garten-Hilfe gefunden zu haben. Bewaffnet mit seinem eigenen Gartenschlauch, ist er nicht mehr zu bremsen. Und da Niklas sehr gründlich ist mit dem, was er tut (wenn Papa staubsaugt, zeigt Niklas genau auf die Stellen, an denen noch nicht gesaugt worden ist), wässert er auch jede Stelle des Rasens, zur Not auch bis zur Überschwemmung. Er wässert auch jede Stelle seines Körpers. Deshalb trägt er auch schnell trocknende UV-Kleidung und original Crocs. Auch Mama, Papa und Jonas werden gewässert. Deshalb muss der Jonas auch schnell nach drinnen ins trockene, wenn draussen der Niklas wässert. Eigentlich wird alles gewässert, was nicht rechtzeitig in Sicherheit gebracht wird. Aber wenn man das weiss, kann man sich ja drauf einstellen.

Trotzdem bin ich auch ein kleines bisschen froh, wenn es heute Abend mal regnet (ist zumindest angesagt), dann wird der Garten einfach mal automatisch bewässert.
 
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Maximilian, der Große
Niklas geht spazieren
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   Zuwendungserschleichend
  Kategorie Unsere Zwillinge, erstellt am 12.05.2008 von Christian Klaproth
 
 
Niklas kennt ein neues Spiel - oder sagen wir es wie es ist: Er hat eine neue Masche. Wenn er sich weh tut, dann pusten wir auf die betreffende Stelle, und zum Abschluss gibt es ein sachtes Küsschen drauf (vorausgesetzt, es handelt sich nicht um eine offende Wunde).

Gestern Abend sitze ich nach einem actionreichen Gartentag beim Jonas im Zimmer im Schaukelstuhl. Während Jonas langsam eindöst, spielt Niklas nebenan in seinem Zimmer. Klonk! "Au,au.", höre ich Niklas jammern. Tip-tap-tip-tap kommt er angelaufen und hält mir seinen Ellenbogen unter die Nase, zeigt auf eben jenen und sagt "Au.". Klare Sachlage, da muss getröstet und gepustet werden. Zum Abschluss ein Küsschen, und die Welt ist wieder in Ordnung. Kaum dass Niklas in seinem Zimmer verschwunden ist, höre ich schon wieder das Klonk! Tip-tap-tip-tap. "Au,au.", jammert Nik erneut und ich leiste erneut Erste Puste. Nach dem dritten und vierten Mal bin ich dann hintergeschlichen und habe mal vorsichtig um die Ecke in das Zimmer gelünkert. Und was muss ich da sehen? Der kleine Simulant! Klopft seinen Ellenbogen mit voller Absicht gegen sein Lauflernauto (was jetzt sein Indoor-Flitzer ist) und macht sich wieder auf den Weg zu mir. Ganz unschuldig fordert er mich wieder auf, zu pusten. Ich sage ihm, dass er geschummelt hat und sich gar nicht wirklich am Ellenbogen weh getan hat. Aber was ein wahrer Bengel ist, zeigt er sich natürlich unbeeindruckt, haut mit der Hand auf die Lehne des Schaukelstuhls (nicht so doll, dass es weh tut, aber auch nicht so lasch, dass es unrealistisch aussieht), hält mir den Zeigefinger entgegen und sagt "Au,au.".
 
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Besitzergreifend
Nicht die Mama!
Hebelwirkung
Niklas und Jonas sind da!!!
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Maximilian, der Große
Niklas geht spazieren
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   Besitzergreifend
  Kategorie Unsere Zwillinge, erstellt am 09.05.2008 von Christian Klaproth
 
 
Der Niklas hat wieder ein neues Wort gelernt, dass er gerne, häufig und energisch einsetzt, wenn er etwas sieht, das er unbedingt haben muss. "Meine!", ruft er laut, anstelle von "Da!". Wenn er ein bißchen aufgeregt ist, dann ruft er auch nur "Mein!". Das bedeutet dann soviel wie, "Ich habe es zuerst gesehen und meine Besitzansprüche klar zum Ausdurck gebracht, und nun gib mir das, was mir gehört, sonst schreie ich Dir die ganze Bude zusammen!". Wenn man der Forderung nicht nachkommt, oder es sogar wagt, ihm zu widersprechen, weil das Brot auf dem eigenen Teller nicht seins ist, dann gibt es zwei Möglichkeiten, wie die Konversation weitergehen kann, wobei die eine Möglichkeit lediglich ein Umweg ist und zum selben Ziel führt: Entweder er ruft "Mann!" und lässt einen schrillen Wutschrei ab, oder er setzt direkt den Wutschrei ab. Manchmal ist er dann doch mit Argumenten davon zu überzeugen, dass das Brot auf seinem Teller in Menge und Konsistenz dem Brot auf Papas Teller entspricht. *seufz*

Jonas ist ähnlich besitzergreifend, wenn auch nicht mit Worten, dann doch mit einem stahlharten Griff, der King Kong an der Leine halten würde. Was Jonas zu greifen bekommt und nicht von alleine wieder loslässt, das hält er mit eiserner Faust fest. Das kann dann zu einem Problem führen, wenn es ein elterlicher Finger ist, weil der nächste Schritt nach dem Festhalten meistens das Tackern ist. Im Tackern ist der Jonas ganz groß. Und er hat riesigen Spaß dabei, zumindest wenn sein Opfer so herrlich schmerzerfüllt jaulen kann, wie der Papa.

Apropos Jaulen: Meine Frau hat ja auch Spaß, wenn ich vor Schmerzen nicht mehr geradeaus gucken kann. Sie hat mir ein Lederhalsband geschenkt. Nein, nicht was Ihr jetzt denkt, Ferkel! Na auf jeden Fall wollte sie mir zeigen, wie man die Größe des Halsbandes verstellen kann... WÄHREND ES UM MEINEN HALS GELEGT WAR! Sie zog - schwuppdiwupp - an zwei Stellen des Bandes, woraufhin das ganze Band nicht nur unter Spannung stand, sondern auch ein Büschel meiner Haare in der Nackenregion in einer kleinen Lederschlaufe ziemlich stramm festhingen. Während mir vor Schmerzen die Tränen in die Augen schossen und ich nur noch rief "Nimm es mir ab! Nimm es mir ab!", krümmte sie sich vor Lachen. Lieb, wie sie ist, hat sie mich dann doch noch befreit. Ab jetzt kann ich die Größe des Bandes zum Glück ja auch alleine verstellen.

In diesem Sinne, frohe Pfingsten!
 
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Nicht die Mama!
Hebelwirkung
Niklas und Jonas sind da!!!
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Zuwendungserschleichend
Fleissiges Helferlein
Niklas geht spazieren
 
   Nicht die Mama!
  Kategorie Unsere Zwillinge, erstellt am 21.04.2008 von Christian Klaproth
 
 
Momentan lernt Niklas täglich neue Worte, die er auch brav versucht nachzuplappern. Während er schon seit MONATEN (!) Mama sagt, und auch schon das Wort Da in den Varianten mit einem, zwei oder drei Ausrufungszeichen erfolgreich einsetzt, um unsere Aufmerksamkeit auf etwas zu richten, das - eine gewisse Unschärfe berücksichtigt - in der groben Richtung seines Zeigefingers liegt, so arbeite ich mit ihm intensiv (wenn auch erfolglos) daran, das kleine Wörtchen Papa über seine Lippen zu bringen. Hier eine typische Alltagssituation: Während ich mit seinem Lego und er mit meinem Handy spielt, beginnt der folgende Dialog.

Niklas: "Baba."
Papa: "Niklas? Hast Du gerade Papa gesagt?"
Niklas: "Baba."
Papa: "Niklas! Das ist ja Wahnsinn, endlich ist es soweit. Sag nochmal Papa!"
Niklas: "Mama."
Papa: "Ich bin nicht die Mama, ich bin der Papa!"
Niklas: "Mama."

Hmpf. Dabei kann er schon so viel sagen. Er sagt Wau-Wau, Ball und Nase und seit neustem auch Stein (gemeint ist Lego) und Sand, mit dem er im Sandkasten gerne spielt. Meine Frau versucht mir ja schon einzureden, dass sein Dada englisch ist und Daddy bedeutet. Ich muss echt aufpassen, dass mich Niklas nicht eines Tages Nicht-Die-Mama nennt, das fehlt noch!
 
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Hebelwirkung
Niklas der Hausmann
Erste Worte eines Umzugshelfers
Niklas und Jonas sind da!!!
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Besitzergreifend
Zuwendungserschleichend
Maximilian, der Große
Niklas geht spazieren
 
   Hebelwirkung
  Kategorie Unsere Zwillinge, erstellt am 25.02.2008 von Christian Klaproth
 
 
Am Sonntag gab es schon wieder eine Premiere: Niklas war mit seinem Papa zum ersten Mal im Schwimmbad. Nachdem Niklas in den letzten Wochen schon häufiger duschen war und es ihm sichtlich Spaß bereitete, hielten wir die Zeit für gekommen, die Schwimmflügel einzuweihen. Dabei standen die Chancen auf einen harmonischen, spaßigen Schwimm-Sonntag zunächst nicht gut: Niklas hatte bis kurz vor 10:00 Uhr noch nicht sein übliches Vormittagsgeschäft verrichtet, zumal er an einigen Tagen bis dahin schon einen Doppelmöck abgeliefert hat. Papa schickte ein Stoßgebet gen Himmel, dass die Schwimmwindel hält und es nicht zu einem kompletten Plantschbecken-Räumung kommen wird. Aber die Sorgen waren unberechtigt. Das Schwimmbaderlebnis war vermutlich so aufregend, dass Niklas darüber alles andere vergessen hat.

Das erste Highlight war die Familienumkleide: Nachdem ich Niklas fertig umgezogen hatte und selber gerade mit blankem Hintern in der Umkleide stand, entdeckte mein kleiner Physiker-Sohn den Hebel, der die Tür-Verriegelung zu beiden Seiten öffnete. Sehr zur Belustigung der wartenden Familie, die auch in die Familienumkleide wollte. Eine verzwickte Situation übrigens: Reflexartig möchte man gewisse Stellen verdecken, dann möchte man eigentlich die Türen wieder schliessen, merkt dann aber, dass man ja als erstes den Niklas vom Hebel wegbekommen muss, weil ein Schliessen der Türen sonst nicht viel bringt. So musste ich Niklas mit einem Keks bestechen, damit er auch ja den Hebel in Ruhe lässt.

Während Niklas in der heimischen Badewanne Kapitän ist und den Ton angibt, hatte er doch einigen Respekt vor den Ausmaßen und den Wassermassen des Plantschbeckens. Sein anfangs ängstliches Festhalten und kurzes Weinen verschwand sofort, als er bemerkte, dass es richtig Spaß machen kann, den Papa mit Wasser vollzuspritzen. Nach einiger Zeit hatte sich Niklas auch daran gewöhnt, dass man im Wasser nicht so schnell laufen kann. Zum Schluß hatte er sich von anderen Kindern abgeschaut, dass man den Kopf unter Wasser tauchen kann, und so musste ich einige Male flink zupacken, wenn Niklas der Meinung war, er müsse die Düse am Boden des Beckens mit den Händen untersuchen.

Nach einer Pause und nachdem Niklas einem größeren Jungen erstmal gezeigt hat, wie man Becher und Bälle stapeln kann (Niklas ist Meister im Stapeln), waren dann auch schon knapp 1 1/2 Stunden rum, und wir mussten gehen. Nicht einfach, unsere Bade-Tasche, den Kleider-Bügel, ein paar Schuhe und die Eintrittskarte zu tragen, nach einer der wenigen freien Familienumkleiden zu suchen und dabei den Niklas auf den rutschigen Fliesen an der Hand zu halten. Ich kann Euch sagen... Den Tür-Hebel hatte ich mit der Tasche verdeckt! Auf der Rückfahrt hat es übrigens keine 2 Minuten gedauert, bis Niklas vor Erschöpfung im Autositz eingeschlafen ist.
 
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Frauenrunde
Von Chefköchen und anderen Sensationen
Niklas der Hausmann
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Neulich im Kindergarten...
 
   Frauenrunde
  Kategorie Unsere Zwillinge, erstellt am 19.02.2008 von Christian Klaproth
 
 
Gestern war Premiere. Ich war mit Niklas ALLEINE in seiner Klettermax-Krabbelgruppe. ALLEINE unter Frauen. Ein anderes männliches Wesen war noch mit von der Partie, aber der war erst 4 und selber Teilnehmer der Krabbelgruppe. Ansonsten waren geschätze 15 Frauen im Alter von 1 bis 50 Jahren dabei. Das war schon komisch. Da saßen diese Frauen und redeten miteinander, einige kannten sich schon, und selbst wenn nicht, dann gibt es immer ein Thema. Aber wenn ich ehrlich bin, dann habe ich es mir vorher sogar noch etwas schlimmer ausgemalt, als es dann tatsächlich war. Niklas hat mich gerettet und mit seiner Ordentlichkeit für Unterhaltung gesorgt. "Daaa! Daaaaa! Daaaahaaaaaa!", hat er geschrien, als er einen kleinen Staubflusen auf dem Boden entdeckte. Den musste ich natürlich entfernen, weil so lange bleibt der Niklas dann stehen und ruft weiter.

Ansonsten ist diese Krabbelgruppe toll, bzw. der Raum, in dem das stattfindet. Alles ist mit unterschiedlichen weichen Matten ausgelegt, die zum Klettern und (weich) Hinfallen animieren. Niklas hatte jedenfalls seinen Spaß und Papa hat ein paar kleine Mädchen vergrault, indem er sie angelacht hat. Für einige der Kinderchens in der Gruppe, war es sichtlich ungewohnt, dass dort ein Papa dabei war. Beim Umziehen vor dem Raum (Schuhe aus, Hose aus, Laufsocken an) waren Niklas und sein Papa das Flüsterthema Nummer 1. *g*

Ich freue mich jedenfalls schon auf das nächste Mal.
 
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Von Chefköchen und anderen Sensationen
Niklas der Hausmann
Niklas und Jonas sind da!!!
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Hebelwirkung
 
   Von Chefköchen und anderen Sensationen
  Kategorie Privat, erstellt am 13.02.2008 von Christian Klaproth
 
 
Die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten eines 19 Monate jungen Kleinkindes und die Kreativität seiner Mutter führen dazu, dass ich mein Abendbrot nun schon von meinem Sohn zubereitet bekomme. Er versuchte sich als erstes an einer eigenen Interpretation einer Bolognese-Sauce, die auch sehr gut geschmeckt hat, wobei ich mir bei Niklas' Gesichtsausdruck nicht sicher bin, ob er nicht dabei dachte: "Häh, häh, und ich verrate Dir nicht, dass ich gerade in die Sauce gesabbert habe!!". Vielleicht war es aber auch genau diese Nuance an Zutat, die die Sauce zu etwas besonderem gemacht hat. ;)

Kein Wunder, dass der Niklas bei uns nun kochen muss, hängt doch seine Mutter neuerdings nur noch am Fenster und wartet darauf, dass einem gewissen Herrn Pitt der Treibstoff just vor unserer Haustür ausgeht und er mit unserer Alize-Flatrate einen Anruf tätigen möchte. So zumindest meine Vorstellung, denn eines Abends steht meine Frau mit vorgeschobener Unterlippe und Dackelblick vor mir, um dann den Finger vorwurfsvoll Richtung Fernseher zu richten, wo gerade der neue Alize-Werbespot mit Brett Pitt läuft und zu sagen: "Wir haben doch auch Alize!". Ts ts.

Um nun nicht den Zorn meiner besseren Hälfte auch mich zu lenken, möchte ich auch gerne von mir und meinem Fleck auf dem Oberhemd berichten: Am Montag war ich etwas in Eile, um rechtzeitig als Dozent zu einer Schulung zu kommen. Nach der Rasur habe ich den Aftershave-Balm etwas zu schwungvoll in mein Gesicht befördert, so dass ein kleiner Tropfen auf mein Hemd kleckerte. Kritiker könnten nun zu Recht hinterfragen, wieso ich denn mein Oberhemd schon vor Beendigung meiner Körperpflege angezogen hatte. Kleinigkeiten! Durch kurzes Wischen und Rubbeln stellte ich also fest, dass der Fleck nicht zu entfernen war (im Gegenteil!) und fragte meine Frau, ob der Fleck denn im Laufe der Zeit raustrocknen würde, was sie verneinte und wissenschaftlich mit der Aussage fundierte, dass da ja Fett im Balsam enthalten wäre. Durch ein Experiment wollte ich dieses Axiom widerlegen und hing mein Hemd auf einem Bügel auf. Am Dienstag (zweiter Tag der Schulung) konnte ich den Fleck am Morgen nicht mehr erkennen, zog das am Vortag versaute Hemd an und ging mit einem wissenden Grinsen in die Küche, wo meine Frau mit der Zubereitung des Frühstücks beschäftigt war. Ohne "Ätsch" aber mit einer gewissen Satisfaktion wollte ich ihr zeigen, dass der Fleck über Nacht rausgetrocknet sei, was sich allerdings als Fehlinformation herausstellte. Zwar war der Fleck nicht mehr so stark zu sehen, wie am Vortag, aber er war noch da, was mir dann auch einleuchtete (bzw. die Deckenlampe in der Küche leuchtete es mir), da ich zuvor im dunklen Schlafzimmer nach dem Fleck gesucht habe und ihn im funzeligen Licht der Flurbeleuchtung nicht erkannt habe. Hömpf.
 
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Niklas der Hausmann
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Frauenrunde
Hebelwirkung
 
   Niklas der Hausmann
  Kategorie Unsere Zwillinge, erstellt am 08.02.2008 von Christian Klaproth
 
 
Auf diesen Moment warten Eltern sehnsüchtig (zumindest wir warten darauf): Die Kinder entlasten die Eltern (primär die Mama) und helfen im Haushalt mit. Müll rausbringen, Zimmer aufräumen, Auto waschen... solche Dinge eben. Niklas überspringt direkt die leichteren Aufgaben und widmet sich den Böden. Neuerdings schwingt er den Sauger und ist dabei stolz wie Oskar. Würde der Sauger nicht so einen Lärm machen und dabei auch noch ziemlich viel Strom verbrauchen, dann könnte man den Niklas den lieben langen Tag saugen lassen.

Aber Niklas kann auch noch andere neue Dinge: Neben dem bereits erwähnten festhalten (alias Kuscheln) hat er auch an seiner Sprache gearbeitet. Er setzt schon gezielt ein "Baaahh?" ein, wenn er einen Ball meint. Er hat schon raus, dass seine Eltern ihm schneller ihre Aufmerksamkeit bitten, wenn er auf etwas zeigt und dazu "Daaa! Daaa! Daaa!" ruft. Das kann dann "Schau mal" oder "Gib mal" heissen. Rätseln muss ich noch, was er mit "Tickeltika" meint. Manchmal hört es sich auch mehr wie ein "Tckltka", wenn er es ganz schnell ausspricht. Wir schätzen, dass es nun nicht mehr lange dauern kann, bis er sich schon mit ersten Worten verständlich machen kann.
 
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Piraten-Jak und Super-Nik
Erste Worte eines Umzugshelfers
Niklas und Jonas sind da!!!
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Von Chefköchen und anderen Sensationen
Frauenrunde
Hebelwirkung
Nicht die Mama!
Gute Manieren... HÄH?
 
   Halt Pohl!
  Kategorie Privat, erstellt am 05.02.2008 von Christian Klaproth
 
 
Wie bereits angekündigt hatten wir am Rosenmontag den Karnevalszug unmittelbar vor der Haustür. Nach langem Überlegen haben wir uns dazu entschlossen, den Niklas kurz vor Beginn des Umzuges zu wecken, was seinen üblicherweise dreistündigen Mittagsschlaf auf eine Stunde reduzierte - was nebenbeigesagt zu einem knatschigen Nachmittag führte. Jonas haben wir - die goldene Regel der Jonashandhabung befolgend (Wecke NIEMALS einen schlafenden Jonas!) - schlafen gelassen, und so hat er trotz des Lärms den Umzug komplett verschlafen.

Da das Wetter nicht mitspielte, und es wie aus Kübeln geschüttet hat, und es zudem auch noch eisig kalt war, zogen wir Niklas seinen Schneeanzug an, was leider dazu führte, dass das Super-Baby-Kostüm nicht mehr gepasst hat. So ist Niklas also als Kind im Schneeanzug verkleidet auf den Umzug gegangen. Papa war mit einem riesigen Clowns-Hut und einer roten Nase ausgestattet.

Hier ein guter Tipp, wie man an viel Kamelle kommt: Einfach mit einem unheimlich süßen Kind - wie zum Beispiel dem Niklas - am Strassenrand stehen. Die Kamelle (und sonstige Goodies wie Sitzkissen, Bälle oder rasselähnliche Klatschen) wird an einen herangetragen und persönlich überreicht. :) Etwas Kondition muss man aber schon mitbringen, denn auch ein 12-Kilo-Niklas wird nach einer halben Stunde ziemlich schwer.

Apropos schwer: Meine Frau hat dem Niklas etwas absolut wunderbares beigebracht. Ein kurzes "Halt Dich fest!" reicht aus, damit der Niklas mich mit beiden Armen umfasst. Zwar entlastet das nicht im geringsten, es beflügelt aber ungemein und verleiht frische Kräfte, denn man kann sich dabei herrlich einbilden, der Niklas würde einen umfassen und kuscheln. :)

Der Karnevalsumzug war dann recht zügig schon vorüber, womit wir leider dem knatschigen Nachmittag länger als geahnt ausgesetzt waren. Aber zum Glück gab es für den Niklas noch mehr zu sehen: Keine 15 Minuten nach dem Umzug kamen zwei Männer mit so tragbaren Puste-Gebläsen und beförderten die auf den Gehwegen liegen gebliebene Kamelle auf die Strasse wo direkt im Anschluss drei Reinigungswagen drübergefahren sind. Lastwagen gucken ist ja ganz großes Kino! Gleich nach Bus gucken. *g*

Achso, und etwas gelernt haben wir auch noch. In unserem Stadtteil von Mönchengladbach lautet der  Narrenruf weder Helau noch Alaaf, dafür aber "Halt Pohl", was soviel heisst wie "Halt die Stange". Nunja... kein Grund gleich umzuziehen, aber Helau gefällt mir besser.
 
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Piraten-Jak und Super-Nik
Jäcken-Stress beim Stillstuhlkauf
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Jonas in der Zeitung
Karneval 2009
 
   Piraten-Jak und Super-Nik
  Kategorie Privat, erstellt am 01.02.2008 von Christian Klaproth
 
 
Am Dienstag Nachmittag waren wir zu Gast im  Kinderhospiz Regenbogenland, um dort zusammen mit den Jungs und anderen Kindern Karneval zu feiern. Die Stimmung war einfach wundervoll und dank der zahlreichen ehrenamtlichen Hospiz-Mitarbeiter, die sich rührend um die Kinder gekümmert haben, konnten wir Eltern auch mal in Ruhe einen Kaffee trinken und uns unterhalten. Der Niklas war im Prinzip während der ganzen drei Stunden eine Dauerleihgabe an die Mitarbeiter des Hospizes.

Niklas war als Super-Baby verkleidet. Da seine Fortbewegung immer mehr in Richtung Rennen geht, flatterte sein Cape auch ab und an schon ordentlich. Jonas war als Pirat Jak verkleidet, wobei sein Stoppelbart mit der Zeit verschwunden ist. Bei Papa ist das ja eher andersherum. Mit der Zeit nimmt der Bart zu.

Mittendrin haben wir sogar ein Interview für einen Reporter gegeben, der auch von Jonas ein Foto gemacht hat. Er wollte wissen, ob das Fröhlichsein und Jonas' Behinderung zusammenpassen. Eigentlich eine komische Frage, wenn man sich den Jonas angeschaut hat. Je lauter andere Kinder oder Erwachsene gelacht haben, desto fröhlicher war auch Jonas und hat bis über beide Ohren gestrahlt. Bislang habe ich allerdings noch nichts gehört, ob und wo es einen entsprechenden Artikel gegeben haben soll. Mal abwarten.

Das nächste Karneval-Highlight steht uns am (Rosen-)Montag ins Haus... oder besser gesagt vor dem Haus, denn der Neuwerker Karnevalszug führt genau auf der Straße vor unserem Haus entlang. Wir werden berichten.
 
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Halt Pohl!
Jonas in der Zeitung
Niklas der Hausmann
Karneval 2009
 
   Eine runde Sache
  Kategorie Privat, erstellt am 27.01.2008 von Christian Klaproth
 
 
Gestern waren die Jungs mit ihren Eltern auf dem XXsten Geburtstag ihrer Oma (ich glaube, ich darf nicht schreiben, dass sie ein halbes Jahrhundert hinter sich gebracht hat), auf dem man eindrucksvoll erkennen konnte, dass die kapazitären Grenzen einer Wohnung durch eine Vielzahl von Gästen schnell erreicht werden können. Im Klartext heisst das, dass die knapp 30 Gäste plus deren Kinder für ordentlich Wirbel gesorgt haben, so dass Niklas und Jonas voll in ihrem Element waren. Jonas, dessen Therapiestuhl wir dabei hatten, hat streckenweise sehr viel gelacht, weil er ja auf Krach und Leute steht, und Niklas fand es ganz großartig, die anderen Gäste mit seinen Späßen zu unterhalten. Für das leibliche Wohl war bestens gesorgt: Drei warme Hauptgerichte, plus kaltes Buffet, plus Salate, Kuchen und Pudding konnten bis zu unserer Abreise nicht gänzlich vernichtet werden.

Als Geschenk brachten wir einen Original-Klaproth mit. Nicht Öl auf Leinwand, aber dafür Wasserfarbe auf Papier. In einem technisch hoch aufwendigen Verfahren ist es gelungen, Abdrücke von Niklas Hand (Jonas kann seine Hand auf Kommando leider nicht öffnen) und Jonas Fuß (Niklas wäre zu kitzelig am Fuß) sowie der elterlichen Daumen abzunehmen. Das hier dargestellte Exemplar hat es nicht in die Endausscheidung geschafft. Drei dieser Unikate haben wir erstellt, eines haben wir verschenkt, eines behalten wir und das dritte wird an den Meistbietenden versteigert. :)
 
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   Weihnachten mit Kindern...
  Kategorie Unsere Zwillinge, erstellt am 27.12.2007 von Christian Klaproth
 
 
... ist wirklich etwas wunderschönes und unvergleichlich.

Niklas hat wohl die Welt nicht mehr verstanden, als er unter dem hell erleuchteten Weihnachtsbaum lauter in buntem Papier eingewickelte neue Spielsachen vorgefunden hat. Wahrscheinlich bringt er das mit seinen 17 Monaten noch nicht mit Weihnachten in Verbindung, aber er hat schon sehr viel mehr mitbekommen und realisiert als noch letztes Weihnachten (naja, kein Wunder). Gänzlich ausgeflippt ist er, als seine Eisenbahn von Fisher-Price von alleine losfuhr, wenn man dem Lokführer auf den Kopf drückt. So habe ich ihn noch nie juchzen hören!

Jonas ist natürlich auch nicht zu kurz gekommen: Er hat neues Fühl-, Kuschel- und Tacker-Material bekommen. Für ihn war der Weihnachtsabend (naja, eher Tag) auch etwas besonderes, denn er lacht und strahlt immer, wenn andere Leute in seiner Nähe lachen. Und da der Niklas pausenlos aufgeflippt ist, war natürlich auch Jonas gut drauf.

Die Eltern wurden dann auch mit einer durchgeschlafenen Nacht und Ausschlafen bis 6:30 Uhr belohnt (statts wie üblich 5:00 Uhr). Von daher könnte gerne jeden Tag Weihnachten sein, wenn die Kinder dann immer so schön platt sind. *g*

Anmerkung zum Bild: Es handelt sich hierbei um eine Montage, da beide schwer lachend auf einem Foto zu erwischen sind. Die Bilder sind kurz vor Weihnachten entstanden.
 
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Gemütlichkeit
Jakisfaction!
Erste Worte eines Umzugshelfers
Frohe Weihnachten 2006
Niklas und Jonas sind da!!!
Frohe Weihnachten!
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Frohe Weihnachten 2008?
 
   Früh übt sich...
  Kategorie Unsere Zwillinge, erstellt am 09.11.2007 von Christian Klaproth
 
 
... was einmal ein geschäftiger Manager werden will. Zumindest beherrscht Niklas jetzt schonmal sein Fischerpreis-Handy und verhandelt ganz angestrengt mit der Frau am anderen Ende der Leitung, die mit ihm allerdings ständig Zahlen lernen oder Lieder singen will.

Allgemein betrachtet, kann es nicht mehr lange dauern, bis Niklas sich halbwegs verständlich ausdrücken kann. Sein aktuelles Da damm!, Da dau! und Da buh! trägt er schon recht energisch vor. Leider verstehen wir ihn noch nicht immer, was ihn wohl bisweilen etwas verärgert und ihn veranlasst noch energischer Da dammm! zu sagen. Noch hat er seine Eltern aber nicht aufgegeben. :o) Freundlicherweise hilft er uns dann mit Gesten auf die Sprünge, so dass wir ihm etwas angeben, auf das er zeigt. Wenn er dann lächelt und leise etwas in seinen noch nicht vorhandenen Bart brabbelt, dann lagen wir wohl richtig.

Der herrliche Schnappschuss ist übrigens meiner Frau gelungen!
 
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Erste Worte eines Umzugshelfers
Das kleine Genie
Niklas und Jonas sind da!!!

 
   Erste Worte eines Umzugshelfers
  Kategorie Unsere Zwillinge, erstellt am 18.10.2007 von Christian Klaproth
 
 
Abgesehen von meiner Schwiegermutter, die den zweiten Teil des  36 Stunden Umzug begleitet hat, hat natürlich auch unser Umzugshelfer Niklas ordentlich mit angepackt, als es darum ging, ordentlich verstaute Sachen, wahllos in der Wohnung zu verteilen. :)

So langsam scheint Nik zu verstehen, dass die bislang eher willkürlich produzierten Laute, die aus seinem Mund kommen, auch zu etwas zu gebrauchen sind. Dass seine Eltern springen, wenn er schreit, hat er glaube ich schon in der zweiten Lebenswoche verstanden und verinnerlicht. Dass seine Mama aber angesprungen kommt und ihn freudestrahlend mit großen Augen anschaut, wenn er laut "Maamaaaa!!" ruft, dass scheint ihn doch noch zu verwundern.

Obwohl ja sein erstes glasklar und absolut deutlich artikuliertes - aber nicht reproduzierbares - Wort Tragegurt war (vor etwas 5 bis 6 Wochen), scheine ich somit aber das Rennen um das erste Wort (Mama oder Papa) verloren zu haben. Auch was den Musik-Geschmack angeht, scheint meine Frau tagsüber ganze Arbeit zu leisten. Statts Dänzflohr, Räp oder Täkno scheint Niklas mehr Gefallen an einer eher headbangigen Musikrichtung zu finden. Immerhin zeigt er erste Fussballer-Talente, in dem er mit dem linken Fuss (wie der Papa!!) Dinge durch die Gegend tritt. :)
 
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Erste Impressionen
36 Stunden Umzug
Mönchengladbach, wir kommen!
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Früh übt sich...
Weihnachten mit Kindern...
Niklas der Hausmann
Nicht die Mama!
 
   Stand der Dinge
  Kategorie Privat, erstellt am 01.10.2007 von Christian Klaproth
 
 
Hier mal wieder ein Lebenszeichen von den Neu-Mönchengladbachern. *wink*

Pünktlich zum Ende meines Urlaubes soll heute der große Tag der Internet-Freischaltung sein. Ich bin schon sehr darauf gespannt, was mich erwartet, wenn ich heute Abend nach Hause komme. Glücklicherweise hat sich die Bahn (oder besser gesagt die Lokführer) dafür entschieden, erst ab Freitag zu streiken... Würde aber ins Bild passen, wenn die während meines Urlaubs nichts tun und danach erstmal richtig losstreiken. Meiner Frau geht es den Umständen entsprechend schon wieder etwas besser, in der letzten Woche lag sie flach, weil sie eine Infektion so richtig mitgenommen hat.

Niklas und Jonas haben sich schon prächtig eingelebt. Niklas geniesst seine neuen Freiheiten: Großes eigenes Zimmer mit jeder Menge Platz für alle Spielsache (auf dem Foto im Hintergrund zu erahnen), großes Wohnzimmer mit angrenzendem Therapieraum (für Jonas) mit jeder Menge Platz zum herumlaufen. Großer Garten mit einer Wiese, auf der man weich fällt. Und eine große Holztreppe, die hinauf zu seinem Zimmer führt, die er schon alleine heraufklettern kann, was er natürlich nicht alleine macht, sondern immer eine ängstlich hinterherkriechende Aufsichtsperson bei sich hat. Jonas fühlt sich augenscheinlich sehr wohl, da er im neuen Therapieraum je nach Lust und Laune relativ schnell zwischen Therapiestuhl, Fatboy und Hängemattenschaukel wechseln kann und mit dem Therapiestuhl auch bequem mitgenommen werden kann. Äußerst praktisch: Jonas mag am liebsten durch die Gegend geschoben werden, Niklas schiebt Jonas am liebsten durch die Gegend. Äußerst unpraktisch: Niklas kann noch nicht lenken und würde die Wohnzimmermöbel rammen, weshalb ihm beim (stundenlangen !!!) schieben, immer jemand helfen muss. :)
 
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100000
Analog-Zeitalter
Erste Impressionen
36 Stunden Umzug
Mönchengladbach, wir kommen!

 
   100000
  Kategorie Privat, erstellt am 17.09.2007 von Christian Klaproth
 
 
Für einen Informatiker ist es aus binärer Sicht durchaus ein besonderer Geburtstag, wenn die sechste Stelle in binärer Darstellung anbricht. So bin ich denn nun 100000 geworden, die Million sollte auch noch geknackt werden. :)

Was gibt es ansonsten Berichtenswertes? In unserem Haus geht es voran: Nach einem ausgehobenen Rattennest, einem Spinnennest und kubikmeterweise entsorgtem Unkraut sieht der Garten schon sehr hübsch aus. Das Highlight erwarten wir für's nächste Frühjahr, da meine Frau über 300 Blumenzwiebeln im Garten verbuddelt hat.

Nach einem Kabelbrand in Niklas Zimmer haben wir sämtliche K*d*-Steckdosensicherungen durch etwas hochwertigere Sicherungen von reer ersetzt. Bei der K*d*-Sicherung hat sich bei eingestecktem Stecker die Metallklammer, die für das Rückdrehen der Sicherung zuständig ist im Gehäuse verselbstständigt und einen direkten Kontakt zwischen den beiden Polen hergestellt (siehe Foto). Nach einer kurzen Stichflamme, dessen Zeugin unsere Kinderfrau geworden ist, ist dann auch die Sicherung rausgesprungen. Da haben wir echt Glück gehabt.

Im Keller haben wir dann auch die Überreste eines anderen Kabelbrandes entfernt (der schon vor unserem Einzug stattgefunden hat) und durch einen vernünftigen Schalter und neue Leitungen ersetzt.

Und schliesslich haben wir uns einen Satelliten-Anlagen-Bauer ins Haus geholt, der uns unsere neue Schüssel auf's Dach gesetzt hat und die vorhandene Hausverkabelung nutzen konnte, so daß wir nun Fernsehen in bester Qualität geniessen können, wenn uns die Jungs denn lassen. Achso: Und Niklas kann mittlerweile frei laufen!

Soweit der Kurzabriss mit den Highlights der vergangenen Tage. Fotos und Details folgen, sobald wir unseren DSL-Zugang wieder haben.
 
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Geburtstagsspiele
Folgebeiträge...
Stand der Dinge
 
   Besuch beim Augenarzt
  Kategorie Unsere Zwillinge, erstellt am 27.08.2007 von Christian Klaproth
 
 
Heute hatten unsere zwei kleinen Männer ihren ersten Besuch beim Augenarzt.

Bei Niklas wurden in der ersten Untersuchung keine Auffälligkeiten entdeckt, sieht soweit also erstmal alles ganz gut aus. Eine genauere Vermessung soll noch folgen, allerdings müssen wir Nik-Man dafür zwei Tage vorher Tropfen in die Augen geben, woraufhin er nur noch verschwommen sehen wird. Ich mag mir noch gar nicht ausmalen, wie schrecklich diese Tage werden, denn er ist so schon sehr temperamentvoll, wenn etwas nicht ganz so läuft, wie er das gerne hätte. Wenn dazu noch eine Sehbeeinträchtigung kommt... oh je.

Bei unserem Jonas sah das Ergebnis der Augenuntersuchung erstmal nicht so rosig aus: Zunächst einmal war die Untersuchung sehr schwierig, weil Jonas die Augen entweder schliesst, oder aber verdreht, sobald er sie offen hat. Unter diesem Umständen macht eine genauere Vermessung bei Jonas laut dem Augenarzt erstmal keinen Sinn. Eine Reaktion auf Licht zeigten die Pupillen nicht, so dass auch nicht ausgeschlossen werden kann, dass Jonas eventuell blind ist. Weitere Kontrollen sollen folgen.

Unser Eindruck ist, dass Jonas vor allem durch sein Gehör und über Berührungen der Haut seine Umgebung wahrnimmt. Vielleicht auch ein Indiz dafür, dass er seine Augen nicht so verwenden kann, wie er vielleicht möchte.
 
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Schock zum Wochenbeginn
Erneuter Fieberkrampf
Niklas und Jonas sind da!!!
Folgebeiträge...
Diesmal kein Sonntag
 
   Das kleine Genie
  Kategorie Unsere Zwillinge, erstellt am 22.08.2007 von Christian Klaproth
 
 
Sonntagmorgen im elterlichen Schlafzimmer, genauer gesagt, im Bett der Eltern: Niklas schnappt sich die Fernbedienung und bestimmt das Programm. Es ist tatsächlich beeindruckend zu sehen, dass er sich bei uns abgeschaut hat, was man mit seinem merkwürdigen grauen Ding mit jeder Menge bunter Knöpfe dran, machen kann. Er richtet die Fernbedienung nämlich in Richtung Fernseher und wartet darauf, das etwas passiert. Ganz nebenbei hat er uns damit auch gezeigt, dass unser Fernseher über eine Sleep-Funktion verfügt, was wir bis dahin noch nicht wussten. :-)

Heute ist übrigens Niklas großer Tag: Nach unserem ersten schockierenden Versuch, Niklas in einer Krabbelgruppe des Kinderschutzbundes unterzubringen (meine Frau kann dazu mehr erzählen), geht er heute in eine neue Krabbelgruppe, in der er sich hoffentlich mit den anderen Kindern verträgt. Ich bin schon sehr gespannt auf einen Bericht, wie es ihm ergangen ist. Die Mama war heute morgen jedenfalls regelrecht geknickt, weil sie unserem Nik-Man zum ersten Mal eine Lunch-Box gepackt hat. Ich konnte sie aber beruhigen und ihr glaubhaft vermitteln, das Niklas noch nicht morgen ausziehen wird. *g*
 
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Super-Nik in Comic Nr. 4
29.06.2006, Ein Jahr danach...
Niklas und Jonas sind da!!!
Folgebeiträge...
Früh übt sich...
Wo hat der Jung das her?
 
   Lebenszeichen
  Kategorie Privat, erstellt am 08.08.2007 von Christian Klaproth
 
 
Werte Leserschaft, ich wollte an dieser Stelle einfach nur mal ein Lebenszeichen hinterlassen und mitteilen, dass es uns soweit gut geht, sich momentan aber die Ereignisse etwas überschlagen, so dass mir wenig (bis keine) Zeit geblieben ist, hier neue Einträge zu hinterlassen. Da ich auch heute nicht die Zeit habe, alles in seiner Ausführlichkeit zu beschreiben, hier nur grob die Neuigkeiten:
  • Das letzte EEG bei Jonas hat eine so deutliche Verbesserung gezeigt, dass sich die Ärztin zweimal davon überzeugen musste, ob sie auch das EEG des richtigen Kindes vor sich hat. Darüber sind wir, wie Ihr Euch vorstellen könnt, sehr glücklich. Tatsächlich hatten wir in der letzten Zeit bei Jonas auch spürbare Verbesserungen im Verhalten feststellen können. Dazu aber (hoffentlich bald) mehr...
  • Die Sache mit Jonas' PEG hingegen ist leider noch nicht ausgestanden...
  • Nebenbei haben wir uns noch ein Haus gekauft und sind etwas im Stress, was die Renovierungsarbeiten und die Umzugsplanung und -Vorbereitung angeht. Auch dazu gibt es natürlich nochmal Details (und auch Bilder). Für jetzt nur die Info: Es geht nach Mönchengladbach!
  • Niklas läuft bereits alleine um den Wohnzimmertisch und kann seit neustem auch schon an einer Hand laufen.

Vielleicht komme ich in den nächsten Tagen nochmal dazu, die genannten Highlights näher zu beleuchten, aber momentan stecke ich in einem Schulungsmarathon: Von 11 Arbeitstagen am Stück habe ich gerade einmal einen Tag, an dem ich keine Schulung halte. *uff* An den Wochenenden dazwischen verbringen wir einen Großteil unserer Zeit im Haus und renovieren. Daher bitte ich um Nachsicht, wenn der nächste Eintrag wieder etwas auf sich warten lässt.
 
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Schock zum Wochenbeginn
Folgebeiträge...
Renovierungsarbeiten
Renovierung abgeschlossen
 
   Super-Nik in Comic Nr. 4
  Kategorie Unsere Zwillinge, erstellt am 18.07.2007 von Christian Klaproth
 
 
Die vierte Episode der Abenteuer von Nik und Jak ist ein Solo-Auftritt von Super-Nik geworden. Fans von Super-Jak müssen aber nicht traurig sein, denn eine weitere Episode mit ihm ist bereits in Arbeit.

 Die Abenteuer von Nik und Jak Teil 4

Die neue sowie die drei vorherigen Comic-Episoden können auch über das  Foto-Album (etwas weiter unten in der rechten Übersichtsleiste) betrachtet werden.

Viel Spaß beim Lesen!
 
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Nik und Jak müssen ins Bett
Die Abenteuer von Nik und Jak
Folgebeiträge...
Das kleine Genie
 
   29.06.2006, Ein Jahr danach...
  Kategorie Unsere Zwillinge, erstellt am 29.06.2007 von Christian Klaproth
 
 
Nichts ist mehr, wie es vorher einmal war.

Anstelle vom Bundesliga-Trubel mit Winnie Schäfer ist das Laufstall-Treiben mit Winnie Pooh getreten. Winnie, Winnie wohin ich schaue: Winnie das Handtuch, Winnie die Bettdecke, Winnie der Waschlappen, Winnie die Zahnbürste, Winnie das Plüschtier, Winnie das Buch...

So einen kleinen Knirps beim Spielen zu beobachten, erinnert mich an die guten alten Point&Click Adventure Zeiten ala Monkey Island oder Maniac Mansion. Kommt man mal nicht weiter, probiert man einfach alle Möglichkeiten aus, Gegenstände zu kombinieren und erhält meistens die Nachricht: "Nichts geschieht.". Kombiniere Schnuller mit Beisring. Nichts geschieht. Kombiniere Schnuffel-Tuch mit Fühlbuch. Nichts geschieht. Kombiniere Spieldecke mit Kuschel-Fanti. Nichts geschieht. Kombiniere Babysabber mit Mama. HAHAAA! Reaktion! Mama springt schreiend auf und sucht nach einem Tuch.

Noch ein Hinweis an alle Jungvät- und Jungmütter oder solche die es werden wollen: Wenn Ihr die süßlich riechenden, kleinen schwarzen, grünen, gelben und braunen Kleckse in den Windeln Eurer Krümel als unangenehm empfindet, dann wartet ab, bis Ihr Euren ersten bis in den Nacken hochgeschissenen Karotten-Kartoffel-Biorind-Schlamassel vor Euch zu liegen habt. *fg*

Und noch eine Beobachtung konnte ich im letzten Jahr vornehmen: Murphies Gesetz, das verantwortlich dafür ist, dass Marmeladenbrote immer auf die Marmeladenseite fallen, trifft auch voll und ganz auf Babies zu.
  • Du kannst zehn Minuten lang nach dem Fläschchen-Geben auf den Rücken klopfen und ein Sabbertuch unter das Kinn halten, und nichts passiert. Aber in dem Moment, wo Du den Wurm über die Schulter legst, kommt der feuchte Bauer, der es Dir warm über den Rücken laufen lässt. Es sei denn, Du planst einen Ausflug und ziehst den Wonneproppen besonders schick an. Dann wartet er noch, bis er im Autositz Platz genommen hat.
  • Du kannst zwei Minuten lang in gedeckter Haltung und hochgeklappter Windel Fieber im Po messen, ohne dass etwas passiert. Aber in dem kurzen Moment, in dem Du die alte Windel wegziehst, um eine neue Windel unter die Maus zu zwängen, da kommt die Wurst. Oder schlimmer noch, Dünnflitsch-Flitze-Kacke und Hochdruck. Eine ungünstige Kombination.
  • Nächtliches Schreien und Quängeln ist auch so ein Thema: Du denkst Dir im Halbschlaf, dass die Zuckerschnute schon wieder von alleine einschläft und versuchst selbiges. Gelingt aber nicht. Also wirst Du richtig wach, schlurfst benommen ans Kinderbett und noch auf dem Weg dahin, denkt sich der Kleine: "Oh nee, warte mal. Papa und Mama wollen bestimmt noch schlafen, ich bin mal besser wieder ruhig." Kaum bist Du am Bett angekommen, vernimmst Du das monotone, leicht schnaufige Atmen desjenigen, der den Schlaf der Gerechten schläft. Du torkelst zurück in Dein Bett... und gerade, als Du in die Traumwelt entgleitest, beginnt das Spiel von vorne.
Aufgrund der Erkrankung Jonas' haben meine Frau und ich auch Dinge gelernt, von denen wir vorher niemals gedacht haben, dass wir sie mal bräuchten: Magensonden legen, Nahrungspumpe anschliessen und bedienen, PEG-Verbandswechsel, fast 20 Medikamente und deren Dosierung auswendig kennen und verabreichen, Bewegungstherapie nach Bobat und Voita. Darüberhinaus geniessen wir ein Privileg, dass normalerweise nur Rentnern jenseits der 60-Jahre-Marke zuteil wird: Wir werden namentlich in der Apotheke begrüßt, was uns auch anerkennende Blicke der elitären Stammkundschaft einbringt.

Aber alles oben genannte (ob scherzhaft oder ernsthaft) vergisst man zwischenzeitlich, wenn die Jungs lachen und gut drauf sind. Das sind dann die Momente, die man geniessen kann und die einem deutlich machen, warum man das alles auf sich nimmt.

In diesem Sinne, herzlichen Glückunsch, Niklas und Jonas, zu Eurem ersten Geburtstag!

 
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Niklas und Jonas sind da!!!
Folgebeiträge...
Das kleine Genie
Halbzeit der Legislaturperiode
Jonas ist ein Engel
Börsdi Tuju
Impressionen einer Piratenparty
 
   Bewegung und Genesung
  Kategorie Unsere Zwillinge, erstellt am 18.06.2007 von Christian Klaproth
 
 
Nach einer längeren Pause kommen hier wieder mal neue Infos von den Zwillingen.

Jonas geht es schon etwas besser, auch wenn er noch nicht wieder gesund ist und es wohl noch etwas dauern wird, bis er sich von seiner Lungenentzündung erholt hat. Er hustet noch recht stark und hört sich auch noch etwas heiser an, aber zumindest scheint die Entzündung zurückgegangen zu sein, denn er bekommt kein Fieber mehr. Heute bekommt er das letzte Mal Antibiotikum, dann ist die Behandlung abgeschlossen. Zur Sciherheit werden wir wohl in den nächsten Tagen nochmal unseren Kinderarzt ansteuern, damit er abhorchen kann, ob soweit erstmal alles in Ordnung ist.

Soviel zum Thema Genesung, nun zur Bewegung und damit auch von Jonas zu Niklas: Unser kleiner Nik-Man ist jetzt mobil und kann sich seit letzter Woche mit den Händen vorwärts ziehen. Sieht ein wenig so aus, wie die tiefste Gangart bei der Bundeswehr, macht ihn aber sichtlich stolz, da er - das notwendige Interesse vorausgesetzt - nun selber dahin gelangen kann, wo er hinmöchte. Das notwendige Interesse ist natürlich instinktiv dort vorhanden, wo der kleine Niklas nichts verloren hat. Der erste Härtetest galt dem Stromkabel unseres Druckers, gefolgt vom Bügelbrett, dass einem Rütteltest standhalten musste. Prompt haben wir die ersten Schranktüren in der Küche gesichert. Für die Eltern besonders positiv ist die Tatsache, dass die eigenständige Fortbewegung sehr müde macht. So hoffen wir dann auch, Niklas häufiger, wie letztens unterwegs im CentrO zu erleben (siehe Foto).
 
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Erneuter Fieberkrampf
Jak-Man kommt nach Hause
Jonas zur Sicherheit im Krankenhaus
Niklas und Jonas sind da!!!

 
   Nik und Jak müssen ins Bett
  Kategorie Unsere Zwillinge, erstellt am 10.06.2007 von Christian Klaproth
 
 
Aufgrund der positiven Resonanz auf die ersten beiden Nik und Jak Abenteuer haben wir nun auch den dritten Auftritt des Helden-Duo veröffentlicht. Es zeigt den ganz alltäglichen Wahnsinn, wenn zwei kleine Super-Racker ins Bett gehen sollen, obwohl noch so viele Schurken zu besiegen und so viele Welten zu retten sind.

 Nik und Jak Teil 3

Bei den Foto-Aufnahmen zum dritten Comic-Teil sind übrigens keine Schnuller oder Babies zu Schaden gekommen, was man von Papa jetzt nicht so direkt sagen kann. :-)

Viel Spaß mit dem dritten Teil, eine vierte Episode ist in Arbeit.
 
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Die Abenteuer von Nik und Jak
Niklas und Jonas sind da!!!
Folgebeiträge...
Super-Nik in Comic Nr. 4
Super Nik Episode 1
 
   Die Abenteuer von Nik und Jak
  Kategorie Unsere Zwillinge, erstellt am 09.06.2007 von Christian Klaproth
 
 
Die lustigen Abenteuer von Nik (alias Niklas) und Jak (alias Jonas) erscheinen nun auch als Comic! Die beiden Superhelden müssen dabei in erster Linie gegen die hinterhältigen Eltern-Fieslinge Mam (alias Mama) und Pap (alias Papa) bestehen. Die ersten beiden Teile sind online - macht Euch auf etwas gefasst!

 Nik und Jak Teil 1
 Nik und Jak Teil 2
 Nik und Jak Teil 3

Weitere Teile sind in Arbeit und werden nach und nach online gestellt. Demnächst wird es dann auch eine eigene Internet-Seite der beiden Super-Helden aus Eigenproduktion geben. Stay tuned!!

Update: Aufgrund der kurzfristig enorm positiven Resonanz, wurde auch schon der dritte Teil des Helden-Duos veröffentlicht. Alle Teile finden sich auch in einem neu angelegten Fotoalbum auf dieser Seite (siehe Navigationsleiste rechts).
 
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Niklas und Jonas sind da!!!
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Nik und Jak müssen ins Bett
Super-Nik in Comic Nr. 4
Super Nik Episode 1
 
   Niklas die Tanzmaus
  Kategorie Unsere Zwillinge, erstellt am 14.05.2007 von Christian Klaproth
 
 
Das neuste, womit sich Niklas beschäftigt, ist seine Fisher Price Eisenbahn, die, wenn man die Bodenplatte am Platz der lokomotivführenden Giraffe drückt, eine von vielen lustigen Kurz-Songs abspielt. Dabei tanzt und freut er sich, dass es wirklich Freude bereitet, ihm zuzusehen.

Woher stammt allerdings dieser Rythmus in seinem Blut? Woher diese musikalische Ader? Vom Papa? Eher nicht. Als so richtig musikalisch würde ich mich nicht bezeichnen. Auf die Frage, welches Instrument ich wohl damals im Schulunterricht zugewiesen bekommen habe, vermutete meine Frau schon, es handele sich um den  Triangel, aber da musste ich sie enttäuschen, denn es gibt etwas noch einfacheres: Es waren die  Klanghölzer. Kennt von Euch noch jemand Klanghölzer? Das sind diese zwei Holzstöcke, die man aufeinander klöppeln muss, wobei die untere Hand recht verkrampft gehalten wird, damit der Holzstab aufliegt. Warum ich das Paar Klanghölzer aber auch noch mit einem unmusikalischen Mitschüler teilen musste, der statts auf's Holz auf meinen Daumen drosch, ist mir ein Rätsel. Dafür war ich im Sportunterricht nicht der letzte, der von der Bank gewählt wurde. ;-)

Fazit: Den Rythmus müssen die Kinder von meiner Frau haben, mal schauen wie es zukünftig mit deren Musikgeschmack aussieht. Vor dem gruftig heiser gegröhlten Step by Step, uuhhuuu Bäiibii... fürchte ich mich ja schon ein bißchen. *duck*
 
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Das SEK im Einsatz
Der Durchbruch!
Niklas und Jonas sind da!!!

 
   Das SEK im Einsatz
  Kategorie Unsere Zwillinge, erstellt am 11.05.2007 von Christian Klaproth
 
 
Heute morgen wurde es etwas hektisch bei uns: Das SEK, das Schnuller-Einsatz-Kommando - bestehend aus Seargent Nik und Lieutenant Papa - musste General Mama und Chief Jak in Windeseile den Schnuller bringen, den Jak nach dem Aufstehen im Bett zurückgelassen hatte... CUT!

Eigentlich sieht unser gemeinsamer Start in den Tag zur Zeit recht gemütlich und familiär aus. Beide Jungs haben nun die aus elterlicher Sicht tolle Angewohnheit durchzuschlafen. Trotz spriessender Zähnchen (Jak ist ebenfalls durch!), schlafen unsere Krümel bis etwa 6 Uhr und werden dann beide wach. Klingt schon lustig, wenn sich die beiden gegenseitig aus ihren Bettchen ihre Nachtgeschichten erzählen. Lange dauert dieses Gebrabbel allerdings nicht an, denn dann schlägt es in Protest um, warum verdammt nochmal die Milch noch nicht serviert ist? Also müssen Papa und Mama ran. So verbringen wir unserern Morgen zu viert, und während die Jungs ihre Milch wegziehen (Jonas trinkt in den letzten Tagen morgens recht gut) genehmigen sich die Erwachsenen einen Kaffee.

Da ich danach den ganzen Tag arbeiten bin, bin ich sehr froh, dass wir einen Rythmus gefunden haben, bei dem ich meine Söhne morgens noch sehen kann, bevor ich los muss.
 
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Der Durchbruch!
Großwildjäger im Zoo
Niklas und Jonas sind da!!!
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Niklas die Tanzmaus
 
   Rückkehr aus dem Regenbogenland
  Kategorie Unsere Zwillinge, erstellt am 01.05.2007 von Christian Klaproth
 
 
Nachdem Niklas quasi über Nacht seine kleine Darminfektion ebenso schnell überwunden hatte, wie er sie bekommen hatte, konnten wir doch noch fast zwei recht entspannte Tage im  Kinderhospiz Regenbogenland verbringen.

Jonas war sichtlich genervt, dass er oft seine Eltern an den Fersen hängen hatte. Seine Geste auf dem Foto sollte uns wohl sagen: "Papa, Mama, keine Sorge, ich bin hier in wirklich guten Händen und man kümmert sich großartig um mich. Geniesst es doch mal, dass Ihr mich nicht pausenlos betüdeln müsst!"

Anfangs ist es schon befremdlich, Jonas einfach so den Schwestern zu übergeben, ohne einen weiteren Handgriff zu tun. Ungewollt verspürt man ein schlechtes Gewissen und fühlt sich wie ein Rabenvater (oder eine Rabenmutter), weil man es dann tatsächlich geniesst, mal Ruhe zu haben. Und nach einiger Zeit ist man dann auch soweit, dass man nicht mehr reflexartig aufspringt, wenn Jonas schreit oder würgt, weil sich kurz darauf schon eine Schwester um ihn kümmert.

Sonntagabend fand dann das elterliche Highlight des Aufenthaltes statt: Die Schwestern babysitterten zusätzlich noch den Niklas, so daß Papa und Mama erst lecker im Restaurant und anschließend im Kino einen Abend zu zweit verbringen konnten.
 
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Erholung im Regenbogenland
Niklas und Jonas sind da!!!

 
   Erholung im Regenbogenland
  Kategorie Unsere Zwillinge, erstellt am 28.04.2007 von Christian Klaproth
 
 
Fehlanzeige!

Was - das möchte ich direkt anmerken - nicht am phantastischen Regenbogenland oder dem super-freundlichen Personal liegt, sondern an der Tatsache, dass Niklas krank geworden ist. Vor einigen Tagen berichtete ich über seinen ersten Zahn. Das gleichzeitig einsetzende Fieber haben wir zunächst auf die Zähnchen geschoben. Am dritten Tag mit über 39,5 Grad Fieber in Folge haben wir dann unseren Kinderarzt aufgesucht, der eine leichte Erkältung diagnostiziert hat. Gestern dann der Schock: Niklas Stuhl besteht aus Schleim mit Blut. Freundlicherweise hat der Hausmeister des Regenbogenlandes meine Frau mit Niklas zum nächstgelegenen Kinderarzt gebracht. Diagnose: Darm-Infektion. Nun sollen wir uns von Jonas fernhalten (was ab Montag schwer wird, da wir dann wieder mit ihm nach Hause fahren) und Niklas weiter beobachten. Wird die Blutung nicht besser, muss er ins Krankenhaus. Heute allerdings die Entwarnung: Niklas ist nach eine relativ ruhigen Nacht ohne Fieber erwacht, so dass wir die restlichen 1 1/2 Tage im Regenbogenland geniessen können.

Das Regenbogenland scheint dem Jonas ausgesprochen gut zu gefallen. Zumindest trinkt er bei den Schwestern besser, als zuletzt zu Hause (heute Morgen hat er seine 170ml komplett alleine getrunken!!). Er hat ein riesiges Einzel-Zimmer mit eigener Schaukel, ein riesiges Kayser-Bett (Mama ist ganz neidisch) und einem super-süßen, selbstgebastelten Namensschild neben der Zimmertür (siehe Foto).
 
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Der Durchbruch!
Niklas und Jonas sind da!!!
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Rückkehr aus dem Regenbogenland
 
   Der Durchbruch!
  Kategorie Unsere Zwillinge, erstellt am 22.04.2007 von Christian Klaproth
 
 
Der Durchbruch ist im wahrsten Sinne des Wortes geschafft, nachdem wir  erste Anzeichen bereits im Februar (vermutlich fehlinterpretiert) zur Kenntnis genommen hatten. Vor wenigen Minuten erblickte der stolze Papa (das bin ich!) beim Niklas den ersten Zahn, und zwar untere Felge, Mitte, links. Nach etwa 37 Fotoaufnahmen dann endlich das Beweisbild: Zart, fast durchsichtig, über und über mit Babysabber bedeckt aber schon deutlich spürbar blitzt der erste Zahn hervor. Der rechte Nachbar wird wohl auch nicht mehr lange auf sich warten lassen.

Der arme Niklas musste erstmal eine langwierige Begutachtung und Begrabschung durch seine Eltern über sich ergehen lassen. Aber Entschädigung ist in Sicht. Mein Sohn, ab morgen gibt es feste Nahrung! ;-)

Update: Bevor uns hier entrüstete Beschwerden erreichen, möchte ich noch erwähnen, dass Niklas mit dem Löffel, den man auf dem Bild sieht, selber gespielt hat. Wir haben ihn für die Aufnahme nicht gequält! :)
 
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Senzahntion
Niklas und Jonas sind da!!!
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Erholung im Regenbogenland
Das SEK im Einsatz
Niklas die Tanzmaus
 
   Abschied vom Urlaub
  Kategorie Privat, erstellt am 16.04.2007 von Christian Klaproth
 
 
Da hat sich das Wetter zum Ende meines Urlaubs nochmal so richtig ins Zeug gelegt und uns ein Traum-Wochenende beschert. Prompt durfte Niklas sein erstes Mal planschen und hatte ordentlich Spass daran. Überhaupt tat die frische Luft den beiden Jungs tagsüber und Papa & Mama nachtsüber sehr gut. :)

Am Wochenende haben wir uns außerdem die Einrichtung  Regenbogenland in Düsseldorf angeschaut und sind absolut begeistert. Diese Einrichtung gibt uns die Möglichkeit, Jonas für eine gewisse Zeit unterzubringen, wenn wir beispielsweise renovieren oder einfach mal eine Pause brauchen. Das Verhältnis von Kindern auf Betreuungspersonal liegt dort außerhalb der Ferien bei 1 zu 1, wenn es mal voll ist, dann 2 zu 1. Zusätzlich können dort auch Eltern und Geschwisterkinder aufgenommen werden. Das Projekt finanziert sich zu 90% aus  Spenden.

Und dann weiss ich gar nicht genau, ob ich hier schonmal erwähnt habe, dass wir uns momentan nach einem Haus umsehen. Der Hintergrund dieser Geschichte ist, dass wir in unserer jetzigen Wohnung aufgrund einer recht schmalen, steilen Treppe noch maximal 2 Jahre vernünftig mit Jonas leben können. Ausserdem teilen sich Niklas und Jonas momentan noch ein Zimmer. Damit sich beide aber zukünftig nicht mehr gegenseitig wecken (speziell wenn Jonas nachts einen Anfall bekommt), soll jeder von ihnen ein eigenes Kinderzimmer bekommen. Unser zur Zeit favorisiertes Objekt liegt in Mönchengladbach. Details folgen, wenn es konkreter wird.
 
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Von Erstmalsmachern und Heimkehrern
Senzahntion
Niklas und Jonas sind da!!!

 
   Oster-Loch überstanden
  Kategorie Unsere Zwillinge, erstellt am 13.04.2007 von Christian Klaproth
 
 
Nach einigen Tagen Pause, folgt hier ein Abriss der wichtigsten Oster-Ereignisse. Eier-Suche fiel aus, Jungs wurden beschenkt. :)

Mit Safari-Nik und Piraten-Jak waren wir im nagelneuen mclaren twin techno unterwegs und haben Gärten, Wälder und Spielplätze unsicher gemacht. Jonas geht es den Umständen entsprechend ganz gut. Das Ergenyl verschafft ihm einige ruhige und aufnahmefähige Stunden am Tag, so dass er nun schon ordentlich brabbelt und erzählt, wenn er beispielsweise morgens wach wird. Zwischenzeitlich haben wir für Jonas auch einen Behindertenausweis bekommen, der ihm einen Grad der Behinderung von 100% bescheinigt.

Niklas - neuerdings auch Mr.One-Sock genannt - tut sich immernoch recht schwer damit, sich eigenständig und aus eigener Motivation heraus umzudrehen. Stattdessen lässt er sich viel lieber an den Händen hochziehen und steht auf seinen wackeligen Füßen. Soweit ist er allerdings noch nicht, dass er das dürfte und so üben wir mit ihm nun erstmal das Krabbeln. Die Übung liegt hier sicherlich auch zu einem großen Teil auf Seiten der Eltern, die dem Jungen nicht immer helfen dürfen, wenn er schreit. Ohje, ohje, hoffentlich ist er noch nicht verzogen. Vielleicht sollte ich schonmal die Nummer der Super-Nanny bereit legen. *g*
 
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Großwildjäger im Zoo
Von Erstmalsmachern und Heimkehrern
Schon besser...
Frischluftalaaaaaarm...
Niklas und Jonas sind da!!!

 
   Großwildjäger im Zoo
  Kategorie Unsere Zwillinge, erstellt am 02.04.2007 von Christian Klaproth
 
 
Am wunderschönen ersten April haben wir einen Familienausflug in den  Duisburger Zoo unternommen. Leider sind wir nicht als einzige auf diese clevere Idee gekommen, und so mussten wir bereits ab der Autobahnausfahrt im Stop-n-Go-Tempo abwarten, bis wir endlich auf dem Zoo-Parkplatz angekommen waren. Ähnlich lange Schlangen wie beim Begrüßungsgeld erwarteten uns an den Kassen, aber nach ca. 20 Minuten hiess es dann doch "Bin ich schon drin?".

Während der sanfte Nilpferdpflüsterer Jonas überwiegend chillte, die frische Luft genoss und hier und da ein kurzes Bad in der Sonne nahm (was Papa und Mama verzweifelt durch geschicktes Ausrichten des Sonnenschirmes verhindern wollten und letzendlich durch Aufspannen eines besabberten Spucktuches schafften), hielt der Großwildjäger Niklas Ausschau nach einem geeigneten Mittagessen, dass er erlegen konnte. Dabei war er allerdings nicht sehr erfolgreich, konnte er z.B. den grauen Elefanten, der sich zwischen zwei grauen Felsen im Gehege vor ihm versteckte nicht erkennen. Seine Aufmerksamkeit zogen vielmehr die auffälligeren Flammingos oder aber die bunten Meerwasserfische im Aquarium auf sich.

Während die Herren Klaproth Juniors beide ihre gewohnt leckeren Mahlzeiten zu sich nahmen, kamen Papa und Mama in den kulinarischen Genuss der Zoo-Pommes. Hm... lecker. Beim Wegwerfen der halbvollen Packungen konnte Papa anhand der anderen halbvollen Tüten im Mülleimer erkennen, dass auch andere Zoo-Besucher der unteren und mit Fett durchtränkten Hälfte der Tüte widerstehen konnten.

Sieht man einmal von den Pommes ab, war der Zoo-Besuch rundum lohnenswert und wird in diesem Jahr sicherlich noch das eine oder andere Mal wiederholt.
 
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Von Erstmalsmachern und Heimkehrern
Träumerle und Power-Verdauer
Niklas und Jonas sind da!!!
Folgebeiträge...
Oster-Loch überstanden
Das SEK im Einsatz
 
   Von Erstmalsmachern und Heimkehrern
  Kategorie Unsere Zwillinge, erstellt am 27.03.2007 von Christian Klaproth
 
 
Während Niklas in den letzten Tagen viele Dinge zum ersten Mal in seinem Leben tut, wie zum Beispiel Pommes Frites essen, gedünstetes Gemüse essen, Milchreis essen, Brötchen aufweichen und lutschen, aber auch Dinge, die weniger etwas mit der Nahrungsaufnahme zu tun haben, wie zum Beispiel in einem neuen Autositz in Fahrtrichtung sitzen (und nicht mehr in der dösigen Babyschale) oder auch im Kinderwagen nach vorne schauend sitzen, oder mit Papa auf dem Spielplatz schaukeln... kommt heute Abend der Jonas endlich wieder nach Hause.

Das gestrige EEG zeigte erneut eine Verbesserung in der Form, dass nun schon längere Pausen das Dauer-Wirrwarr im Kopf durchbrechen. Leider muss Jonas nun häufiger Bluttests über sich ergehen lassen, da das aktuelle Mittel  Ergenyl die Leber angreift. Zusätzlich bekommt er immernoch  Topamax, was die Nieren schädigt, wenn er nicht ausreichend Flüssigkeit zu sich nimmt. Sollten sich die Blutwerte verschlechtern, müssten wir das Mittel ggf. wieder absetzen,aber soweit wollen wir mal noch gar nicht denken.

Momentan äußert sich die Besserung bei Jonas für uns so, dass er über das ganze Gesicht strahlt, sobald er Mamas oder Papas Stimme hört. Nachdem er wochenlang gar nichts mehr getrunken hat, schafft er jetzt mir Leichtigkeit ein halbes Fläschchen, manchmal auch mehr. Fieber hat er keines mehr und schläfrig ist er auch nicht mehr, so dass wir auch davon ausgehen, dass seine Entzündung kurz nach der PEG-Operation wieder weg ist.

Da hat Niklas heute Abend aber ganz schön was zu tun, dem Jonas das viele neue Spielzeug zu zeigen und zu erklären, was es eigentlich erst zu Ostern geben sollte, wo die Mama es aber nicht mehr abwarten konnte, die leuchtenden Kinderaugen zu sehen. *g*
 
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Jonas ist krank
Jonas hat eine PEG!
Niklas auf Shoppingtour
Niklas dreht sich
Niklas und Jonas sind da!!!
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Großwildjäger im Zoo
Oster-Loch überstanden
Abschied vom Urlaub
 
   Frischluftalaaaaaarm...
  Kategorie Unsere Zwillinge, erstellt am 12.03.2007 von Christian Klaproth
 
 
Der Frühling startete gestern mit knapp 14 Grad und strahlendem Sonnenschein bei uns durch, und so verbrachte Niklas einen großen Teil des Tages zusammen mit seiner Mama an der frischen Luft im Garten, während sich der arme Papa auf eine Schulung im malerischen Bergischen Land vorbereiten musste. Niklas saß dabei gestern zum ersten Mal in seinem Leben auf einer Schaukel und hatte dabei sichtlich seinen Spaß. Als wäre diese Premiere nicht genug, verschnabulierte er gestern seine erste Weintraube (natürlich nicht am Stück, sondern kleingeschnibbbelt). Außerdem verzückte er die anderen Gartenbesucher mit seinem Lächeln und seiner guten Laune.

Prompt stellte er in der Nacht von gestern auf heute einen neuen Rekord im Langschlaf auf: 21:00 Uhr abends ins Bett gehen und morgens um 7:00 Uhr aufstehen ist neuer Rekord und brachte unseren gewohnten Tagesrhythmus ordentlich durcheinander. :)

Jonas hatte vom gestrigen schönen Wetter natürlich auch was: Mama besuchte ihn im Krankenhaus und nahm ihn auf einen ausgiebigen Spaziergang an die frische Luft mit. So wirklich besser geht es dem Jonas noch nicht, aber die Ärztin klärte uns auch darüber auf, dass das neue Mittel seine Wirkung mitunter erst nach 4 Wochen zeigt. Zumindest mal scheint er die Umstellung auf das neue Mittel ganz gut zu vertragen, so dass ich die Hoffnung habe, dass wir ihn in dieser Woche schon wieder nach Hause bekommen können.

Die letztens versprochenen Bilder kann ich hoffentlich noch in dieser Woche nachreichen...
 
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Niklas auf Shoppingtour
Erneute Umstellung bei Jonas
Niklas und Jonas sind da!!!
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Oster-Loch überstanden
 
   Niklas auf Shoppingtour
  Kategorie Unsere Zwillinge, erstellt am 10.03.2007 von Christian Klaproth
 
 
Unser Niklas möchte langsam in den Kreis der Großen aufgenommen werden und strengt sich sichtlich an. Seit einigen Wochen darf er schon während er seinen Brei bekommt im Hochstuhl sitzen, was auch hervorragend klappt. Er darf allerdings noch nicht richtig lange am Stück sitzen, da es seiner Wirbelsäule schaden könnte. Dennoch hat er es auf der letzten Windel-Und-Gläschen Shopping-Tour auf den Chefsitz des Einkaufswagens geschafft und stolz wie Oskar die Umgebung inspiziert.

Nicht minder stolz hat er dabei den anderen Leuten seinen  Piraten-Schnuller samt Totenkopf-Schnullerkette gezeigt. Es wird Zeit, dass es Frühling wird und somit etwas wärmer. Denn das passende Piraten-Shirt kann man wegen der dicken Jacke noch nicht sehen. Hoffentlich wächst er da noch nicht so schnell raus...

Erahnen kann man auf dem Foto zumindest seine Camouflage-Hose im Wüsten-Tarn-Look.
 
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Der Wasch-Etikett-Fetischist
Niklas dreht sich
Niklas und Jonas sind da!!!
Folgebeiträge...
Frischluftalaaaaaarm...
Von Erstmalsmachern und Heimkehrern
 
   Der Wasch-Etikett-Fetischist
  Kategorie Unsere Zwillinge, erstellt am 28.02.2007 von Christian Klaproth
 
 
Nun habe ich schon etwas länger nichts mehr von mir hören lassen, weil ich einfach nicht so richtig zum Schreiben gekommen bin. Das hat aber nichts damit zu tun, dass mir womöglich der Stoff ausgegangen ist, ganz im Gegenteil. Und es gibt ja auch durchaus noch heitere und lustige Momente in unserem Leben.

Der Niklas hat sich zwischenzeitlich enorm stark weiterentwickelt. Zwar glänzen die Zähnchen, die sich vor ein paar Tagen scheinbar angekündigt hatten, noch durch Abwesenheit, dafür klappt das Umdrehen von Tag zu Tag besser. Bis auf wenige Ausnahmen schläft er nachts durch, und seit letzter Woche bekommt er auch zweimal täglich eine Mahlzeit in seinem Hochstuhl sitzend per Löffel!!

Sein neuster Tick ist es nun, ganz fasziniert die kleinen Waschanleitungsetiketten an den Plüsch- und Stoffspielzeugen zu untersuchen. Da kann das Spielzeug noch so bunt sein oder noch so schön rasseln, sobald Niklas das weisse Etikett erblickt hat, wird es gewissenhaft zwischen Zeigefinger und Daumen genommen und solange gewendet, bis wirklich jeder Milimeter analysiert ist. Natürlich darf auch eine Prüfung der Sabberresistenz nicht fehlen! Ganz nebenbei hat Michaelas Arm auch den Bisstest bestanden (siehe Foto).

Mittlerweile haben sich auch eine ganze Reihe neuer Fotos von Niklas und natürlich auch von Jonas angesammelt. Die Highlights daraus werde ich demnächst mal als neues Album hier einstellen.
 
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Niklas dreht sich
Senzahntion
Niklas und Jonas sind da!!!
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Niklas auf Shoppingtour
 
   Niklas dreht sich
  Kategorie Unsere Zwillinge, erstellt am 16.02.2007 von Christian Klaproth
 
 
Nachdem Niklas am Dienstag so schlecht drauf war (vermutlich wegen seiner durchbrechenden Zähnchen), dass die Krankengymnastik ausfallen musste, hat er gestern eine Doppelstunde bekommen. Die Diagnose: Niklas ist wohl etwas faul. Er kennt die nötigen Bewegungsabläufe und hat auch die Kraft zum Umdrehen, schlichtweg die Lust fehlt ihm. Er ist faul. Wieso auch alleine umdrehen, wenn man nur mal laut schreien muss, bis schon jemand kommt, und ihn umdreht? :-)

Gestern Nachmittag war es dann aber soweit: Niklas hat sich ganz alleine von der Rückenlage auf den Bauch gedreht. Eine Aktion, die ich leider nicht live mitverfolgen konnte, weil ich beim Jonas im Krankenhaus war. Meine Frau hat allerdings schnell zum Camcorder gegriffen und die zweite Hälfte der Drehung aufgenommen. Faszinierend! Wird Zeit, dass der kleine Mann aus eigener Kraft seine Welt erkundet.
 
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Senzahntion
Niklas und Jonas sind da!!!
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Der Wasch-Etikett-Fetischist
Niklas auf Shoppingtour
Von Erstmalsmachern und Heimkehrern
 
   Senzahntion
  Kategorie Unsere Zwillinge, erstellt am 13.02.2007 von Christian Klaproth
 
 
Eine kleine Senzahntion bahnt sich im Leben des Niklas Maximilian Klaproth an: Der oder die ersten Zähnchen sind scheinbar unterwegs und bahnen sich ihren Weg durch den Kiefer an die Oberfläche. Dies zumindest ist die einhellige Meinung der Experten nach Beurteilung der Sachlage: Unruhige Nächte, leichtes Fieber und ein Speichelfluss der seinesgleichen sucht. Noch ist kein weißes Blitzen zu sehen, aber die Symptome sind wohl eindeutig. Sobald es was zu sehen gibt, gibt es hier natürlich auch ein Bild. :)
 
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Niklas lächelt!
Niklas und Jonas sind da!!!
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Niklas dreht sich
Der Wasch-Etikett-Fetischist
Abschied vom Urlaub
Der Durchbruch!
 
   Fortschritte?
  Kategorie Unsere Zwillinge, erstellt am 08.02.2007 von Christian Klaproth
 
 
Zunächst einmal wäre zu berichten, dass meine Frau aus dem Krankenhaus entlassen wurde und wieder zu Hause ist. Aufgrund einer kleinen Entzündung / Schwellung, die nach der Operation aufgetreten ist, ist der linke Stimmbandnerv noch nicht so richtig beweglich, weshalb die Stimme noch etwas dünn ist. Das soll sich aber in den nächsten Tagen / Wochen wieder geben.

Jonas bekommt weiterhin Topamax, nun in einer erhöhten Dosis. Diese Entscheidung der behandelnden Ärztin können wir nicht ganz nachvollziehen, war doch eigentlich etwas anderes abgesprochen. Sollte das EEG keinerlei Verbesserungen zeigen und sollte sich Jonas in den 48 Stunden Beobachtung auf der Station von der Krampfbereitschaft und inneren Unruhe her nicht gebessert haben, dann sollte auf  Keppra umgestiegen werden. Heute liefen nun die folgenden Informationen bei uns zusammen: 1. Das EEG sieht unverändert schlecht aus. 2. Die Schwestern und Ärzte der Station sind einer Meinung, dass ich Jonas Situation auf keinen Fall verbessert hat. 3. Seit heute morgen bekommt Jonas eine höhere Dosis Topamax?!? Da bin ich mal gespannt, wie die behandelnde Ärztin, die heute nicht erreichbar war, diese Entscheidung begründet. Zumindest mal wird Jonas nun auf jeden Fall bis nächste Woche Montag im Krankenhaus bleiben.

Erfreulich ist die Tatsache, dass Niklas heute morgen einen neuen Schlaf-Rekord aufgestellt hat. Bis 05:18 Uhr hat er geratzt, und das von 21:15 Uhr an! Das Bild zeigt unsere zwei Mäuse vor knapp einer Woche. Niklas putzt sich neuerdings nach dem Frühstück immer die noch nicht vorhandenen Zähne (natürlich mit einer speziellen Gummi-Baby-Trainingsbürste). Früh übt sich. Auf dem Bild versucht er allerdings irgendwie sich den Griff ins Auge zu stecken. ;-)
 
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Tag der Untersuchungen
OP verlief gut
Jonas und das Krankenhaus
Die Sabberrillo-Gang
Niklas und Jonas sind da!!!
Folgebeiträge...
Erneute Umstellung bei Jonas
Jonas hat eine PEG!
 
   Tag der Untersuchungen
  Kategorie Unsere Zwillinge, erstellt am 07.02.2007 von Christian Klaproth
 
 
Bereits die zweite Nacht in Folge hat Niklas jetzt schon durchgeschlafen (von ca. 21:00 Uhr bis ca. 05:00 Uhr). Nach seiner Frühstücksmilch macht er sich daran, der Zeitung die neusten Informationen zu entnehmen und "verschlingt" dabei jede einzelne Seite (siehe Foto). Gut, dass er noch nicht bemerkt hat, dass er jeden Morgen dieselbe Ausgabe vorgelegt bekommt. :)

Ansonsten stehen heute wichtige Untersuchungen an: Bei meiner Frau wird eine Nachuntersuchung zur Schilddrüsen-Operation vorgenommen, bei der geschaut werden soll, dass auch keine umliegenden Gewebe verletzt worden sind. Geht alles gut, wird sie voraussichtlich morgen entlassen.

Bei Jonas steht heute abermals ein EEG an, dass zeigen soll, ob das Topamax eine Verbesserung gebracht hat. Ich staunte gestern im Krankenhaus nicht schlecht, als mir die behandelnde Ärztin mitteilte, dass sie von der Station die Auskunft erhalten habe, der Jonas wäre wie verwandelt und total ruhig und überhaupt gut drauf. Dem musste ich erstmal energisch widersprechen: Das einzige, was sich "verbessert" hat, ist die Tatsache, dass er nach dem Umstieg von Sabril nicht mehr so stark schielt. Ansonsten hat sich seine Lage eher verschlechtert. Dass die Station ein falsches Bild hatte, liegt wohl daran, dass Jonas eine zweistündige Wartezeit über sich ergehen lassen musste, bis er endlich wiederaufgenommen war. Als er dann auf der Station angekommen ist, hat man ihm dann ein Beruhigungsmittel gegeben, was ihn bin zum Abend ruhig gestellt hat. Abends bekommt er dann Melatonin, um seine nächtlichen Melatonin-Schwankungen auszugleichen. In der Nacht bekommt er eine weitere Dosis. Kein Wunder also, dass er von den 24 Stunden, die er zur Beobachtung auf die Station sollte ca. 16 Stunden lang ruhiggestellt ist.

Warten wir mal ab, was der heutige Tag so bringt.

 
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OP verlief gut
Jonas und das Krankenhaus
Träumerle und Power-Verdauer
Niklas und Jonas sind da!!!
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Fortschritte?
 
   Riesige Wiedersehensfreude
  Kategorie Privat, erstellt am 04.02.2007 von Christian Klaproth
 
 
Während der letzten Woche war ich beruflich im süddeutschen Raum unterwegs. Ich war positiv überrascht, welche Entwicklungsfortschritte der Niklas während meiner Abwesenheit gemacht hat. Das fällt vermutlich nur dann so stark auf, wenn man den Racker einige Tage lang nicht sieht.

Er greift jetzt viel, viel koordinierter als noch in der letzten Woche. Bis dahin hat er immer eher zufällig etwas in die Hand genommen und es dann natürlich festgehalten, die zweite Hand zur Hilfe genommen und ab damit in den Mund, egal was es ist. Nun sieht er etwas und streckt seine Hand in die Richtung und - sofern es innerhalb seiner Reichweite liegt - holt es sich heran. Er kann Dinge auch noch schneller mit den Augen verfolgen als vorher. Und auch optisch sieht er ein Stück weit verändert aus... irgendwie älter... aber nicht so, dass man meinen möchte, dass ich ihn nur eine Woche lang nicht gesehen hätte.

Das Wiedersehen war phänomenal. Niklas strahlte über das ganze Gesicht, als ich zur Tür reinkam und mich gesehen hat.

Gestern dann haben wir einen kleinen Spaziergang gemacht (natürlich auch mit Jonas zusammen), wobei das Bild entstanden ist. Hm... dabei haben meine Frau und ich vor der Geburt der Kinder noch untereinander "ausgemacht", dass wir nie Mützen mit Öhrchen haben wollen. *g*
 
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Schlafmütze
Niklas und Jonas sind da!!!

 
   Schlafmütze
  Kategorie Unsere Zwillinge, erstellt am 22.01.2007 von Christian Klaproth
 
 
Mit Stolz dürfen wir verkünden, dass es nun endlich wohl soweit ist, dass der Niklas meint, er könne nachts auch mal durchschlafen und müsse uns nicht zwei bis dreimal an sein Bett zitieren, um bespielt zu werden oder gar etwas zu trinken. Zwischen sieben bis neun Stunden schafft der kleine Mann nun schon schlafend zuzubringen, bisweilen nur durch ein Schnullerbedürfnis unterbrochen, was aber innerhalb weniger Sekunden durch Darreichung des selbigen unterbunden werden kann. Prima Niklas, weiter so!

Und weil es so süß ist, auch noch ein Bild dazu, wie sich jemand erschöpft die Mütze ins Gesicht zieht, um endlich seine Ruhe zu haben. *g*
 
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Die Sabberrillo-Gang
Träumerle und Power-Verdauer
Niklas und Jonas sind da!!!
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Riesige Wiedersehensfreude
 
   Die Sabberrillo-Gang
  Kategorie Unsere Zwillinge, erstellt am 09.01.2007 von Christian Klaproth
 
 
Unsere beiden Sabbermänner, von mir auch liebevoll Sabberrillos genannt (ich liebe diese kreativen Wortschöpfungen), machen sich - abgesehen von einem starken Husten, der beide plagt - ganz gut.

Niklas verbessert täglich sein koordiniertes Greifen und scheint langsam zu merken, dass die Hand, die ständig alles greift und zu seinem Mund führt zu ihm gehört, denn er beobachtet teilweise recht fasziniert seine Hand, wie sie beispielsweise einen Schnuller greift und vor ihm hin- und herdreht.

Jonas hat sein Lächeln nicht ganz verlernt. In ruhigen Momenten, in denen er zudem aufnahmefähig ist, reagiert er auf Schmusereien mit einem zögerlichen Lächeln. Leider stellen sich diese ruhigen Momente noch nicht so häufig ein, wie wir das gerne hätten. Zwar ist unser Eindruck, dass das Sabril gute Dienste verrichtet, aber seine innere Unruhe und Krampfbereitschaft macht sich äußerlich noch stark bemerkbar.

Neben Medikamenten und Krankengymnastik scheint auch Niklas einen positiven Einfluß auf seinen Bruder auszuüben. Beide bebrabbeln sich schonmal gerne und bringen sich gegenseitig zum Lachen. Leider unterhalten sich die beiden noch in einer für uns Erwachsenen unverständlichen Sprache, weswegen wir nicht ausschließen können, dass sich die beiden über ihre Eltern lustig machen. Vermutlich erzählt der Jonas dem Niklas dann, wie unfähig sein Vater in der Nacht beim  Wichseln war. :)

Update: Das heutige Kontroll-EEG bei Jonas hat leider ergeben, dass sich gegenüber der Vorwoche und dem Umstieg auf Sabril keine Verbesserung eingestellt hat. Ab heute bekommt er dann fast die doppelte Dosis des Medikamentes. Wenn sich bis nächste Woche Dienstag keine Besserung ergibt, wird Jonas auf ein neues Medikament umgestellt.
 
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Träumerle und Power-Verdauer
Verdacht auf West-Syndrom
Niklas und Jonas sind da!!!
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Schlafmütze
Fortschritte?
 
   Träumerle und Power-Verdauer
  Kategorie Unsere Zwillinge, erstellt am 05.01.2007 von Christian Klaproth
 
 
Seit gestern Abend haben wir unseren Jonas endlich wieder bei uns zu Hause. Er ist bei seiner Ziel-Dosis des neuen Medikamentes  Sabril angekommen. Nächste Woche wird sich zeigen, ob es auch gegen seine Epilepsie hilfreich ist. Bis dahin wollen wir auch herausfinden, ob er einen schwankenden  Melatonin-Spiegel und somit eine  Schlafstörung hat. Dazu verabreichen wir ihm abends eine Dosis dieses eigentlich körpereigenen Stoffes. Letzte Nacht hat das schonmal dazu geführt, dass der neuerdings (wieder) verschmuste Träumerle von 20:00 Uhr bis 03:00 Uhr morgens geschlafen hat, und dann allerdings mit einem Schreianfall aufgewacht ist, bei dem er sich nicht mehr richtig beruhigen lies.

Niklas hingegen hat bei mir den neuen Titel Power-Verdauer bekommen. Man könnte auch Dauer-Verdauer sagen. Er etwa vier bis fünfmal täglich Stuhlgang, was vermutlich mit der Umstellung seiner Nahrung zu tun hat: Er bekommt jetzt weniger Flächschen am Tag und dafür mittags ein Gläschen mit Kartoffel und sonstigem und abends einen Brei. Nur am Löffeln müssen wir noch etwas arbeiten. :)
 
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Verdacht auf West-Syndrom
Niklas und Jonas sind da!!!
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Tag der Untersuchungen
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   And the Lächeln goes on...
  Kategorie Unsere Zwillinge, erstellt am 17.10.2006 von Christian Klaproth
 
 
In den letzten Wochen stand Jonas sehr im Mittelpunkt meiner Berichterstattung, was einfach daran liegt, dass er uns mehr auf Trab gehalten und auch mehr Sorgen bereitet hat. Dennoch soll auch Niklas mal wieder ausführlicher erwähnt werden. Dass er ansteckend lächeln kann, hatte ich ja schonmal gezeigt.

Mittlerweile hat er aber auch schon den Bogen raus, wie er seine Hand halten muss, damit ihm im Halbschlaf nicht der Schnulli aus dem Mund gleitet. Zudem versucht er schon recht zielstrebig sein Fläschchen selber festzuhalten. Auch seine Nackenübungen erinnern im Ansatz schon an das erste Krabbeln. Wenn er auf dem Bauch liegend den Kopf hebt, dann stützt er sich (noch etwas unbeholfen) mit den Armen nach vorne ab. Erschreckend, wie schnell die Entwicklung voranschreitet, aber spannend zugleich. Mal abwarten, was als nächstes kommt.
 
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Niklas lächelt!
Niklas und Jonas sind da!!!

 
   Zwei Brüller geben alles
  Kategorie Unsere Zwillinge, erstellt am 09.10.2006 von Christian Klaproth
 
 
Unsere beiden Spätze halten uns tatsächlich ordentlich auf Trab: Während Niklas nach heutiger amtlicher Messung durch die Hebamme über 6,2 kg wiegt und somit deutlich die 6-Kilo-Marke passiert hat, macht uns der Jonas erneut sorgen und musste gestern ins Krankenhaus. Bereits letzte Woche bekam er hohes Fieber und Husten. Diagnose: Infektion. Da er in den letzten Tagen leider auch nicht mehr richtig trinken wollte, hat unser Kinderarzt Jonas ins Krankenhaus überwiesen. Dort lassen erste Blutuntersuchungen auf einen bakteriellen Infekt schliessen, woraufhin eine Behandlung mit Breitenantibiotikum begonnen worden ist. In zwei bis drei Tagen wird es die Ergebnisse der angelegten Blutkultur geben. Dann kann gezielt gegen das Bakterium vorgegangen werden, sollte bis dahin keine Besserung eingetreten sein.
 
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Jonas lächelt ebenfalls!
Niklas lächelt!
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Der Shunt ist raus!
 
   Niklas lächelt!
  Kategorie Unsere Zwillinge, erstellt am 23.09.2006 von Christian Klaproth
 
 
Am Donnerstag war es das erste Mal soweit: Niklas hat gelächelt. Und damit meine ich nicht das kurze, unbewusste Engelslächeln, sondern ein ausgiebiges und intensives Anlachen. Dabei schaut er einem mitten ins Gesicht und lacht mal mehr mal weniger, wenn man zurücklächelt oder aufmerksam mit ihm spricht. Das entschädigt für so manche schlaflose Nacht.

Der Milchpräsident - so der neue Titel von Jonas - hat seine Arbeit intensiviert und muss nun alle drei Stunden die Qualität der Milch testen. Sehr gewissenhaft geht er dabei vor und weicht nur selten von seinem Rhythmus ab. Niklas hat es heute Nacht dagegen auf 7 Stunden (in Worten sieben!!) Schlaf am Stück geschafft.

Und dann sind wir schon sehr auf eine Lieferung von der Insel gespannt, wenn wir unsere zwei Krümel in waschechte Piraten verwandeln. Darkside Clothing macht's möglich. Dazu haben wir noch Totenkopf-Schnuller bestellt. Sobald die Jungs das tragen, werde ich umgehend Bildmaterial nachreichen.
 
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Kleine Robben
Niklas und Jonas sind da!!!
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Jonas lächelt ebenfalls!
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And the Lächeln goes on...
Senzahntion
 
   Einmal Mainz und zurück
  Kategorie Unsere Zwillinge, erstellt am 05.09.2006 von Christian Klaproth
 
 
Seit vergangener Woche Mittwoch bis gestern waren wir mit Jonas (und natürlich auch mit Niklas, den lassen wir ja nicht alleine) in Mainz in der Universitätsklinik. Dorthin wurden wir von Krefeld aus überwiesen, damit Jonas dort von einem Spezialisten für Shunt-Verlegungen operiert werden kann.
Am Freitag wurde die Operation durchgeführt und verlief - soweit uns berichtet worden ist - problemlos. Nach zwei Stunden Operation hat Jonas nun zwei Druck-Ventile im Kopf, die per Y-Konnektor verbunden sind und überhöhten Druck in Form von Flüssigkeit per Schlauch in den Bauch ableiten. Insgesamt vier Schnitte waren dafür notwendig.
Glücklicherweise konnten wir in einem Elternhaus nahe der Klinik wohnen, was es uns leicht gemacht hat, häufig bei Jonas zu sein und gleichzeitig etwas Abwechslung für Niklas zu schaffen.
Einzig die Versorgung auf der Station nach der OP kam uns so herzlos und ohne Liebe vor, dass wir darauf gedrängt haben, bereits gestern Mainz wieder zu verlassen und Jonas nach Hause zu holen. Auch die Behandlungsmethoden haben wir etwas in Frage gestellt: Jonas hat auf der einen Seite Schmerzen nach der OP, auf der anderen Seite Blähungen. Gegen die Schmerzen verabreichte man ihm Zäpfchen, was nutzlos ist, da er sie umgehend herauspresst. So bin ich gestern noch zur Notapotheke gefahren und habe ein Schmerzmittel als süße Sirup-Lösung geholt. Und siehe da: Der Jonas hört auch mal für einige Stunden auf zu schreien und kann etwas schlafen.
Jonas Kopfumfang ist bereits in den wenigen Tagen nach der OP um mehr als einen Zentimeter zurückgegangen. Wenn er auf dem Bauch liegt, kann er sein Köpfchen auch schon wieder recht hoch anheben. Hoffen wir, dass er die nächste Zeit beschwerdefrei verbringen kann.
 
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Jonas kommt nach Hause
Niklas und Jonas sind da!!!
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Zwillinge und Arbeit
Der Shunt ist raus!
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   Inkubator-Zeit vorbei!
  Kategorie Unsere Zwillinge, erstellt am 26.07.2006 von Christian Klaproth
 
 
Nun haben es beide Jungs endlich aus den Inkubatoren rausgeschafft! Niklas liegt ja schon fast eine Woche in einem normalen Bettchen, nun hat es auch der Jonas zunächst mal aus dem Inkubator und in ein Wärmebettchen geschafft. Seine Infektion ist überstanden und er macht einen hervorragend lebendigen und aufmerksamen Eindruck.

Was besonders schön ist: Die beiden liegen wieder nebeneinander. Sie waren ja vorübergehend getrennt, weil Jonas noch auf der Intensiv-Station lag, während Niklas schon in der normalen Kinderstation untergebracht war. Beide Krümel haben auch schon ordentlich an Gewicht zugelegt, jeweils fast 500 Gramm!! Beide bekommen keine Infusionen mehr und werden nur noch von Muttermilch ernährt (bzw. mit Frühchen-Ersatznahrung, falls die Muttermilch mal nicht ausreicht).

Mit zunehmender Entwicklung werden die beiden auch immer ähnlicher, was ja auch wenig verwundert, da es ja eineiige Zwillinge sind. Hoffentlich können wir die beiden in ein paar Monaten noch unterscheiden. :)
 
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Von Chef-, Ober- und Stationsärzten
 
   Erfreuliche Neuigkeiten
  Kategorie Unsere Zwillinge, erstellt am 08.07.2006 von Christian Klaproth
 
 
Heute ist in der WAZ (Nr.156, Samstag 8.Juli 2006) die Geburtsanzeige unserer beiden Söhne erschienen (siehe Bild). Diese Anzeige wird allen Zwillingseltern vom Clemens-Hospitale in Sterkrade/Oberhausen kostenlos ermöglicht, und daher haben wir davon auch direkt Gebrauch gemacht (siehe Bild).

Ebenfalls heute ist meine Frau aus dem Krankenhaus entlassen worden. Sie erfreut sich bester Gesundheit, allerdings fiel es ihr schwer, das Krankenhaus ohne unsere Jungs zu verlassen. Die beiden Kleinen müssen noch etwas auf der Intensivstation bleiben, bevor wir sie nach Hause bekommen.

Die dritte gute Nachricht des Tages: Niklas hat seit heute keine Infusion mehr angeschlossen. Das bedeutet, seine gesamte Nahrung bekommt er ab jetzt nur noch in Form von Muttermilch. Da der Jonas noch etwas kleiner ist, muss er seine Infusion noch bekommen. Allerdings hat er gegenüber seinem Geburtsgewicht schon 130 Gramm zugenommen. Gar nicht mal schlecht, für die erste Lebenswoche, in der Babies erstmal etwas abnehmen.
 
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Känguru-ing
Niklas und Jonas sind da!!!
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Inkubator-Zeit vorbei!
 
   Niklas und Jonas sind da!!!
  Kategorie Unsere Zwillinge, erstellt am 29.06.2006 von Christian Klaproth
 
 
Bevor ich ins Detail gehe, hier vielleicht erstmal die wichtigsten Informationen: Beiden Kindern und der Mama geht es den Umständen entsprechend sehr gut. Meine Frau konnte es sich nicht nehmen lassen und hat es tatsächlich geschafft, ihren beiden Jungs bereits 9 Stunden nach dem Kaiserschnitt einen Besuch auf der Kinder-Intensiv-Station abzustatten.

Niklas (auf dem Bild rechts) kam heute um 11:23 Uhr mit einem Gewicht von 2060g und einer Größe von 46cm zur Welt. Sein Bruder Jonas (auf dem Bild links) folgte ihm nur eine Minute später mit einem Gewicht von 1260g und einer Größe von 38cm.

Die ganze Sache lief heute dann doch etwas hektisch und anders als geplant ab, weswegen der ohnehin schon aufregende Tag der Geburt noch aufregender wurde. Schon seit etwa zwei Wochen liegt meine Frau mit vorzeitigen Wehen im Krankenhaus. Gestern wurde aufgrund verschiedener Faktoren entschieden, die Kinder heute (in der 33ten SSW) auf die Welt zu holen. Heute morgen bin ich um halb neun ins Krankenhaus gefahren. Nach gestriger Planung waren wir heute als vierter Kaiserschnitt gegen 12:00 Uhr eingeplant. Als ich meine Frau gesehen habe, habe ich mich allerdings etwas erschrocken. Sie war kreidebleich und hatte sich die Decke bis unter die Nase gezogen. Nachdem ich sie kurz berührt hatte, habe ich auf 38.5 Grad getippt, sie hatte aber 39.0 Grad und somit Fieber. Es wurde ein entsprechendes Medikament per Infusion verabreicht und ein CTG geschrieben. Etwas geschockt waren wir dann, als die Hebamme meinte, das CTG würde solange geschrieben werden, bis es in den OP ginge. Es war gerade mal kurz nach 10:00 Uhr. Noch einen Tick nervöser wurden wir dann, als es um 10:30 Uhr hiess, sie würde jetzt in den Kreiss-Saal gebracht werden, würde vorbereitet werden und dann ginge es auch ohne Umwege in den OP. Wir wurden vorgezogen. Im Kreiss-Saal angekommen, steigerte sich die Hektik, denn plötzlich hiess es, aus der geplanten Teilnarkose wäre nun eine Vollnarkose geworden, auf einen Einlauf würde man verzichten, schnell noch den Katheter gelegt und ab in den OP. Vor der OP-Tür hatte ich dann noch kurz die Gelegenheit, mich von meiner Frau zu verabschieden und ihr alles Gute zu wünschen. Das war um ziemlich genau 11:00 Uhr.

Ich sage Euch, das waren schon bange Minuten. Irgendwie läuft die Zeit auch extrem langsam, wenn man da so steht und wartet. Der Narkosearzt kam recht zügig wieder raus und meinte, in 20 Minuten wäre alles fertig und dann würden die Kinderärzte rauskommen und direkt einen Stock höher in die Kinderklinik fahren.

Um 11:25 vernahm ich dann einen deutlichen Baby-Schrei aus dem OP und mein Herz machte einen Sprung. Leider ging die Tür nicht auf... 11:30 Uhr... 11:40 Uhr... 11:50 Uhr... dann endlich ging die Tür auf, ein mobiler Inkubator wurde herausgeschoben und dabei 4 Kinderärzte, zwei für jeden Jungen.

Eine Hebamme sagte mir, dass mit meiner Frau soweit alles okay wäre und so folgte ich den Kinderärzten. In der Kinderklinik angekommen, wurde es erst so richtig hektisch... zumindest sah es für mich als Aussenstehenden so aus. Ständig piepte hier ein Warnton oder summte dort ein Signal woraufhin die Chefärztin kurze medizinische Anweisungen gab, welchem Kind, welche Substanzen in welcher Menge verabreicht werden müssen. Ich erfuhr, dass die beiden direkt nach der Geburt zwar anfingen zu atmen, sich dabei aber sehr schwer taten. Nebenbei wurden die beiden vermessen und gewogen. Nach etwa 30 Minuten lagen dann beide jeweils in einem eigenen Inkubator, wo sie noch weiterversorgt und etliche Gerätschaften angeschlossen worden sind.

Aber schon nach ca. einer Stunde hatte sich die Lage erheblich beruhigt und die beiden lagen ganz friedlich da. Das absolut überraschende für mich war (und ist), dass sie bereit ohne jegliche Hilfsmassnahmen alleine atmen. Lediglich der Sauerstoffgehalt im Inkubator ist noch etwas höher als normal. Die Herzfrequenz und der Sauerstoffgehalt im Blut ist auch bei beiden in Ordnung, erstaunlicherweise sind die Werte bei Jonas, dem kleineren sogar besser als bei Niklas.

Was sich nach der Geburt erst herausgestellt hat: Nicht nur nährstoffmäßig, sondern auch mit Blut wurden die Zwillinge unterschiedlich versorgt. Während Jonas sehr blass aussieht, hat Niklas eher eine ungesund dunkle Rotfärbung der Haut. Das ist wohl laut Kinderarzt jetzt das hauptsächliche Problem: Während Niklas eine Lösung bekommt, die sein Blut etwas dünner machen soll, bekommt Jonas eine Bluttransfusion und morgen wahrscheinlich nochmal eine zweite. Das hängt von seinen morgigen Blutwerten ab.

Aber alles in allem sind bei stabil und brauchen jetzt vor allem viel Ruhe.

Nachdem ich gesehen habe, dass es den Kindern gut geht, bin ich runter in den Aufwachraum, wo meine Frau bereits aus der Narkose erwacht war aber noch sehr benebelt war. Per Digitalkamera und Camcorder habe ich ihr ihre beiden Söhne erstmal gezeigt, damit sie auch weiss, wofür sie das alles über sich ergehen lassen musste.

Mittlerweile geht es ihr schon wieder ganz gut. Nach Monaten der Seitenschläferei und Rückenschmerzen, kann sie nun endlich mal wieder auf dem Rücken schlafen.

Für mich geht dieser äußerst aufregende Tag nun zu Ende.
 
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